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23.01.2012 12:24

Medizinethiker Urban Wiesing in Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina berufen

Dr. Ellen Katz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Tübingen

    Prof. Dr. med. Dr. phil. Urban Wiesing, Leiter des Instituts Ethik und Geschichte der Medizin an der Medizinischen Fakultät Tübingen wurde im Dezember 2011 in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina berufen.
    Außerdem ist der Tübinger Medizinethiker Mitglied in eine Arbeitsgruppe des Weltärztebundes gewählt worden, die bis 2014 die „Deklaration von Helsinki“ überarbeitet. Die Deklaration gilt als wichtigstes Dokument ärztlicher Standesauffassung.

    Der Weltärztebund hat darin die ethischen Grundsätze für die medizinische Forschung am Menschen festgeschrieben. Dieser Standard wird regelmäßig an die Entwicklungen und globalen Rahmenbedingungen der medizinischen Forschungslandschaft angepasst. Prof. Wiesing arbeitete bereits 2008 an der letzten Revision der Deklaration mit.

    Prof. Urban Wiesing wurde 1998 auf den Lehrstuhl Ethik der Medizin der Universität Tübingen berufen, damals der erste Lehrstuhl dieser Art in Deutschland. Er hat sich unter anderem auf die ethischen Aspekte der modernen Technologie in der Medizin spezialisiert. Er ist zudem Sprecher des Arbeitskreises „Universität Tübingen im Nationalsozialismus“, der im letzten Jahr einen umfangreichen Sammelband zum Thema publiziert hat.

    Die Aufnahme in die Leopoldina sieht Wiesing als eine große Würdigung seiner wissenschaftlichen Leistungen und insbesondere auch der seiner Instituts-Mitarbeiter. „Ich freue mich sehr über die Aufnahme. Ich verstehe sie auch als eine Wertschätzung für das „kleine“, vergleichsweise junge Fach Medizinethik und die Themen, die dieses Fach zu bearbeiten hat. Und ohne die hervorragenden Mitarbeiter am Institut hätte ich die Arbeit niemals schaffen können.“

    Über die Leopoldina
    Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft in Deutschland. Sie wurde im Jahr 1652 in Schweinfurt gegründet und hat seit 1878 ihren Sitz in Halle/Saale. 2008 wurde die Leopoldina zur Nationale Akademie der Wissenschaften ernannt.
    Drei Viertel der Mitglieder kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ein Viertel aus rund 30 weiteren Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus Grenzbereichen der Kultur-, Technik-, Geistes-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen auszeichnen.
    Mehr Informationen unter http://www.leopoldina.org/

    Der Weltärztebund
    Der Weltärztebund (World Medical Association) ist ein Zusammenschluss nationaler Ärzteverbände und wurde 1947 gegründet. Der Weltärztebund versucht, einen hohen ethischen Standard im Gesundheitswesen zu fördern sowie Ärzten in Form von Deklarationen und Stellungnahmen ethische Leitlinien an die Hand zu geben. Deutsches Mitglied ist die Bundesärztekammer in Berlin.
    Mehr Informationen unter http://www.wma.net/

    Ansprechpartner für nähere Informationen:

    Medizinische Fakultät Tübingen
    Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
    Prof. Dr. Dr. Urban Wiesing
    Gartenstr. 47, 72074 Tübingen
    Tel. 07071/29-7 80 15, Fax 07071/29-51 90
    E-Mail urban.wiesing@uni-tuebingen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Personalia
    Deutsch


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