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23.04.2012 14:08

Chronischer Schmerz – eigenständige Krankheit oder ökonomische Herausforderung?

Christina Obertanner Media Management
Grünenthal GmbH

    Internationale Plattform diskutiert die Position von chronischem Schmerz als eigenständige Krankheit. Das dritte Symposium zum „Societal Impact of Pain“ (SIP) findet während der dänischen EU-Ratspräsidentschaft in Kopenhagen statt.

    Brüssel, 23. April 2012. Das dritte Europäische Symposium zum gesellschaftlichen Einfluss von Schmerz („Social Impact of Pain“, SIP 2012) findet vom 29.-31. Mai in Kopenhagen, Dänemark statt. Während der dänischen EU-Ratspräsidentschaft werden mehr als 300 Beteiligte aus ganz Europa erwartet. Das Ziel: Sensibilisierung für die gesellschaftlichen Auswirkungen von Schmerz, Austausch über nationale politische Programme der Schmerz-Behandlung und die internationale Implementierung des im zweiten SIP Symposium 2011 in Brüssel entstandenen Aktionsplan für die Verbesserung der Schmerzbehandlung in Europe, der „Road Map for Action“.

    Wichtigstes Ergebnis des SIP 2011 war die “Road Map for Action”, die sieben Hauptkriterien für politische Prozesse in EU-Institutionen und Mitgliederstaaten zum effektiven Umgang und der Adressierung von Schmerz auf EU- und nationaler Ebene festlegt. Die Implementierung der SIP „Road Map for Action“ auf nationaler sowie supra-nationaler Ebene wird ein zentraler Diskussionspunkt während des SIP 2012 sein.

    Im Besonderen wird die erste Dimension der Road Map in den Fokus gerückt: Die Anerkennung , dass Schmerz die Lebensqualität erheblich einschränkt und eine hohe Priorität im nationalen Gesundheitssystem haben sollte.

    Professor Hans G. Kress, MD, PhD, Präsident der EFIC®, erklärt: „Während akuter Schmerz, der beispielsweise nach einer Verletzung oder einer Operation auftritt, ein nützliches Warnsignal des Körpers darstellt, hält chronischer Schmerz über einen längeren Zeitraum an, selbst wenn die ursprüngliche Ursache des Schmerzes schon längst verschwunden ist. Zudem steht chronischer Schmerz in einem komplexen Zusammenhang mit physischen, psychischen, aber auch sozialen Veränderungen für den Patienten und seiner Umgebung. Chronische Schmerzen sind eine erhebliche Belastung für den Betroffenen, aber auch für die Gesellschaft und Gesundheitssysteme, die die enormen Kosten tragen müssen. Mit der SIP-Plattform versuchen wir das Bewusstsein für diese weitreichenden Auswirkungen zu schärfen und politische Entscheidungen auf EU- und nationaler Ebene voran zu bringen, damit die Versorgung von für Schmerzpatienten verbessert wird.“

    Pia Frederiksen, Präsidentin des Dänischen Verbands für chronische Schmerzpatienten (FAKS) hofft, dass das Thema im Rahmen der Dänischen EU-Ratspräsidentschaft eine breite Öffentlichkeit erreicht: „Als Schmerzpatienten in Dänemark möchten wir, dass chronische Schmerzen als ein ernster Zustand mit weitreichenden Folgen wahrgenommen werden. Als Präsidentin von FAKS hoffe ich, dass die Diskussion während des SIP 2012 wesentlich dazu beitragen wird, für chronische Schmerzen zu sensibilisieren, nicht nur in Dänemark, sondern auch in den anderen EU Mitgliedsstaaten. Gemeinsam mit anderen internationalen Patientenverbänden möchte FAKS auch weiterhin die Politik herausfordern ihre Vorstellung von chronischen Schmerzen zu überdenken und sie als eigenständige Krankheit neben anderen chronischen Krankheiten anzuerkennen. Das hätte einen enormen Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten, aber auch auf die Budgets der Gesundheitssysteme.“

    Gastgeber des SIP Symposiums 2012 ist der Dänische Verband für chronische Schmerzpatienten (FAKS). Den wissenschaftliche Rahmen des SIP 2012 gestaltet die European Federation of IASP® Chapters (EFIC®). Das Pharmaunternehmen Grünenthal GmbH ist verantwortlich für die Finanzierung und nicht-finanzielle Unterstützung. Die wissenschaftliche Zielsetzung des Symposiums wird von einer großen Zahl an Schmerzinteressengruppen und wissenschaftlichen Organisationen unterstützt. Das ethische Komitee für die pharmazeutische Industrie Dänemark (ENLI) wurde über das Symposium unterrichtet. Das SIP 2012 Symposium in seiner jetzigen Form und Inhalt wurde zuvor von ENLI bewilligt.

