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18.10.2011 15:38

Vorbild Raubwanze gegen den Schlaganfall - Heinrich Pette-Preis der DGN 2011

Frank A. Miltner Pressestelle der DGN
Deutsche Gesellschaft für Neurologie

    Berlin – Der Heinrich Pette-Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) wurde in diesem Jahr an Privatdozent Dr. med. Christoph Kleinschnitz, Würzburg verliehen. Der 38-Jährige erhielt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Arbeiten zu molekularen und zellulären Mechanismen bei der Entstehung des Schlaganfalls.

    Der gebürtige Würzburger Kleinschnitz absolvierte seine Facharzt-Ausbildung von 2001-2007 bei Prof. Toyka am Universitätsklinikum Würzburg. „Es zeigte sich schon früh, dass er nicht nur klinische Qualitäten sondern auch exzellentes Forschungstalent hat“, sagte Prof. Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Klinik an der Ruhr-Universität Bochum und Schatzmeister der DGN in seiner Laudatio zur Preisverleihung. „Kleinschnitz hat seine Arbeiten im Grenzgebiet Ischämie-Neuroinflammation begonnen, und schon früh erfolgreich die Brücke zur Grundlagenforschung geschlagen“, so Prof. Gold weiter. Kleinschnitz habilitierte sich 2008 mit dem Thema „„In vivo Darstellung und therapeutische Beeinflussung der Infarktexpansion nach zerebraler Ischämie: Mechanismen der Thrombenbildung und Neuroprotektion“.

    Kleinschnitz‘ Arbeitsgruppe „Experimenteller Schlaganfall“ beschäftigt sich seit einigen Jahren unter translationalen Aspekten mit dem plasmatischen Gerinnungssystem, sowie neuen Mechanismen der Blutplättchen-vermittelten Thrombose. Seine Arbeit zur Rolle von Faktor XIIa bei pathologischer Blutgerinnung im Journal of Experimental Medicine 2006 hat große Beachtung gefunden. Aufgrund dieser Arbeiten wurde aus der Raubwanze Triatoma Infestans als spezieller Faktor XIIa Inhibitor das Infestin-4 isoliert, das zukünftig in frühen klinischen Studien untersucht werden soll.

    Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie hat den Preis 1969 zur Erinnerung an den wegweisenden Neurologen Heinrich Pette (1887-1964) gestiftet und prämiert jährlich deutschsprachige Neurologen in nicht-selbständiger Stellung für wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit Pathogenese, Diagnostik und Therapie oder der pathologischen Anatomie der Krankheiten des Nervensystems befassen.

    Kontakt zum Preisträger
    PD Dr. med. Christoph Kleinschnitz
    Neurologische Klinik und Poliklinik
    Universitätsklinikum Würzburg
    Tel.: +49-931-201-23755
    Fax.: +49-931-201-23488
    E-Mail: christoph.kleinschnitz@mail.uni-wuerzburg.de

    Ansprechpartner für die Medien
    Frank A. Miltner, Tel: +49 (0)89-461486-22, E-Mail: presse@dgn.org
    Pressesprecher der DGN: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen

    Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
    sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren mehr als
    6500 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin.

    1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Wolfgang Oertel
    2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Heinz Reichmann
    3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Martin Grond
    Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter

    Geschäftsstelle
    Deutsche Gesellschaft für Neurologie
    Reinhardtstr. 14
    10117 Berlin
    Tel: +49 (0)30-531437-930
    Fax: +49 (0)30-531437-939
    Pressesprecher: Prof. Dr. Hans-Christoph Diener


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Biologie, Medizin, Psychologie
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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