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18.01.2012 17:09

Forum Bioethik: Hirntod u. Organentnahme. Gibt es neue Erkenntnisse zum Ende d menschlichen Lebens?

Ulrike Florian Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Ethikrat

    Vorträge mit anschließender Podiumsdiskussion

    Mittwoch, 21. März 2012, 18:00 Uhr s. t.
    Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal
    Markgrafenstraße 38
    10117 Berlin

    (U2 Hausvogteiplatz, U6 Französische Straße oder Stadtmitte)

    Anmeldung erforderlich bis zum 14. März 2012 unter www.ethikrat.org.

    Für Hörgeschädigte steht während der Veranstaltung eine Simultanmitschrift zur Verfügung.

    Zum Thema

    Die Entnahme von lebensnotwendigen Organen ist nach dem geltenden Transplantationsrecht nur zulässig, wenn der Tod des Organspenders festgestellt wurde. Der Nachweis des Todes entspricht dem Erkenntnisstand der medizinischen Wissenschaft. Als Organspender kommen nur Personen infrage, bei denen der Hirntod – gemeint ist der Zustand des irreversiblen Ausfalls aller Hirnfunktionen – einwandfrei festgestellt wurde.

    Nicht erst seit der Veröffentlichung eines White Paper des President’s Council on Bioethics in den USA im Jahre 2008 ist die Debatte darüber, ob hirntote Menschen tatsächlich tot sind, erneut in den Fokus der Öffentlichkeit geraten.

    Unstrittig ist, dass mit dem Hirntod der irreversible Verlust aller Hirnfunktionen einhergeht. Allerdings können aufgrund intensivmedizinischer Behandlungsmöglichkeiten andere Körperfunktionen aufrechtererhalten werden. Berichte über Reaktionen auf Schmerzreize und die Möglichkeit der Fortführung einer Schwangerschaft werfen Fragen auf, inwieweit der Hirntod tatsächlich den Tod des Menschen markiert oder ob er nur einen unumkehrbaren Sterbeprozess einleitet.

    Der Deutsche Ethikrat möchte die Öffentlichkeit über die aktuelle Debatte informieren, mit den eingeladenen Experten in einen interdisziplinären Diskurs eintreten, an dem auch das Publikum beteiligt werden soll. Dabei ist der Frage nachzugehen, wie im Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit der Organtransplantation und dem Schutz der Menschenwürde ein ethisch gebotener und verantwortungsvoller Umgang mit hirntoten Menschen aussehen kann.

    Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen folgende Aspekte:
    • Gibt es neue Erkenntnisse zum Ende des menschlichen Lebens?
    • Sollte die Praxis der Organentnahme überdacht werden?
    • Welche moralischen Verpflichtungen haben wir gegenüber hirntoten Menschen?

    18:00 bis 19:00 Uhr
    Medizinische Betrachtung des Hirntods

    Prof. D. Alan Shewmon, MD, UCLA Medical Center
    PD Dr. med. Stefanie Förderreuther, Ludwig-Maximilians-Universität München

    Fragen aus dem Publikum

    19:00 bis 20:45 Uhr
    Ethische Betrachtung des Hirntods

    Prof. Dr. phil. Ralf Stoecker, Universität Potsdam
    Prof. Dr. phil. Michael Quante, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

    Podiumsdiskussion

    Teilnehmer:
    Prof. Dr. phil. Ralf Stoecker, Universität Potsdam
    Prof. Dr. phil. Michael Quante, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
    Prof. Dr. med. habil. Dr. phil. Dr. theol. h. c. Eckhard Nagel, Mitglied des Deutschen Ethikrates
    Prof. Dr. theol. Eberhard Schockenhoff, Stv. Vorsitzender des Deutschen Ethikrates

    Moderation:
    Prof. Dr. phil. Dr. h. c. Volker Gerhardt, Mitglied des Deutschen Ethikrates

    Diskussion mit dem Publikum


    Weitere Informationen:

    http://www.ethikrat.org/veranstaltungen/forum-bioethik/fb-hirntod


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Philosophie / Ethik, Recht
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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