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24.11.2011 15:30

Tabubrecher-Kampagne mit dem DGPPN-Anti-Stigma-Preis 2011 ausgezeichnet

Dr. Thomas Nesseler Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

    Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) hat in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit und dem Verein "Open the doors e.V." zum achten Mal den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten DGPPN-Anti-Stigma-Preis verliehen. Ausgezeichnet wurde das Aktionsjahr „Tabubrecher“ des Beratungscafés unplugged in Mainz. Die Preisverleihung fand am 24. November 2011 im Rahmen des diesjährigen DGPPN-Kongresses statt.

    Im Rahmen des Aktionsjahrs „Tabubrecher“ wurde mit Vorurteilen über und der Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Erkrankungen aufgeräumt. Dafür ist das Projekt nun mit dem DGPPN-Anti-Stigma-Preis ausgezeichnet worden. Mit zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen, Videobeiträgen, einem eigenen Tabubrecher-Song sowie einer T-Shirt-Aktion wurde 2011 in der Region Mainz für einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen geworben. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Roswita Beck, Gattin des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, und wurde vom Beratungscafé unplugged in Mainz ins Leben gerufen. Das Beratungscafé unplugged wird von der Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen getragen und bietet seit Oktober 2005 jungen Menschen mit psychischen Erkrankungen zwischen 16 und 27 Jahren einen Rückzugsraum sowie zahlreiche Beratungs- und Freizeitangebote. Die Idee zum Aktionsjahr ist aus den Erfahrungen der Besucher des Beratungscafés unplugged entstanden, die häufig im Alltag mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Das Projekt wird von den Besuchern getragen und aktiv mitgestaltet. Mit dem Preisgeld planen die Initiatoren das Tabubrecher-Projekt mit neuen Aktionen im Jahr 2012 fortzuführen. „Durch die überzeugende Öffentlichkeitsarbeit, gut verständliche Informationen und Begegnungsmöglichkeiten von Bürgern mit Betroffenen werden Vorurteile abgebaut“, heißt es in der Jurybegründung.

    Unter den zahlreichen Bewerbungen hob die Jury außerdem gesondert das Theaterprojekt „Club in der Psychiatrie: Verrückte“ des LWL-Universitätsklinikums Bochum und des Jungen Schauspielhauses Bochum sowie das Angebot „Betreutes Wohnen in Familien“ der LVR-Klinik Bedburg-Hau lobend hervor.

    Der DGPPN-Anti-Stigma-Preis würdigt das Engagement von Personen, Institutionen oder Selbsthilfegruppen, die sich um die nachhaltige gesellschaftliche Integration von Menschen mit psychischen Erkrankungen besonders verdient gemacht haben. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) vergibt den Preis in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit und dem Antistigma-Verein "Open the doors e.V." Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird gestiftet von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Die DGPPN unterstützt den Preis mit 1.000 Euro.

    Kontakt:
    Prof. Dr. med. Wolfgang Gaebel
    Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
    Heinrich-Heine-Universität
    Bergische Landstrasse 2
    40629 Düsseldorf
    Tel.: 0211/ 922-2000
    Fax: 0211/ 922-2020
    E-Mail: wolfgang.gaebel@uni-duesseldorf.de


    Weitere Informationen:

    http://www.dgppn.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/article/307/tabubrec...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Psychologie
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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