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31.10.2011 16:38

Zentrum für Neurologie und Neuropsychiatrie: Versorgung in Düsseldorf verbessert

Susanne Dopheide Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

    Das LVR-Klinikum Düsseldorf – Kliniken der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und das Universitätsklinikum Düsseldorf haben eine umfassende Zusammenarbeit in der Krankenversorgung, Forschung und Lehre spezieller neurologischer und neuropsychiatrischer Erkrankungen vereinbart. Dadurch wird insbesondere bei der Schlaganfallversorgung eine Lücke im Düsseldorfer Gesundheitswesen geschlossen.

    Das zukünftig am LVR-Klinikum Düsseldorf (Bergische Landstr. 2) angesiedelte Zentrum für Neurologie und Neuropsychiatrie (ZNN) wird Diagnostik und Therapie bei drei sehr häufigen neurologischen Erkrankungen, bei denen oft gleichzeitig psychische Störungen auftreten, verbessern. Dazu zählen Schlaganfall, Epilepsie sowie neurodegenerative Erkrankungen wie Demenzen.

    Durch das neue Zentrum für Neurologie und Neuropsychiatrie (ZNN) werden die bislang bei neurologischen Erkrankungen unterversorgten Stadtteile im Düsseldorfer Nordosten besser gestellt. Vor allem bei einem Schlaganfall zählt jede Minute, daher verbessern kürzere Anfahrtswege in eine spezialisierte neurologische Klinik die Heilungschancen der Patienten erheblich. Das ZNN wird einen neurologischen Aufnahmedienst an sieben Tagen in der Woche und an 24 Stunden pro Tag bereit halten. Das ZNN wird im Frühjahr 2012 den Betrieb aufnehmen.

    Das Zentrum wird unter der Leitung von Professor Wolfgang Gaebel, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, LVR-Klinikum Düsseldorf, und Professor Hans-Peter Hartung, Neurologische Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf, stehen. Es wird aus den Funktionsbereichen Neurologie (gebildet aus der bisherigen Abteilung für Neurologie des LVR-Klinikums Düsseldorf), Neuropsychiatrie (als Teil des Fachbereichs Psychiatrie und Psychotherapie des LVR-Klinikums Düsseldorf), Radiologische Diagnostik und Internistische Betreuung (jeweils des Universitätsklinikums Düsseldorf, UKD) bestehen. Die im ZNN zur Verfügung stehenden Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten sollen eine rasche neurologische stationäre Versorgung sicherstellen. Dazu gehören neben der Neuanschaffung und Aufstellung eines Kernspintomographiegerätes im LVR-Klinikum Düsseldorf auch die Einrichtung einer Notfallaufnahme für Patienten mit neurologischen Erkrankungen sowie der Ausbau der neuropsychiatrisch-psychotherapeutischen Therapieangebote des LVR-Klinikums Düsseldorf, wovon auch die psychiatrischen Patientinnen und Patienten des LVR-Klinikums Düsseldorf unmittelbar profitieren werden.

    Für Professor Wolfgang H.-M. Raab, den Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums, ist die nun vertraglich beschlossene Zusammenarbeit ein Gewinn für alle: „Die Versorgungssituation im Düsseldorfer Norden verbessert sich, die medizinische Expertise und die Möglichkeiten des Universitätsklinikums als maximalversorgendes Krankenhaus stehen sowohl im internistisch-neurologischen, wie auch im neurochirurgischen Bereich zur Verfügung - zum Vorteil betroffener Patienten. Dieses Projekt ist die konsequente Fortsetzung einer fast 100jährigen Tradition.“

    Professor Wolfgang Gaebel, Ärztlicher Direktor des LVR-Klinikums Düsseldorf, freut sich über die Einrichtung des ZNN: „Durch die noch engere Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Düsseldorf wird sich regional die Versorgung von Menschen mit Schlaganfällen und überregional die Versorgung von Menschen mit Epilepsie oder Demenzerkrankungen deutlich verbessern. Gerade bei diesen Erkrankungen ist das Zusammenwirken von Neurologie und Psychiatrie entscheidend für den Therapieerfolg. Darüber hinaus hoffen wir, neue Forschungsansätze zum Verständnis psychischer und neurologischer Erkrankungen und deren Therapie verwirklichen und Forschungserkenntnisse rascher in die klinische Praxis übernehmen zu können. Vom ZNN profitieren vor allem die Bürger Düsseldorfs, die nun eine bessere Versorgung nicht nur in Notfällen, sondern auch in Spezialfällen erhalten.“

    Auch Professor Hans-Peter Hartung, Direktor der Neurologischen Klinik des UKD, ist von den vielen Vorteilen des ZNN überzeugt: „Die nun schon seit über 100 Jahren währende Zusammenarbeit des Universitätsklinikums Düsseldorf und des LVR-Klinikums Düsseldorf wird weiter ausgebaut. Sie zielt auf die interdisziplinäre Behandlung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen unter einem Dach. Dadurch können viele Abläufe noch effizienter gestaltet werden und sich neue Potenziale für Therapien entfalten.“

    Pressekontakt:
    Frank Wiedemeier, LVR-Klinikum Düsseldorf, E-Mail: frank.wiedemeier@lvr.de Telefon: 0211 - 854 90 65, Telefax: 0211 - 854 90 69

    Susanne Dopheide, Pressesprecherin Universitätsklinikum Düsseldorf, E-Mail: susanne.dopheide@med.uni-duesseldorf.de, Telefon: 0211 - 81- 0 41 73


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-duesseldorf.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    regional
    Kooperationen, Organisatorisches
    Deutsch


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