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08.12.2011 16:57

Leibniz-Preis für Gunther Hartmann und Christian Kurts

Johannes Seiler Abteilung Presse und Kommunikation
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

    Zwei Wissenschaftler der Universität Bonn teilen sich den Leibniz-Preis: Prof. Dr. Gunther Hartmann und Prof. Dr. Christian Kurts erhalten für ihre herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Immunologie die mit 2,5 Millionen Euro dotierte Auszeichnung der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Rektor Prof. Dr. Jürgen Fohrmann und Kanzler Dr. Reinhardt Lutz gratulierten den Wissenschaftlern persönlich zum „deutschen Nobelpreis“.

    Mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis, den sich Prof. Hartmann und Prof. Kurts teilen, werden hervorragende Forscher für herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet. Prof. Dr. Gunther Hartmann, Leiter des Instituts für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie des Universitätsklinikums Bonn, seien bahnbrechende Entdeckungen in der Aufklärung der Wirkungsweise der körpereigenen Abwehr gelungen. Er habe einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung neuer Behandlungsmittel geleistet, begründet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Preisverleihung.

    Prof. Dr. Christian Kurts, Direktor des Instituts für Experimentelle Immunologie, erhält den Leibniz-Preis unter anderem für seine Arbeiten zur Aufklärung der Funktion der Kreuzpräsentationen von Antigenen. Dabei geht es um ein lange ungeklärtes Rätsel, wie Immunantworten gegen Viren und Krebs zustande kommen. Prof. Kurts zähle zu den angesehensten deutschen Immunologen, der auch international höchste Wertschätzung genieße, so die DFG in ihrer Begründung.

    „Die Ehrung ist für die beiden Wissenschaftler hoch verdient“, sagte Rektor Prof. Dr. Jürgen Fohrmann. „Ich freue mich sehr darüber. Der Leibniz-Preis zeichnet die herausragenden Leistungen von Professor Hartmann und Professor Kurts aus, gleichzeitig ist er ein Gütesiegel für die Immunologie und die medizinische Forschung unserer Forschungsuniversität.“

    Prof. Dr. Gunther Hartmann (45) studierte Medizin in Ulm und forschte unter anderem in Iowa (USA). 1999 habilitierte er sich in München und leitete dort die Forschung in der Klinischen Pharmakologie. Im Jahr 2005 erhielt er einen Ruf auf die Professur für Klinische Pharmakologie an der Universität Bonn. Seit 2007 leitet er das Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie. Darüber hinaus ist Prof. Hartmann seit 2008 Vorsitzender der BONFOR-Kommission zur Förderung der Forschung an der Medizinischen Fakultät. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem BioFuture-Preis des Bundesforschungsministeriums.

    Prof. Dr. Christian Kurts (47) studierte Medizin in Göttingen und promovierte in Immunologie. Drei Jahre forschte er in Melbourne (Australien) bei dem berühmten Immunologen Jacques Miller. 1999 folgten in Hannover die Habilitation und 2000 der Facharzt für Innere Medizin. Anschließend leitete Prof. Kurts am Universitätsklinikum Aachen eine Forschergruppe. Bevor er im Jahr 2003 einen Ruf auf die Professur für molekulare Immunologie an die Universität Bonn erhielt, war Prof. Kurts noch einige Monate Gastwissenschaftler in San Diego (USA). Seit 2009 ist der Wissenschaftler Direktor des Instituts für Experimentelle Immunologie. Er wurde unter anderem mit dem Sir Hans Krebs-Preis ausgezeichnet.

    Die Wissenschaftler sind auch in den Antrag für das Exzellenzcluster „ImmunoSensation“ im Rahmen der Exzellenzinitiative eingebunden. Mit dem Vorhaben soll das Verständnis immunologischer Vorgänge grundlegend erweitert werden. Daran sind neben der Universität Bonn auch das Forschungszentrum Caesar und das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn beteiligt. Der Antrag hat die erste Hürde genommen, eine endgültige Entscheidung wird für Mitte nächsten Jahres erwartet.

    Die DFG ehrt mit dem Leibniz-Preis insgesamt elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Prof. Hartmann und Prof. Kurts von der Universität Bonn sind die einzigen Wissenschaftler in Nordrhein-Westfalen, die nun den Leibniz-Preis erhalten. Die Ehrung gilt als „deutscher Nobelpreis“ und ist einer der höchst dotierten Preise, die in Deutschland regelmäßig an Wissenschaftler vergeben werden. Das Preisgeld von bis zu 2,5 Millionen Euro ist für Forschungsarbeiten vorgesehen. Den Preisträgern werden bei der Verwendung der Mittel größtmögliche Freiheiten eingeräumt. Die Preisverleihung findet am 27. Februar 2012 in Berlin statt.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Christian Kurts
    Institut für Experimentelle Immunologie
    Tel: 0228/28711050
    E-Mail: ckurts@uni-bonn.de

    Prof. Dr. med. Gunther Hartmann
    Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie
    Tel. 0228/28716080
    E-Mail: gunther.hartmann@ukb.uni-bonn.de


    Weitere Informationen:

    http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/343-2011 Fotos zu dieser Pressemitteilung


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Medizin
    überregional
    Personalia, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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