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06.03.2012 12:58

Fünf Jahre MS Zentrum Dresden – Erfolgsmodell universitärer Spitzenmedizin

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Das Multiple-Sklerose-Zentrum der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hat sich in den vergangenen Jahren das Vertrauen von 1.000 Patienten aus Sachsen und auch den angrenzenden Bundesländern erworben – das sind gut dreimal so viele wie im Gründungsjahr 2007. Insgesamt verzeichnete das Zentrum im vergangenen Jahr 6.000 Besuche und ist damit eine der bundesweit größten Einrichtungen ihrer Art.

    Die Verknüpfung der ambulanten medizinischen Versorgung mit einem umfangreichen psychosozialen Beratungsangebot sowie der Forschungstätigkeit ist die Basis für die über die Grenzen Europas hinausgehende Anerkennung der Dresdner Multiple-Sklerose-Spezialisten um Prof. Tjalf Ziemssen. Über die neuen symptomatischen Therapieverfahren wie Cannbis-Wirkstoffe und Fampridin, aber auch über neue Erkenntnisse zur Entstehung der Multiplen Sklerose (MS), über Fragen der chronischen Müdigkeit und Mobilität sowie rechtlichte Fragen der häuslichen Pflege informiert der MS-Informationstag am 10. März von 10 bis 15 Uhr im Medizinisch-Theoretischen Zentrum an der Blasewitzer Straße.

    Der im vergangenen Jahr erfolgte Umzug des MS-Zentrums und die Inbetriebnahme des neu geschaffenen Mobilitätscenters sollen Forschungsarbeit neue Impulse verleihen. Die im Zentrum installierte, acht Meter lange elektronische Gehmatte misst wichtige Parameter der Mobilität von MS-Patienten – wie Schrittlänge, -geschwindigkeit, Druckverhältnisse beim Auftreten. Diese Gehmatte bietet die einmalige Möglichkeit der objektiven Ganganalyse und trägt somit zur Vermeidung interindividueller Interpretationen des Gangbilds bei. Wesentliche Gebiete auf denen aktuell wissenschaftlich gearbeitet wird, sind die seit vergangenem Jahr verfügbaren symptomatisch wirkenden Medikamente: Fampridin und Sativex. Insbesondere bei Sativex handelt es sich um eine vielversprechende Substanz, die zur Zusatzbehandlung der Spastik bei MS zugelassen ist. Erstmals steht hiermit ein Fertigarzneimittel mit zwei Wirkstoffen aus der Cannabis sativa Pflanze (Delta-9-THC und Cannabidiol) auf dem deutschen Arzneimittelmarkt zur Verfügung.

    MS-Informationstag für Patienten, Angehörige und Fachleute
    Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Multiple-Sklerose-Zentrums der Klinik für Neurologie veranstalten die Experten um Prof. Ziemssen einen Informationstag, bei dem zu acht unterschiedlichen Themen Vorträge angeboten werden. Der MS-Tag findet statt am

    Sonnabend, dem 10. März 2012, von 10 bis 15 Uhr,
    im Medizinisch-Theoretischen Zentrum (MTZ)
    der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus,
    Fiedlerstraße 42, 01307 Dresden.

    Die Experten informieren zu folgenden Themen: „Neues in der Multiple-Sklerose-Therapie“, „Impfen und MS“, „Kognition und MS“, „Fatigue und MS“, „Mobilität und MS“, „Cannabis in der symptomatischen Therapie“, „Einblicke in die Neuro-Immunologie“ und „Zu Hause gut versorgt? – Wie Sie Ihr Recht durchsetzen“.

    Kontakt
    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
    Klinik und Poliklinik für Neurologie, Multiple Sklerose Zentrum (MSZ)
    Leiter: Prof. Tjalf Ziemssen
    Tel. +49-351-458-4465
    Tjalf.Ziemssen@uniklinikum-dresden.de


    Weitere Informationen:

    http://www.neuro.med.tu-dresden.de/ms


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


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