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17.11.2011 10:42

Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) präsentiert innovative Lösungen auf der MEDICA 2011

Gudrun Quandel Pressestelle
Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

    Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) präsentiert mit Visible Light
    Communication und 3D Shape Sensing zwei innovative Lösungsansätze
    für die Medizintechnik im OP-Bereich auf der MEDICA 2011, dem Weltforum
    der Medizin, in Halle 16, Stand C55 vom 16. bis 19. November 2011
    in Düsseldorf.

    Visible Light Communication - Daten aus der OP-Lampe

    Mit ‚Visible Light Communication’ präsentiert das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut
    eine neue breitbandige Übertragungstechnik. Über handelsübliche LED-Leuchten
    werden Datenströme im sichtbaren Licht auf Computer oder andere kommunikationsfähige
    Endgeräte übertragen. Die Bandbreite beträgt 10 bis 100 Mbit/s.
    Im Labor wurden bereits bis zu 800 Mbit/s Übertragungskapazität erreicht. Diese
    Übertragungstechnik, die die energieeffiziente Elektronik der LED-Technik nutzt,
    eignet sich sowohl zum Verteilen breitbandiger Videoströme als auch für die
    bidirektionale Kommunikation – von der Internet-Nutzung bis zur Videokonferenz.
    Die optische drahtlose Technologie kann dort eingesetzt werden, wo Wireless
    LAN nicht erwünscht ist – zum Beispiel in Krankenhäusern mittels OP-Leuchten,
    die häufig standardmäßig bereits mit LED‘s ausgestattet sind. Die Nutzung von
    sichtbarem Licht hat zusätzlich den Vorteil, dass durch den Lichtkegel die
    Ver-breitung und Zugänglichkeit von Daten erkennbar ist. Die Grundlagen für
    die Visible Light Communication hat das Fraunhofer HHI gemeinsam mit den
    Industriepartnern Siemens und France Telecom Orange Labs im EU-Projekt
    OMEGA entwickelt.

    3D Shape Sensing - Navigation in der minimal-invasiven Chirurgie

    3D-Shape-Sensing kann die Navigation in der minimal-invasiven Chirurgie
    verbessern – durch die Anwendung von fiber Bragg gratings (FBG).
    Das sogenannte 3D-Shape-Sensing ist ein neuer Ansatz, der auf zwei wesentlichen
    Basistechnologien beruht, die derzeit im Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut
    entwickelt werden. Zum einen stützt sich der Ansatz auf die Anwendung von
    fiber Bragg gratings (FBG), die als Filterstrukturen in jeden optischen Leiter eingebracht
    werden können. Ein Vorteil des 3D-Shape-Sensing ist, dass die Leiter in
    herkömmliche Telekomfasern eingearbeitet werden und nicht wie sonst üblich
    in speziell dotierte Fasern zu deutlich höheren Preisen. Der Leiter und die Fasern
    werden kombiniert mit Arrayed-Waveguide-Komponenten (AWG´s), die ebenfalls
    aus der Telekommunikation bekannt sind und hier für spektrale Auswertungen
    verwendet werden. Beide Technologien können hervorragend zu einer Messeinheit
    zusammengeführt werden, die hochkompakt, kosten- und energieeffizient
    sowie frei von elektromagnetischen Emissionen ist. Mit dieser Lösung ist sowohl
    das Online- als auch das In-Sito-Monitoring von Temperatur, Verbiegung
    und die Generierung von hochgenauen 3D-Profilen möglich.

    Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut ist weltweit führend in der Entwicklung von
    mobilen und festen Breitband-Kommunikationsnetzen und Multimedia-Systemen.
    Ob photonische Komponeten und Systeme, faseroptische Sensorsysteme oder
    High Speed Hardware Architekturen – im Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut wird
    zusammen mit internationalen Partnern aus Forschung und Industrie und für
    den internationalen Markt an Infrastrukturen für die zukünftige Gigabit-Society
    gearbeitet. Daneben werden zukünftige Anwendungen für die Breitband-Netze
    entwickelt – Forschungsschwerpunkte sind 3D-TV, 3D-Display, HD-TV, Mensch-
    Maschine-Interaktion durch Gestensteuerung sowie die Bildsignalverarbeitung
    und -übertragung und die interaktive Mediennutzung. Die Verbindung der verschiedenen
    Kompetenzfelder des Fraunhofer HHI führt zu innovativen Lösungsansätzen
    für die Medizintechnik.


    Weitere Informationen:

    http://www.hhi.fraunhofer.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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