    Weitere Informationen zum SIP erhalten Sie unter http://www.sip-platform.eu
    Sie können sich registrieren unter: http://regonline.com/sip-copenhagen

    -ENDE-

    Über FAKS
    FAKS- der dänische Verband für chronische Schmerzpatienten wurde 1990 von einer Patientengruppe gegründet, mit dem Ziel Schmerzpatienten für gegenseitige Hilfestellung und Unterstützung zusammen zu bringen. Auf diese Weise sollten häufig auftretenden Problemen wie körperlicher, mentaler und sozialer Inaktivität entgegengewirkt werden.
    FAKS fördert verschiedenste körperliche und mentale Aktivitäten, die helfen vom Schmerz abzulenken: Seminare, Fotografie, Yoga, Kinoexkursionen- um nur einige zu nennen.
    FAKS unterscheidet sich von anderen Patientengruppen, da sie für alle Menschen mit Schmerzen offensteht, unabhängig von der diagnostizierten Krankheit.
    Weitere Informationen unter http://www.faks.dk

    Über die internationale Plattform Societal Impact of Pain (SIP)
    "Societal Impact of Pain" (SIP) (“die gesellschaftlichen Auswirkungen von Schmerz”) ist eine internationale, multi-Stakeholder Plattform, gegründet in 2010, mit dem Ziel Aufmerksamkeit zu schaffen für die Relevanz der Auswirkungen von Schmerz auf unsere Gesellschaft, Gesundheits- und Wirtschaftssysteme, sowie Information und Erfahrungen zwischen den Europäischen Mitgliedsstaaten auszutauschen, und europäische und nationale Strategien für politische Maßnahmen und Aktionspläne für eine verbesserte Schmerzversorgung in Europa zu entwickeln. Die Plattform bietet daher eine Diskussionsmöglichkeit für Vertreter des Gesundheitssystems, Schmerzorganisationen, Politiker, Krankenkassen, Versicherungen und Vertretern von Gesundheits- und Aufsichtsbehörden.
    Verantwortlich für die wissenschaftlichen Inhalte der SIP Plattform ist die europäische Schmerzgesellschaft EFIC (European Federation of the IASP® Chapters (EFIC®)). Das pharmazeutische Unternehmen Grünenthal GmbH ist verantwortlich für die finanzielle- und nicht-finanzielle Unterstützung (z.B. Logistik).
    Weitere Informationen unter: http://www.sip-meetings.org.

    Über EFIC
    Der europäische Schmerz‐Dachverband EFIC® (European Federation of IASP Chapters®) ist eine multidisziplinäre Fachorganisation im Bereich der Schmerz‐Wissenschaft und –Medizin und besteht aus 35 Ländern („Chapters“) der Internationalen Schmerz‐Gesellschaft IASP® (International Association for the Study of Pain). Der 1993 gegründete Verband repräsentiert rund 20.000 Wissenschaftler, Ärzte, Krankenschwestern, Physiotherapeuten,
    Psychologen und weitere Gesundheitsexperten aus ganz Europa mit dem Ziel, die heutige Schmerztherapie in Europa zu verbessern.
    Weitere Informationen unter http://www.efic.org.

    Über Grünenthal
    Die Grünenthal Gruppe ist ein unabhängiges, international tätiges, forschendes Pharmaunternehmen im Familienbesitz mit Konzernzentrale in Aachen. Aufbauend auf ihrer einmaligen Kompetenz in der Schmerzbehandlung ist es das Ziel, das patientenzentrierteste Unternehmen und damit führend in Therapie-Innovation zu werden. Als eines der letzten fünf forschenden Pharmaunternehmen mit Konzernzentrale in Deutschland investiert Grünenthal nachhaltig in die Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2011 betrugen diese Investitionen circa 25 % des Umsatzes. Die Forschungs- und Entwicklungsstrategie Grünenthals konzentriert sich auf ausgesuchte Therapiegebiete und modernste Technologien. Den Schwerpunkt bildet die intensive Suche nach neuen Wegen, um Schmerzen besser, nachhaltiger und mit weniger Nebenwirkungen zu lindern. Die Grünenthal Gruppe ist in 26 Ländern weltweit mit Gesellschaften vertreten. Grünenthal-Produkte sind in mehr als 155 Ländern erhältlich und circa 4.500 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Grünenthal Gruppe. Der vorläufige Umsatz 2011 beträgt 947 Mio €. Weitere Informationen unter http://www.grunenthal.de.

    Kontakt

    Societal Impact of Pain (SIP) Platform
    Tel: +49 241 569 1878
    Fax: +49 241 569 5 1878
    Email: sip‐platform@grunenthal.com
    http://www.sip-platform.eu

    oder

    European Federation of IASP® Chapters
    Medialaan 24
    1800 Vilvoorde – Belgium
    Tel: +32 2 251 55 10
    Fax: +32 2 251 48 10
    Email: secretary@efic.org
    http://www.efic.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Medizin, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Pressetermine, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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