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15.03.2012 11:26

Dem Leben ohne Pankreas die Hürden nehmen - Informationsveranstaltung am Dresdner Uniklinikum

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Die Menschen ohne oder mit nicht vollfunktionsfähiger Bauchspeicheldrüse benötigen über die ärztliche Versorgung hinaus Rat und Unterstützung, um die Folgen der Erkrankung beziehungsweise des Organverlusts bewältigen zu können. Deshalb unterstützt das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden den bundesweit agierenden Arbeitskreis der Pankreatektomierten, der am Sonnabend, dem 17. März, ab 10 Uhr zu einer Informationsveranstaltung unter dem Titel „Die Bauchspeicheldrüse – das unberechenbare Organ“ in das Medizinisch Theoretische Zentrum einlädt.

    In den vergangenen 50 Jahren haben sich die Therapieoptionen bei Erkrankungen der Pankreas – Bauchspeicheldrüse – vervielfacht. Zunehmend wird dieses wichtige Organ des Verdauungsapparats ganz oder in Teilen entfernt. So verfügen die Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie sowie die Medizinische Klinik I des Dresdner Universitätsklinikums über eine große Expertise in der Behandlung der Patienten, die an Krebserkrankungen, Entzündungen oder Fehlfunktionen dieser Drüse leiden. Zudem erforschen die Ärzte und Wissenschaftler des Klinikums neue Methoden der Diagnose und Therapie von Pankreaserkrankungen.

    Die Bauchspeicheldrüse spielt eine entscheidende Rolle im Verdauungsapparat des Menschen: Sie bildet unter anderem Enzyme, die Eiweiße, Kohlenhydrate sowie Fette aus der Nahrung aufspalten und damit für den Körper nutzbar machen. Auch sind in diesem Organ die Insulin produzierenden Langerhans’schen Inselzellen angesiedelt. Patienten, deren Pankreas nicht mehr arbeitet, müssen zahlreiche Medikamente nehmen, um den Ausfall des Organs zu kompensieren. Geschieht das nicht oder unzureichend, leiden die Betroffenen unter massiven Verdauungsproblemen, die unter anderem zu Unwohlsein, Schmerzen und erheblichen Gewichtsverlusten führen können. Spätfolgen einer unzureichenden oder nicht ausreichend behandelten Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse sind zum Beispiel Osteoporose und Knochenerweichung durch Mineral- und Vitaminmangel. „Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Patienten auch in Fragen der richtigen Einnahme ihrer Medikamente und der Ernährung kontinuierlich unterstützt werden“, sagt Prof. Hans D. Saeger, Direktor der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Dresdner Uniklinikums. Hinzu kommen eine Betreuung in sozialrechtlichen und psychischen Fragen sowie der Austausch mit anderen Betroffenen. Dazu soll auch die Informationsveranstaltung „Die Bauchspeicheldrüse – das unberechenbare Organ“ beitragen, die stattfindet am

    Samstag, dem 17. März 2012, von 10 bis 14 Uhr,
    im Medizinisch Theoretischen Zentrum (Hörsaal 1 und Foyer),
    der Medizinischen Fakultät der TU Dresden,
    Fiedlerstrasse 27, 01307 Dresden.

    Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Folgende Themen sind vorgesehen: „Vorstellung des Arbeitskreises der Pankreatektomierten (AdP)“, „Bildung einer Selbsthilfegruppe der Bauchspeicheldrüsenerkrankten in Dresden“ (Jürgen Kleeberg, Berlin/Bonn, 1. Vorsitzender des AdP). „Die Bauchspeicheldrüse und der Chirurg“, (Prof. Saeger), „Pankreaserkrankung, Ernährung und internistische Onkologie“, (Dr. Cornelie Haag, Oberärztin an der Medizinischen Klinik I). Nach den Vorträgen gibt es die Gelegenheit, mit den Pankreas-Spezialisten und Vertretern des AdP e.V. persönlich zu sprechen.

    Kontakt
    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
    Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie
    Direktor: Prof. Dr. Hans Detlev Saeger
    Tel.: 0351 458 2742
    E-Mail: hans-detlev.saeger@uniklinikum-dresden.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uniklinikum-dresden.de/vtg


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Kooperationen
    Deutsch


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