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02.11.2011 07:49

Erkenntnisse zu Demenz - dem Geheimnis der Kommunikation unserer Gehirnzellen auf der Spur

Sabine Ranke-Heinemann Pressestelle
Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann

    Forscher des Queensland Brain Institute (QBI) der University of Queensland, Australien, haben im Rahmen einer Studie bedeutende Einblicke in die komplexen Kommunikationsmechanismen menschlicher Gehirnzellen gewonnen.

    Erst kürzlich wurden die Untersuchungsergebnisse in der Wissenschaftszeitschrift „Nature Communications" veröffentlicht. Sie zeigen, dass die Lipide (Fette) der Gehirnzellenmembran die Bewegung kleiner Bläschen, so genannter Vesikel, kontrollieren. Diese Vesikel speichern chemische Botenstoffe, die wiederum als Neurotransmitter bezeichnet werden.

    QBI Professor Frederic Meunier leitete die Untersuchungen und erklärte, dass die Ergebnisse auf die experimentelle Verwendung bestimmter Verbindungen zurückzuführen sind, die die Zellmembran beeinträchtigen. „Unsere Untersuchungsergebnisse zeigen, wie kleinste Veränderungen der Lipidzusammensetzung unserer Neuronen eine verheerende Auswirkung auf die Zellkommunikation in unserem Gehirn ausüben können."

    „Wir haben herausgefunden, dass das Lipid Phosphatidylinositol (4.5) Bisphosphat für die Mobilisierung und Bewegung sekretorischer Vesikel zur Plasmamembran neurosekretorischer Zellen verantwortlich ist“, teilte er mit.

    Wenn Wissenschaftler mehr über den Mechanismus erfahren, der für die Freisetzung von Neurotransmittern verantwortlich ist, wird ihnen dies bei dem andauernden Kampf gegen eine Vielzahl von Krankheiten helfen, die sich auf die neuronale Kommunikation im Gehirn auswirken, so Professor Meunier.

    „Es ist bereits bekannt, dass die Demenzentwicklung bei Alzheimerpatienten auf die Veränderungen der Lipidzusammensetzung zurückzuführen ist. Wir hoffen, dass die Entwicklung neuartiger Zusammensetzungen, die auf die Lipidkomposition biologischer Membranen abzielen, die Behandlungsmethoden solcher Gehirnerkrankungen verbessern wird."

    Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der biomedizinischen Fakultät der University of Queensland, der Flinders University im australischen Bundesstaat South Australia, dem Centre for Cell Signalling des Institute of Cancer in London, dem Australian Centre for Blood Diseases der Monash University in Melbourne und dem Max Planck Institut für Biochemie durchgeführt.

    Weitere Informationen:

    Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
    Pressestelle
    Friedrichstr. 95
    10117 Berlin
    Email: berlin@ranke-heinemann.de
    Tel.: 030-20 96 29 593

    oder

    Frederic Meunier
    Associate Professor, QBI
    Tel: 0061 7 3346 6373
    Email: f.meunier@uq.edu.au

    Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist das gemeinnützige Studierendensekretariat aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Europa, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.


    Weitere Informationen:

    http://www.ranke-heinemann.de
    http://www.ranke-heinemann.tv
    http://www.ranke-heinemann.at


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


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