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14.11.2011 14:08

Deutsches Zentrum für Lungenforschung gegründet

Lisa Dittrich Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Justus-Liebig-Universität Gießen

    JLU-Mediziner Prof. Dr. Werner Seeger ist Sprecher und Vorsitzender des neuen Zentrums mit Sitz in Gießen

    Unter Federführung des LOEWE-Zentrums Universities of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC) ist am heutigen Montag das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) gegründet worden. Das DZL ist eines von sechs Nationalen Gesundheitsforschungszentren, die in den kommenden Jahren mit erheblichen Fördermitteln des Bundes und der Sitzländer der Zentren auf- und ausgebaut werden und sich den wichtigsten Volkskrankheiten widmen sollen. Mit dem DZL, das seinen Sitz in Gießen haben wird, werden in Deutschland die besten Kräfte auf dem Gebiet der Lungenforschung gebündelt, damit neue Therapien entwickelt und Patienten mit Lungenerkrankungen in Zukunft besser medizinisch versorgt werden können. Vorsitzender und Sprecher des DZL ist der Gießener Mediziner Prof. Dr. Werner Seeger. Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), der bei der Vereinsgründung in Frankfurt am Main anwesend war, zeigte sich erfreut über die tragende Rolle der seiner Universität beim DZL: „Für den biomedizinischen Schwerpunkt der JLU ist es ein herausragender Erfolg, am Ende eines hoch kompetitiven Verfahrens mit internationaler Begutachtung Gründungsstandort und Sitz eines der neuen deutschen Zentren für Gesundheitsforschung geworden zu sein.“

    Das UGMLC wurde im Jahre 2010 im Rahmen des hessischen Landesexzellenzprogramms LOEWE als Forschungszentrum gegründet und wird von Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger (Gießen), Prof. Dr. Harald Renz (Marburg) und Prof. Dr. Werner Seeger (Gießen) geleitet. „Besonders stolz sind wir, dass es dem UGMLC bereits nach so kurzer Laufzeit gelungen ist, die Anerkennung als führendes Zentrum im Deutschen Zentrum für Lungenforschung zu erlangen: dieses ist auch ein großer Erfolg der LOEWE-Initiative der hessischen Landesregierung“, sagte Prof. Grimminger anlässlich der Gründung.

    Neben dem UGMLC umfasst das DZL vier weitere Lungenforschungsverbünde, die in Kiel/Lübeck, Hannover, Heidelberg und München angesiedelt sind. Im Mittelpunkt steht die Erforschung der großen Volkskrankheiten der Lunge: Asthma und Allergie, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD), zystische Fibrose, Lungenentzündung, akutes Lungenversagen in der Intensivmedizin, Lungenfibrose, Lungenhochdruck, Lungenkrebs und chronisches Lungenversagen mit Lungentransplantation. „In allen Zentren werden Patienten mit diesen Lungenerkrankungen auf höchstem internationalem Niveau medizinisch versorgt. Sie erhalten zudem Zugang zu den jeweils neuesten Therapieformen. Ziel des DZL ist es, eine weltweit führende Rolle in der Entwicklung neuer Behandlungsverfahren bei Lungenerkrankungen einzunehmen“, so Prof. Seeger.

    Lungenerkrankungen werden trotz ihrer Häufigkeit noch nicht ausreichend als Volkskrankheiten wahrgenommen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind heute vier Lungenerkrankungen unter den zehn weltweit häufigsten Todesursachen. Bis 2030 wird ein weiterer starker Anstieg der Fallzahlen prognostiziert.

    Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) bündelt die deutsche Expertise im Bereich der pneumologischen Forschung und Klinik. Vereinssitz des DZL ist Gießen. Ziel des DZL ist es, über einen neuartigen, integrativen Forschungsansatz Antworten auf offene Fragen in der Erforschung von Lungenkrankheiten zu finden und damit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung von Vorsorge, Diagnose, individualisierter Therapie und optimaler Versorgung von Patienten zu leisten.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Werner Seeger, Vorsitzender des DZL
    Universities of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC)
    Justus-Liebig-Universität Gießen
    Medizinische Klinik II
    Klinikstraße 33, 35392 Gießen
    Telefon: 0641 985 42350


    Weitere Informationen:

    http://www.dzg-lungenforschung.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Organisatorisches
    Deutsch


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