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01.02.2012 11:47

Erste Dresdner Familienpaten nehmen ihre Arbeit auf

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Um Eltern die Sicherheit zu vermitteln, das Richtige für ihre Kinder zu tun, und die gesunde Entwicklung des Nachwuchses zu unterstützen, stehen die ersten ehrenamtlichen Familienpaten voraussichtlich ab März Dresdner Müttern und Vätern zur Seite. Damit beginnt die zweite Phase des vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz geförderten Familienpaten-Projekts. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Kinder-Frauenzentrum des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus werden am heutigen Mittwochnachmittag (1. Februar) nun vor allem Repräsentanten von Behörden, Gesundheitseinrichtungen und Vereinen über die Ziele dieser Initiative informiert.

    Koordiniert wird das Projekt, das im September 2011 startete, von der Carus Consilium Sachsen (CCS) GmbH. In Dresden lebende Personen, die ein Kind erwarten oder vor kurzem Eltern geworden sind und sich die Begleitung eines Familienpaten wünschen, können sich bei der CCS melden.

    Das Angebot, sich in den ersten drei Lebensjahren eines Kindes von einem Familienpaten begleiten zu lassen, richtet sich an alle werdenden Eltern aus der Stadt Dresden. Aufgabe des ehrenamtlichen Paten ist es, als Berater der Familien vor allem die gesundheitliche und soziale Entwicklung der Kinder kontinuierlich zu unterstützen. Das Angebot ist freiwillig und kostenfrei. „Ich möchte jungen Eltern mit kleinen Kindern helfen, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie man sich in dieser neuen Situation fühlt. Ich hätte mir früher als junge Mutter auch Hilfe gewünscht“, sagt Renate Glänzel. Die 58Jährige ist eine der sechs Familienpaten, die von Dezember vorigen Jahres bis Februar insgesamt elf Schulungstermine absolviert und voraussichtlich im März mit der Betreuung der ersten Familie beginnt. Insgesamt werden in der Pilotphase des Projekts zwölf Familienpaten geschult, die bis 2015 insgesamt 50 Familien begleiten sollen.

    Zusätzlich zur Lebenserfahrung der Familienpaten setzt das Programm auf spezifisches Wissen, das den ehrenamtlich Tätigen nicht nur in den vorbereitenden Schulungen vermittelt wird. Die Paten nehmen danach teil an monatlichen Weiterbildungen, an Patenstammtischen und dreimal jährlich auch an einer Supervision mit einem Psychologen. Die CCS GmbH koordiniert nicht nur die Schulung und den Einsatz der Ehrenamtlichen, sondern übernimmt im Rahmen der dreijährigen Pilotphase auch die Dokumentation und Auswertung der Ergebnisse. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Angebot die vorab definierten Ziele erreicht und den Bedürfnissen der Familien entspricht.

    „Für die gesundheitliche und soziale Entwicklung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren ist eine positive Eltern-Kind-Beziehung entscheidend. Junge Eltern sind oft unsicher. Wir wollen ihnen mit den gut geschulten Familienpaten die notwendige Sicherheit geben und damit die Entwicklung der Kinder fördern. Ich verbinde mit dem Vorhaben das Ziel, diese Betreuungsformen über Dresden hinaus auf ganz Sachsen auszuweiten“ so Sachsens Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Christine Clauß.

    Neben der ehrenamtlichen Betreuung der Familien arbeitet das vom Sächsischen Sozialministerium geförderte Projekt auch daran, Netzwerke für weitere bedarfsgerechte Angebote zu etablieren, die sich an Schwangere und Familien beziehungsweise Mütter und Väter mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren richten. Auch darüber informiert die CCS GmbH auf der Auftaktveranstaltung am heutigen Mittwoch. „Das Projekt der Familienpaten zeigt, wie wichtig Netzwerke sind, um nachhaltig dafür zu sorgen, den Menschen in der Region ein Leben in Gesundheit zu ermöglichen. Angesichts der komplexen Strukturen im Gesundheits- und Sozialwesen ist es notwendig, Wissen und Kapazitäten einzelner Institutionen zusammenzubringen“, sagt Sabine Rößing, die zum Januar die Geschäftsführung der CCS GmbH übernommen hat.

    Projekt Familienpaten in Stichpunkten
    Ein vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz gefördertes Gemeinschaftsprojekt der Carus Consilium Sachsen (CCS) GmbH und des Universitäts Kinder-Frauenzentrums (UKF) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. In die Arbeiten des Vorhabens einbezogen sind zudem die Klinikum Niederlausitz GmbH und das „Netzwerk gesunde Kinder“, das Jugendamt der Landeshauptstadt Dresden sowie das Sächsische Sozialministerium jeweils mit weiteren Initiativen, die Landeszahnärztekammer Sachsen und deren Arbeitsgemeinschaft „Prävention frühkindliche Karies“ sowie die Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden. Ansprechpartner für die Projektleitung und -koordination sind Sabine Rößing (Geschäftsführerin der CCS GmbH),Teresa Kunze (Koordinatorin) und Cornelia Rabeneck (Verwaltungsdirektorin des Universitäts Kinder-Frauenzentrum).

    Kontakt
    Carus Consilium Sachsen GmbH
    im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums
    für Soziales und Verbraucherschutz
    Geschäftsführerin: Sabine Rößing
    Projektkoordinatorin: Teresa Kunze
    Tel.: 0351 458 3814
    E-Mail: familienpaten@carusconsilium.de


    Weitere Informationen:

    http://www.carusconsilium.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    regional
    Kooperationen, Organisatorisches
    Deutsch


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