idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
20.10.2011 10:06

Familienmedizin in der hausärztlichen Versorgung der Zukunft

Jan Vestweber Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

    Wissenschaftlicher Kongress fördert den Dialog von Hausärzten, Medizinischen Fachangestellten und Interessierten

    Der 11.11. steht an der Universität Witten/Herdecke in diesem Jahr ganz im Zeichen der Familienmedizin. Auf einem wissenschaftlichen Kongress dreht sich alles um das Thema: „Familienmedizin in der hausärztlichen Versorgung der Zukunft“. Die Veranstaltung richtet sich an Hausärzte, Medizinische Fachangestellte und alle mit Interesse an der Familienmedizin. Im Fokus stehen die Fragen: Was beinhaltet Familienmedizin? Wie wird sie im hausärztlichen Alltag umgesetzt? Welche Rolle wird sie in der hausärztlichen Versorgung der Zukunft spielen?

    In einer Gesellschaft, die sich durch Migration, Alterung der Bevölkerung, Arbeitslosigkeit und Verarmung im Wandel befindet, ist die Familienmedizin von zentraler Bedeutung bei der Bewältigung der schwierigen Aufgaben, vor denen Individuum und Gemeinschaft stehen. Die Hausarztpraxis ist gleichzeitig Brennpunkt und Abbild dieser Veränderungen, da sich mit den sozialen Strukturen der Gesellschaft auch die Bezugsgröße der Familienmedizin verändert. Dies ist nicht mehr allein die klassische Kern- oder erweiterte Großfamilie, sondern das gesamte primäre Lebensumfeld der Patienten. „Hausärzte begegnen der Familienmedizin im Praxisalltag unter anderem bei Alleinerziehenden mit ihren Kindern, Patchwork-Familien, Jugendlichen in Krisensituationen, in der Begleitung pflegender Angehöriger oder in der Palliativmedizin“, erläutert Prof. Dr. med. Stefan Wilm, der als Lehrstuhlinhaber für das Fach Allgemeinmedizin und Familienmedizin an der Universität Witten/Herdecke Leiter des Kongresses ist und selbst als niedergelassener Hausarzt praktiziert. Eine generationenübergreifende Versorgung erfordere Koordination und das Wissen um familiäre Lebensbedingungen. „Eine Rolle, für die familienmedizinisch orientierte Hausärzte besonders geeignet sind“, so Prof. Wilm.

    Praktiker und Wissenschaftler werden auf dem Kongress u.a. über die Rolle der Praxisteams, über pädiatrische Grundversorgung, über Familie als Ressource oder als Katastrophe, über Konzepte von Gesundheit und Krankheit sowie über aufzusuchende Hilfen diskutieren.

    Was sind die thematischen Schwerpunkte von Familienmedizin?

    Die Familienmedizin nimmt einen wichtigen und eigenständigen Bereich innerhalb der Allgemeinmedizin ein. Sie hat dank ihrer integrativen Betrachtungsweise die Patienten in ihrer Gesamtheit im Blick. Die Beachtung somatischer, psychischer, soziokultureller und systemischer Aspekte gehört explizit dazu. Die Familienmedizin vertritt einen generalistischen Ansatz, der mit zunehmender Spezialisierung und Partikularisierung innerhalb der Medizin beinahe verloren gegangen wäre. Sie knüpft an verschiedene Professionen an; immer stehen dabei aber die Patienten, ihr Lebensumfeld sowie dessen Auswirkung auf ihre Gesundheit im Zentrum.

    Termin:
    Familienmedizin in der hausärztlichen Versorgung der Zukunft
    11.11.2011 von 10-18 Uhr im Audimax der Universität Witten/Herdecke

    Weitere Informationen: Anke Kettermann, Tel. 02302/926741, eMail: Anke.Kettermann@uni-wh.de und auf www.familien-medizin.org.

    Über uns:
    Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsbildung.

    Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.


    Weitere Informationen:

    http://www.familien-medizin.org


    Anhang
    attachment icon Flyer zur Veranstaltung

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).