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30.01.2012 08:38

Barrierefrei nach Stammzellpräparaten suchen: neues Register für Nabelschnurblut

Frank Schott Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Vita 34 AG

    Die Nabelschnurblutbank Vita 34 hat ein neues, barrierefreies Stammzellregister gestartet. Ärzte und Patienten können unter http://www.stemcellsearch.org selbstständig nach Nabelschnurblut-Präparaten für eine Stammzelltransplantation recherchieren. Die Recherche ist kostenfrei.

    Das neue Register reduziert den Zeitaufwand für die Spendersuche deutlich. „In unserem Register kann der Arzt direkt nach den wichtigsten HLA-Parametern recherchieren und erhält in wenigen Minuten die Information, ob ein potenziell passendes Präparat für seinen Patienten vorhanden ist“, sagt Dr. Eberhard Lampeter, Ärztlicher Leiter von Vita 34. Üblicherweise wendet sich der behandelnde Arzt zunächst an den Transplantationskoordinator der jeweiligen Einrichtung. Der Koordinator stellt eine Anfrage an das nationale Stammzellspenderegister, das sich dann an die angeschlossenen Stammzellbanken und -register wendet. Diese berichten zunächst wieder an das nationale Stammzellregister, welches das Suchergebnis über den Transplantatkoordinator an den behandelnden Arzt weiterleitet. „Bis die benötigte Information beim behandelnden Arzt ankommt, können Wochen oder Monate vergehen, Zeit die ein Patient nicht immer hat“, so Lampeter.

    Eine weitere Besonderheit des Registers ist, dass auch Patienten oder deren Angehörige unter http://www.stemcellsearch.org recherchieren können. Erst im Fall eines Treffers und einer konkreten Anfrage ist zwingend die Einbindung eines Arztes erforderlich. Dann übermittelt Vita 34 dem Arzt die exakten Qualitäts- und HLA-Parameter des Präparats und veranlasst gegebenenfalls eine Feintypisierung.

    Stammzellen aus dem Nabelschnurblut haben gegenüber Knochenmark-Stammzellen den Vorteil, dass sie immunologisch unreif sind. Dadurch kommt es bei abweichenden Gewebemerkmalen zwischen Spender und Empfänger in einzelnen HLA-Antigenen seltener zu Komplikationen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Nabelschnurblut-Stammzellen im Anwendungsfall, im Vergleich zu Knochenmark, schneller zur Verfügung stehen, weil sie bereits konserviert wurden. „Wird in einem Stammzellregister ein passender Knochenmarkspender gefunden, dauert es noch einige Zeit bis tatsächlich ein Stammzellpräparat gewonnen werden kann“, erläutert Lampeter.

    Im Register sind Nabelschnurblut-Präparate erfasst, die auf Wunsch der Eltern im Rahmen des Programms VitaPlusSpende in das Spendenregister eingestellt wurden. Aktuell kommen jedes Jahr mehrere hundert Präparate neu hinzu. Alle Präparate sind nach GMP-Standard und gemäß Zulassung des Paul-Ehrlich-Instituts für die ungerichtete, allogene Transplantation hergestellt. Gegenwärtig ist Vita 34 die einzige privatwirtschaftliche Nabelschnurblutbank Deutschlands, die über eine eigene Zulassung zur Nabelschnurblutspende verfügt.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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