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20.04.2012 14:52

Hepatologie: Bilanz und Neubeginn in der Düsseldorfer Leberforschung

Susanne Dopheide Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

    Sonderforschungsbereiche (SFB) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sind für Universitäten die Aushängeschilder ihrer wissenschaftlichen Leistung. Wenn sich in ein und demselben Forschungsgebiet gleich zwei solcher mit zweistelligen Millionenbeträgen geförderten Projekte aneinander reihen, ist das eine Besonderheit. Die Leberforschung an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie startet am 20. / 21. April mit einem Eröffnungssymposium den am 1.1.2012 neu ins Leben gerufenen, zweiten Sonderforschungsbereich. Er folgt direkt auf sein Vorgängerprojekt, das nach zwölf Jahren die Förderungshöchstdauer erreicht hatte.

    Die an diesem neuen Forschungsvorhaben (SFB 974 „Kommunikation und Systemrelevanz bei Leberschädigung und Regeneration“) beteiligten Wissenschaftler werden auf molekularer und zellbiologischer Ebene die Mechanismen der Leberschädigung und der erstaunlichen Regenerationsfähigkeit der Leber untersuchen. Beteiligt sind auch das Forschungszentrum Jülich und das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund. Der Koordinator (Sprecher) des alten und des neuen Sonderforschungsbereichs, Prof. Dr. Dieter Häussinger, und die beteiligten Wissenschaftler ziehen am Wochenende auch Bilanz aus dem ersten SFB 575 „Experimentelle Hepatologie“ der Leberforschung in Düsseldorf.

    Hier wurden grundlegende und weltweit beachtete Erkenntnisse erarbeitet. Die Wissenschaftler haben aufgeklärt, wie es bei Leberschädigung zu Hirnfunktionsstörungen kommt, ein neues Verfahren entwickelt, wie diese Störungen zu messen sind und deren Bedeutung für die Fahrtüchtigkeit untersucht und bewertet. Sie entdeckten, wie der Grad des Wassergehalts einer Zelle ihr signalisiert, dass sie ihre Funktion verändern muss; ferner wurden zwei neue Krankheiten erstmalig beschrieben und mehr als zehn neue Mutationen in Galle-bildenden Genen entdeckt sowie eine neue Leberstammzelle identifiziert.
    Der neue SFB 974 („Kommunikation und Systemrelevanz bei Leberschädigung und Regeneration“) besteht aus 21 Teilprojekten in verschiedenen Fachgebieten, die in der Klinik, der Düsseldorfer Medizinischen Fakultät und beteiligten Institutionen angesiedelt sind. Sein Fördervolumen für die erste Förderperiode von vier Jahre beträgt rd. 12 Mio Euro.

    Kontakt: Prof. Dr. Dieter Häussinger, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-16330


    Weitere Informationen:

    http://www.uniklinik-duesseldorf.de/gastroenterologie


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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