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28.02.2012 14:56

Intensivmedizin auf neustem Stand - Universitätsklinikum Tübingen eröffnet Intensivmedizin-Neubau

Dr. Ellen Katz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Tübingen

    Anfang März wird das Universitätsklinikum Tübingen (UKT) den Neubau für die operative Intensivmedizin in Betrieb nehmen. 40 Betten mit modernster intensivmedizinischer Ausrüstung stehen dann auf der neuen Intensivstation der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Schwerverletzten oder besonders schwerkranken frischoperierten Patienten zur Verfügung. Die Anbindung an den Zentral-OP auf der gleichen Gebäudeebene gewährleistet, dass Patienten schnell und schonend direkt aus dem Operationssaal auf die Intensivstation gebracht werden können.
    Der Neubau ist eine der modernsten Anlagen heutiger Intensivmedizin. Die rund 10 Millionen Euro Gesamtbaukosten wurden finanziert vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg mit der Unterstützung des Bundes aus dem „Zukunfts-Investitions-Programms“ (ZIP), die Einrichtungskosten von 4 Millionen Euro tragen Land und Bund gemeinsam.

    Auf einer operativen Intensivstation werden normalerweise Patienten behandelt, die – beispielsweise vom Notarzt oder Rettungshubschrauber - schwerverletzt in die Klinik gebracht werden. Nach der Notaufnahme, ersten Maßnahmen und Untersuchungen im Schockraum und einer möglichen Operation werden sie auf der Intensivstation behandelt, bis sie stabil sind und auf eine Normalstation verlegt werden können. Frischoperierte Patienten, die eine Intensivbehandlung benötigen, werden direkt aus dem Operationssaal auf die Intensivstation gebracht. Dort können alle intensivmedizinischen Überwachungs- und Behandlungen, wie z.B. eine Beatmung, vorgenommen werden.

    In den letzten Jahren hat die Intensivmedizin sich immens weiterentwickelt. Neue Behandlungsmethoden, neue Geräte, Hygienevorgaben und Abläufe erforderten mehr Raum als bisher am und um das Patientenbett herum. Darüber hinaus sind kurze Transportwege aus dem Operationssaal in die Intensivstation gefordert, damit z.B. die Medikamenteninfusion und die intensivmedizinische Überwachung möglichst lückenlos erfolgen kann.

    Mit dem Neubau verfügt das Tübinger Universitätsklinikum ab sofort über eine der modernsten Anlagen in diesem Bereich. Die Empfehlungen zu Struktur und Ausstattung der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und des Robert Koch Institutes (RKI) wurden in Tübingen weitgehend umgesetzt. Die Anbindung an das Gebäude mit dem Zentral-OP ermöglicht den direkten und besonders schonenden Transport der Patienten aus dem Operationsbereich in die Intensivstation. Bewegliche Deckenampeln über jedem Behandlungsplatz mit allen zur Patientenversorgung nötigen Geräten entlasten die Mitarbeiter bei der Arbeit ebenso wie die Patientenlifter, mit denen alle Zimmer ausgestattet sind und die eine schonende Mobilisation der Schwerstkranken erlauben. Neue Geräte, wie sie z.B. die moderne Herzchirurgie mit ihren extrakorporalen Herzunterstützungssystemen einsetzt, sind beim Platzbedarf berücksichtigt, so dass das Pflegepersonal trotz der raumgreifenden Technikausstattung um die High-Tech-Behandlungsplätze herum die Schwerstkranken gut versorgen kann.

    Prof. Michael Bamberg, Vorstandsvorsitzender und Leitender Ärztlicher Direktor am Uniklinikum Tübingen freut sich: „Mit dem neuen Gebäude haben wir sehr wichtige Verbesserungen für Patienten und Mitarbeiter erreicht“.

    Besonders hervorzuheben im Neubau ist der verglaste Dachaufbau mit Terrasse, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Rückzugs- und Erholungsmöglichkeit bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit bieten soll. Damit die rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer auf dem neusten Stand der Intensivmedizin sind, wurde ein eigener Schulungsraum mit einem vollständig ausgestatteten Bettplatz zur Simulation verschiedener Situationen im Alltag auf einer Intensivstation als Trainingsraum für die Teams der Intensivstation eingerichtet.

    Baudaten

    Baubeginn April 2010
    Fertigstellung Dezember 2011
    Bezug März 2012
    Nutzfläche 1960 qm
    Umbauter Raum 13.860 Kubikmeter
    Gesamtbaukosten 10,35 Mio Euro
    Einrichtung 4 Mio Euro
    Bauherr Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen
    Planung Sander.Hofrichter Architekten, Ludwigshafen
    Ausführung Generalunternehmer Firma Baresel GmbH, Stuttgart

    Ansprechpartner für Fragen zum Bau

    Universitätsklinikum Tübingen
    Geschäftsbereich Bau und Technik
    Dipl.-Ing. (FH) Björn Wehling, Bauliche Entwicklungsplanung
    Tel. 07071/29 8 10 66
    bjoern.wehling@med.uni-tuebingen.de

    Ansprechpartner zu intensivmedizinischen Fragen

    Universitätsklinikum Tübingen
    Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
    Prof. Dr. med. Peter Rosenberger
    Ärztlicher Direktor
    Tel. 07071/29-8 66 22, Fax 07071/29-55 33
    Peter.Rosenberger@med.uni-tuebingen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.medizin.uni-tuebingen.de/Patienten/Kliniken/An%C3%A4sthesiologie+und+... Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Tübingen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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