idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
30.01.2012 11:39

Kampf gegen ungesunde Lebensmittel: EU startet Runde Tische zur künftigen Forschungsstrategie

Florian Klebs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hohenheim

    EU-weite Diskussionsrunden mit Bürgerbeteiligung: Universität Hohenheim koordiniert EU-Projekt INPROFOOD für neue Impulse zukünftiger Forschung im Lebensmittelbereich.

    Jetzt sollen die Betroffenen mitreden: Trotz vermehrter Forschung und stetigen Innovationen im Lebensmittelbereich, sind immer noch zu viele Europäer zu dick und ernähren sich falsch. Die Europäische Union hat das Problem erkannt und will gegensteuern. Dabei sind auch die Bürger gefragt: Wo die künftigen Forschungsschwerpunkte liegen, soll eine Reihe runder Tische in 13 europäischen Ländern erarbeiten. Ein Teil der Teilnehmer wird nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Federführung liegt beim Life Science Center der Universität Hohenheim. Eine Fördersumme von fast 4 Millionen Euro macht das Projekt zu einem der Schwergewichte der Forschung der Universität Hohenheim.

    INPROFOOD (Towards Inclusive Research Programming for Sustainable Food Innovations) heißt die Idee aus Hohenheim. Sie sieht vor, dass sich Lebensmittelwissenschaftler, Industrie, Verbraucher- und Gesundheitsverbände an einen Tisch setzen und beratschlagen, in welche Richtung in Zukunft verstärkt geforscht werden soll. Diese Empfehlungen von Experten und Bürgern soll der EU-Kommission zur Orientierung bei der Konzeption zukünftiger Forschungsprogramme dienen.
    Mit seinem Ansatz haben sich Klaus Hadwiger und Susanne Braun vom Life Science Center der Universität Hohenheim in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt: EU-weit waren Experten aufgerufen, Vorschläge einzureichen, wie sich die künftige Forschungsrichtung am besten ermitteln lasse.
    Doch: „Forschung allein macht niemanden gesund“, sagt Projekt-Koordinator Hadwiger. „Es muss in die richtige Richtung gehen, und die Ergebnisse müssen auch bei den Menschen ankommen.“ Wie das zu schaffen ist, sollen die Diskussionsrunden ausloten.
    Um auch die Stimmen von Gruppen zu erhalten, die bei der Programmfindung für europäische Forschungsausschreibungen nur selten Gehör finden, werden die Teilnehmer der 39 geplanten Workshops in 13 Ländern per Zufall ausgewählt. „ Eine inklusive Auswahl möglichst vieler Stimmen ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Forschungsförderung“ sagt Herr Hadwiger.
    Wann und wo in den kommenden drei Jahren diese Workshops stattfinden werden, wird derzeit konzipiert. Für die Universität Hohenheim bietet dieses Projekt eine hervorragende Chance, ihre vielfältigen Exzellenzen im Lebensmittelbereich in europäische Forschungsagenden einzubringen. Diverse Veranstaltungen in Hohenheim sind schon in Planung.

    Hintergrund: INPROFOOD
    Mit fast 4 Millionen Euro fördert die Europäische Union das auf drei Jahre angelegte Projekt INPROFOOD. Startschuss war am 1. November. Koordinator ist Klaus Hadwiger vom Life Science Center an der Universität Hohenheim. Die 18 Projektpartner sind über die gesamte Europäische Union verstreut, darunter die Universitäten von Maastricht, Kopenhagen und Surrey, die World Health Organisation (WHO), der Wissenschaftsladen Wien und der Risikoforscher Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn von der Universität Stuttgart. Weitere Informationen unter: www.inprofood.eu

    Hintergrund: Schwergewichte der Forschung
    Fast 31 Millionen Euro an Drittmitteln akquirierten Wissenschaftler der Universität Hohenheim 2010 für Forschung und Lehre. In loser Folge präsentiert die Reihe „Schwergewichte der Forschung“ herausragende Forschungsprojekte mit einem Drittmittelvolumen von mindestens einer viertel Million Euro bzw. 125.000 Euro in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

    Text: Weik / Klebs

    Kontakt für Medien:

    Klaus Hadwiger, Universität Hohenheim, Life Science Center, Tel.: 0711/459-24331, E-Mail: klaus.hadwiger@uni-hohenheim.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
    regional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).