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21.03.2012 08:15

Innovative Matratze hilft Allergikern - Feldversuch mit Testschläfern bestätigt Wirkungsweise

Rose-Marie Riedl Unternehmenskommunikation und Forschungsmarketing
Hohenstein Institute

    Im Sommer vergangenen Jahres wurden 20 Hausstaub-Allergiker von den Hohenstein Instituten in Bönnigheim und dem Bettenhaus Gailing in Ludwigsburg Mitte kostenlos mit einer neuartigen Anti-Milbenmatratze ausgestattet. Innerhalb des 18-monatigen Feldversuches wird das Team von Prof. Dr. Dirk Höfer mehrfach die Belastung mit allergenem Milbenkot ermitteln, um die Wirksamkeit der Spezialkonstruktion unter Praxisbedingungen zu belegen.
    Dazu wird die Wellmed-Matratze von zehn Testschläfern mindestens zweimal in der Woche auf 550C erhitzt. Ermöglicht wird die für Milben lebensfeindliche Kombination aus Hitze und geringer Luftfeuchtigkeit durch in den Matratzenkern integrierte flexible textile Heizelemente. Ein erster Vergleich der Allergen-Belastung zeigt gegenüber der Kontrollgruppe klare Vorteile. Diese erhielt eine baugleiche Matratze, allerdings ohne den für die Erhitzung notwendigen Spezial-Trafo.
    Bereits in der ersten Zwischenkontrolle nach sechs Monaten zeigen sich klare Unterschiede zwischen der Test- und Vergleichsgruppe: Bei den unbeheizten Matratzen nähert sich die Belastung mit allergenem Milbenkot bei einer Reihe von Probanden schon wieder der Sensilisierungsschwelle, bei dem gemeinhin mit dem Auftreten von Symptomen zu rechnen ist. In den regelmäßig beheizten Wellmed-Matratzen konnten dagegen nur minimale Spuren von Milbenkot nachgewiesen werden - ein Beleg dafür, dass diese sich dort bislang nicht dauerhaft ansiedeln konnten. Bestätigt werden die Untersuchungsergebnisse der Wissenschaftler durch erste subjektive Einschätzungen der Testschläfer, die sich im Gegensatz zur Vergleichsgruppe über eine anhaltende Verbesserung der Beschwerden freuen dürfen.
    Den Anspruch für einen dauerhaften therapeutischen Erfolg und damit die Voraussetzung für die Anerkennung der Wellmed-Matratze als medizinisches Hilfsmittel durch die Spitzenverbände der Krankenhäuser setzt Prof. Höfer jedoch sehr hoch an: „Wir müssen beweisen, dass im Lebensalter einer Matratze von zehn Jahren so wenig Milbenkot vorhanden ist, dass die Sensibilisierungsschwelle für die Patienten nicht erreicht wird.“ Um eine verlässliche Aussage treffen zu können werden die Hohenstein Wissenschaftler deshalb in den kommenden 12 Monaten mindestens noch zweimal mit Hilfe einer aufwendigen Analytik die Belastung der Matratzen mit den Eiweißverbindungen feststellen. Diese machen allein in Deutschland bei rund 5 Mio. Menschen jede Nacht zu einer Tortur.

    Denn während Bettbezüge, Kissen und Zudecken bei Bedarf bei hohen Temperaturen in der Waschmaschine gewaschen werden können, konnte die in der Matratze befindliche Milbenpopulation und deren allergene Ausscheidungen bislang lediglich mit dicht schließenden und damit wenig atmungsaktiven Matratzenbezügen oder mit Hilfe chemischer Substanzen effektiv in Schach gehalten werden. Beides keine gute Voraussetzung für einen erholsamen Nachtschlaf.
    Damit dieser bei der innovativen Anti-Milbenmatratze darüber hinaus nicht durch Elektrosmog gestört wird, kommt ein spezielles Netzteil der Firma Rist Transformatorenbau GmbH in Ostfildern zum Einsatz. Anders als z. B. bei handelsüblichen Wärmeunterbetten versorgt es die textilen Heizelemente der Firma roma-Strickstoff-Fabrik Rolf Mayer in Balingen mit Strom im Niedervoltbereich. Dadurch besteht weder die Gefahr eines Stromschlages, noch wird ein störendes elektrisches Feld aufgebaut.
    Die Wellmed-Matratze bietet damit beste Voraussetzungen für einen gesunden Schlaf bietet, könnte die Innovation aber auch die Lösung für ein weiteres „tierisches Problem“ sein. Auch Bettwanzen, die sich vor allem in den USA in zahllosen Schlafzimmern tummeln, können in ihr nach Einschätzung von Prof. Höfer nicht überleben: „Die Kombination aus Wärme und sich daraus ergebender geringer Luftfeuchte hält auch diese Krabbler verlässlich in Schach.“


    Weitere Informationen:

    http://www.hohenstein.de/de/inline/pressrelease_12290.xhtml?excludeId=12290


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Biologie, Chemie, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


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