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08.01.2012 13:52

Volker Haucke ist neuer Direktor des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie

Silke Oßwald Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP)

    Prof. Dr. Volker Haucke ist neuer Direktor des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin. Der renommierte Zellbiologe forschte und lehrte bislang an der Freien Universität Berlin am Institut für Chemie und Biochemie. Im Zentrum seiner Forschung steht die Visualisierung und Beeinflussung des intrazellulären Membranverkehrs, insbesondere in Nervenzellen.

    Volker Haucke, Jahrgang 1968, studierte Biochemie an der Freien Universität Berlin und der Universität Basel und promovierte 1997 am Biozentrum Basel. Im Anschluss forschte er an der Yale Universität und wurde 2003 an der Universität Göttingen habilitiert. Im selben Jahr folgte er einem Ruf an die Freie Universität Berlin und nahm eine Professur für Biochemie an. Seit Anfang 2012 ist er Direktor des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin-Buch.
    Die Themen seiner Forschung sind die Verkehrswege in und aus Zellen: die Endo- und Exozytose. Ein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf die Entwicklung von Wirkstoffen, die diese Vorgänge beeinflussen und das Studium von Nervenzellen.
    Seit Jahren arbeiten Haucke und seine FU-Arbeitsgruppe in unterschiedlichen Kooperationen mit Arbeitsgruppen des FMP zusammen. So entwickelten die Forscher kürzlich in einer gemeinsamen Forschungsarbeit mit der „Screening–Unit“ kleine Moleküle, die einen zentralen Transportweg in Körperzellen stoppen, der neben wichtigen Signalmolekülen auch krankheitserregende Organismen wie das menschliche Immunschwäche-Virus (HIV) oder Bakterien in die Körperzellen leitet. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift CELL veröffentlicht.
    „Wir freuen uns sehr, dass wir einen jungen, dynamischen und international renommierten Zellbiologen für unser Institut gewinnen konnten, sagt Prof. Hartmut Oschkinat, der das Institut in den letzten drei Jahren kommissarisch leitete.
    Neben den bereits bestehenden gemeinsamen Projekten entstehen neue Ideen und Strategien für die Weiterentwicklung des Instituts. Volker Haucke fügt hinzu: „Ich freue mich auf meine Aufgabe und auf neue Gestaltungsmöglichkeiten am FMP und in der Leibniz-Gemeinschaft. Ich bin begeistert von den neuen Möglichkeiten, die sich dort für unsere Forschung auftun. Das FMP betreibt Spitzenforschung und bietet eine optimale Grundlage für interdisziplinäre Fragestellungen. Zudem ist es mit modernsten Technologieplattformen ausgestattet.“ Intensivieren möchte er in Zukunft die Forschung an neuen therapeutischen Ansätzen und molekularer Bildgebung sowie die Entwicklung von Werkzeugen zur Manipulation biologischer Vorgänge. Darüber hinaus setzt er sich für eine Kooperation mit der Freien Universität Berlin in Ausbildung und Forschung ein. Zusätzliche Lehrangebote sollen die Attraktivität des FMP auch für Studierende erhöhen.
    Prof. Dr. Volker Haucke tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Walter Rosenthal an, der im Januar 2009 als wissenschaftlicher Direktor an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch (MDC) wechselte.

    Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP): Im Mittelpunkt der Grundlagenforschung am FMP stehen die wichtigsten Bausteine des Lebens, die Proteine. Dabei handelt es sich um unendlich wandelbare Moleküle – sie katalysieren Reaktionen, übermitteln Signale und sind damit die häufigsten Zielstrukturen für Pharmaka. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen mit unterschiedlichen Methoden die Form der Protein-Moleküle, wie sie funktionieren und mit welchen Wirkstoffen man sie beeinflussen kann. Ziel ist es, Wirkstoffe zu finden, die an Proteine binden und deren Funktionen ändern können. Diese kommen dann als Werkzeuge für die Forschung sowie als Bausätze für neue Arzneimittel in Frage.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Volker Haucke
    Tel: +49-30-838 56922
    Fax:+49-30-838 56919
    E-mail: volker.haucke@fu-berlin.de

    Öffentlichkeitsarbeit:
    Silke Oßwald
    Tel: +49-30-94793-104
    Fax: +49-30-94793-109
    E-mail: osswald@fmp-berlin.de
    http://www.fmp-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie, Medizin
    überregional
    Personalia
    Deutsch


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