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18.04.2012 13:42

UDE: Medizinisches Promotionskolleg erhält Förderung - Mit ELAN in die Forschung

Ulrike Bohnsack Pressestelle
Universität Duisburg-Essen

    Es gibt zu wenige Ärzte. Nicht nur in Krankenhäusern und Praxen, auch in der medizinischen Forschung fehlen sie. Das will ein neues Promotionskolleg an der Universität Duisburg-Essen (UDE) ändern. Besonders gute Medizin-Studierende sollen künftig ein zweisemestriges Ausbildungsprogramm durchlaufen, das sie anspruchsvoll forschen lässt und ihnen wissenschaftliches Arbeiten vermittelt. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt ELAN, so der Name des Kollegs, in den nächsten drei Jahren mit bis zu 750.000 Euro. Neben der UDE haben noch Dresden und Freiburg eine Förderzusage erhalten.

    Für ELAN muss man selbigen auch mitbringen. Beim „Essener Ausbildungsprogramm Labor und Wissenschaft für den aerztlichen Nachwuchs“, so der komplette Titel, wird viel verlangt und viel geboten: Ein optimales Arbeits- und Betreuungsumfeld verspricht Prof. Dr. Ursula Rauen. Sie koordiniert das Kolleg gemeinsam mit ihren Kollegen, den Professoren Dr. Peter Horn und Dr. Andreas Paul. „Ohne junge Ärzte, die nicht nur klinisch, sondern auch wissenschaftlich arbeiten, gibt es auch keinen Fortschritt in der Medizin“, sagt die Professorin für Physiologische Chemie. „Leider wird das Studium immer verschulter, so dass hierfür wenig Freiraum bleibt.“

    ELAN soll ab dem kommenden Jahr jeweils zwölf talentierten Studierenden die Chance bieten, in die Forschung einzusteigen. Dafür müssen sie ihr reguläres Studium zwar unterbrechen. Sie bekommen im Gegenzug Labor- und Analysetechniken vermittelt, dürfen experimentell arbeiten und lernen, sich und ihr Projekt auf Tagungen zu präsentieren und Ergebnisse wissenschaftlich zu veröffentlichen. „Das Promotionskolleg ist eine Eintrittskarte für eine Karriere in der akademischen Medizin und in der Forschung“, so Rauen. „Und wir werden die besten Studierenden hierauf bestmöglich vorbereiten.“

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Andreas Paul, Prof. Dr. Peter Horn, Tel. 0201/723-4200, peter.horn@uk-essen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


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