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07.12.2011 10:57

Mit Innovationen auch in einem schwierigen Umfeld erfolgreich

Frauke Nippel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
TSB Technologiestiftung Berlin

    Biotechnologie in Berlin-Brandenburg zieht Bilanz

    Am gestrigen Nachmittag haben BioTOP Berlin-Brandenburg und der Biotechnologieverbund bbb e.V. zur jährlichen BioBilanz eingeladen, die in diesem Jahr in der Brandenburger Landesvertretung beim Bund stattfand. Die Biotech-Branche der Hauptstadtregion zog zum Abschluss des Jahres ein weitgehend positives Fazit.

    „Der Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg hat sich als einer der attraktivsten Forschungs- und Gesundheitsstandorte in Europa etabliert und profitiert nachhaltig von der starken Biotechnologiebranche vor Ort“, so Dr. Kai Bindseil, Leiter von BioTOP Berlin-Brandenburg. Gegenwärtig bieten die etwa 200 Unternehmen der Branche um die 4000 Arbeitsplätze in der Hauptstadtregion. Die zumeist kleinen und mittleren Unternehmen sowie die großen international agierenden Firmen, die sich in der Region angesiedelt haben, bringen vielversprechende Produkte für unterschiedlichste Anwendungen auf den Weg. Dazu gehören z.B. die von der Mologen AG entwickelten Immuntherapien gegen Krebs, neuartige Diagnostika der Thermo Fisher Scientific (B•R•A•H•M•S GmbH) oder Produkte und Dienstleistungen der ifp GmbH für die Lebensmittelanalytik.

    Staatssekretär Heidemanns vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg ergänzt: „Herzlichen Dank an unsere Netzwerker, Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen für ein wirklich gutes Jahr. Die Hauptstadtregion punktet national und international durch innovative Lösungen, z. B. in Telemedizin, biobasierter Diagnostik und neuer Immuntherapien und erschließt damit Wachstumspotentiale. Besonders zu begrüßen ist, dass sie sich gleichzeitig vorbildlich um die Fachkräftesicherung in der Region kümmert, z. B. durch das Konzept Call-a-Scientist“.

    Bessere Finanzierungsmöglichkeiten und Ausbau der Infrastruktur gefragt
    Aber auch nachdenkliche Töne waren zu hören. Große Probleme der Branche, in der Produktentwicklungen extrem zeitaufwendig und teuer sind, resultieren aus der schlechten Lage an den internationalen Finanzmärkten und den schwierigen Rahmenbedingungen in Deutschland. Derzeit scheuen sich Risikokapitalgesellschaften, Gelder in die Branche zu investieren. "Innovation braucht Akzeptanz. Sie ist Voraussetzung für tragfähige Rahmenbedingungen. Gerade in der für die Biotechbranche besonders wichtigen Gesundheitswirtschaft werden Innovationen aber häufig primär als Kostenfaktor gesehen und negativ bewertet. Hier fehlt es an einer Debatte, was uns der Fortschritt wert ist", sagte Dr. Norbert Gerbsch, der Vorsitzende des Biotechnologieverbundes Berlin-Brandenburg.

    Die Infrastruktur – und hier vor allem die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in den zahlreichen Technologieparks der Region Berlin-Brandenburg – genießt international ein hohes Ansehen. So stehen an Standorten wie Berlin-Buch und Adlershof, in Potsdam, Hennigsdorf und Luckenwalde mehr als 150.000 qm Laborflächen zur Verfügung. Allerdings fehlen Produktionsflächen und der Platz für Neuansiedlungen ist extrem knapp. „Wir dürfen uns nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen. Vor allem die Infrastruktur muss weiter ausgebaut werden, um neue, attraktive Ansiedlungen zu ermöglichen“, so der Appell von Dr. Kai Bindseil.

    Für die nächsten Jahre erwarten die Experten aber dennoch eine weiterhin überdurchschnittliche Entwicklung in der Region. Neue Impulse für die Biotechnologie sind insbesondere an den Schnittstellen zu anderen Branchen zu erwarten. Wie auch die Veranstaltung zeigte, betrifft dies vor allem biologisch funktionalisierte Medizinprodukte, neuartige Biopolymere und die zunehmende Verknüpfung diagnostischer und therapeutischer Verfahren mit Informationstechnologien.

    Bundesweite Kampagne für Biotechnologie
    Erstmalig war die BioBilanz als Teil der Kampagne „biotech-inside“ in einem bundesweiten Rahmen eingebettet. Mit Veranstaltungen in ganz Deutschland möchte man mit der Kampagne auch einer breiteren Öffentlichkeit zeigen, dass biotechnologische Produkte und Verfahren eine zukunftsweisende Grundlage für die Gesundheit, die Ernährung und den Umweltschutz bilden. Weitere Informationen dazu unter:
    www.biodeutschland.org/biotechinside.html

    BioTOP ist die zentrale Anlaufstelle für alle Belange der Biotechnologie in der Hauptstadtregion. BioTOP ist eine gemeinsame Initiative der Länder Berlin und Brandenburg in der TSB Innovationsagentur Berlin GmbH und Teil des Clustermanagements Gesundheitswirtschaft. Ziel ist es, durch Vernetzung aller relevanten Akteure die regionalen Aktivitäten in der Biotechnologie zu koordinieren und konkrete Projekte zu initiieren, um die Spitzenposition der Region in der Biotechnologie weltweit auszubauen. www.biotop.de

    Der Biotechnologieverbund Berlin-Brandenburg e.V. ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Institutionen und Unternehmen, um die Entwicklung der Biotechnologie in der Region zu fördern.
    www.biotech-verbund.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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