idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
27.03.2012 17:20

Weitsichtige Entscheidung gegen Kurzsichtigkeit

Ricarda Wessinghage Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

    Das Uniklinikum Frankfurt hat den Linsen- und Hornhautspezialisten Prof. Thomas Kohnen zum Direktor der Klinik für Augenheilkunde ernannt. Frankfurt glänzt mit „State of the Art“-Therapien.

    Am 1. Februar 2012 hat Prof. Thomas Kohnen die Leitung der Klinik für Augenheilkunde am Klinikum der J.W. Goethe-Universität übernommen. Er hatte zuvor einen Ruf an die University of Utah, USA, und einen auf die W3-Professur für Augenheilkunde der Universität Magdeburg abgelehnt, um den Ruf nach Frankfurt anzunehmen.

    Schwerpunkte und Entwicklungen
    Die Klinik für Augenheilkunde am Frankfurter Uniklinikum hält das volle und aktuellste Spektrum von Therapie- und Untersuchungsverfahren der modernen Augenheilkunde vor. Optimale Behandlungsmöglichkeiten bietet die Klinik unter anderem für die Katarakt, eine Trübung der natürlichen Augenlinse, die im Allgemeinen als grauer Star bekannt ist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ist sie die global häufigste Ursache für eine Erblindung. Allein in Deutschland wird die Operation des grauen Stars jährlich über 800.000 Mal nötig. Die Klinik für Augenheilkunde ist auf dem Gebiet der Kataraktchirurgie sowohl in der Patientenversorgung als auch in der Forschung ein internationales Referenzzentrum. Sie war unter anderem an der Entwicklung spezifischer Linsenimplantate beteiligt, die heute eine weltweit etablierte Option in der Beseitigung des grauen Stars darstellen, die so genannten multifokalen Intraokularlinsen.
    Der nächste große Schritt für die Augenklinik steht unmittelbar bevor mit der Anschaffung eines Femtosekundenlasers für die Linsenchirurgie (einsetzbar bei grauem Star und Fehlsichtigkeiten). Dieses Gerät ermöglicht die Zertrümmerung der getrübten Augenlinse bei nicht geöffnetem Auge mit einer bisher nicht gekannten Genauigkeit. Dabei ist die OP im Vergleich zur klassischen Ultraschallmethode zusätzlich wesentlich schonender.

    Eine Behandlung auf technisch neuestem Stand garantiert die Klinik auch in ihrem zweiten Schwerpunkt, der refraktiven Chirurgie. Hornhaut und Linse haben den Zweck, die in das Auge einfallenden Lichtstrahlen zu brechen und auf die Netzhaut zu bündeln. Wenn die Bündelung jedoch vor oder hinter der Netzhaut geschieht, wird die Abbildung unscharf. Die Klinik für Augenheilkunde setzt zur Korrektur dieser Fehlsichtigkeit die neuste Generation eines Femtosekundenlasers und eines Excimerlasers ein, mit dem Gewebe der Hornhaut abgetragen wird. Dabei greift die Klinik für Augenheilkunde zur Steigerung der Präzision des Eingriffs auf die weltweit am weitesten fortgeschrittene 6-D Augenbewegungserkennung zurück. Nur so lässt sich die Laserenergie präzise an die Mikrobewegungen des Auges anpassen. Dies führt zu einer einzigartigen Präzision des Eingriffs.

    Wissenschaftliche und klinische Leistungen
    Seit über fünfzehn Jahren ist Prof. Kohnen wissenschaftlich und klinisch besonders auf den Gebieten der Katarakt- sowie der refraktiven Hornhaut- und Implantatchirurgie wie auch der Hornhauteingriffe tätig. Er führte im gesamten Spektrum der Augenheilkunde bisher mehr als 30.000 Operationen durch.

    In Anerkennung seiner medizinischen Verdienste erhielt er 1996 den Forschungspreis der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), 2000 die Kiewet-de-Jonge-Medaille der European Society of Cataract & Refractive Surgeons (ESCRS), 2002 den Leonhard-Klein-Preis der DOG und den Achievement Award der American Academy of Ophthalmology sowie 2007 den Sicca Forschungspreis der DOG.

    Im Jahr 2005 wurde er durch die Leser des Journals Cataract & Refractive Surgery Today unter die Top-50-Meinungsführer gewählt, in der Focus Ärzteliste zählte er in den letzten 2 Jahren zu den besten Medizinern Deutschlands.

    Neben seiner Tätigkeit am Frankfurter Universitätsklinikum ist Prof. Kohnen seit über zehn Jahren Gastprofessor am Baylor College of Medicine in Houston, USA, Mitherausgeber namhafter ophthalmologischer Fachzeitschriften (Journal of Cataract & Refractive Surgery, Der Ophthalmologe, Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde) und seit 2007 Gesundheitsökonom. Aktuell ist er zudem Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie (DGII) und Vorsitzender der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft und des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA).


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Personalia
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).