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10.05.2012 08:11

Fachtagung "Achtsamkeit – hilfreich auch bei Suchterkrankungen" an der Hochschule Esslingen

Diplom-Übersetzerin (FH) Cornelia Mack Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Hochschule Esslingen

    Bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, so z. B. bei Stress, aber auch während therapeutischer Behandlungen, wie bei einer Suchterkrankung, gibt es vielfältige Zugänge, Methoden und theoriegeleitete Schwerpunkte: lerntheoretische, tiefenpsychologische oder systemische. Die Fachtagung „Achtung – hilfreich auch bei Suchterkrankungen“ am 23. Mai an der Hochschule Esslingen beschäftigt sich ausführlich mit diesem Thema.

    Seit den neunziger Jahren ergänzt die Praxis der Achtsamkeit diese Ansätze: „Konkret heißt das, zu lernen, wie man seine eigenen Gedanken dezentrieren kann. Darunter versteht man die Fähigkeit, eigene Gedanken und Impulse als solche wahrzunehmen und damit flexibler umgehen zu lernen“, so Prof. Thomas Heidenreich. Die Übungen der Achtsamkeit ermöglichen, wie zahlreiche empirische Untersuchungen zeigen, dass negative Emotionen, wie Furcht, Ärger, Zorn, Hass und Scham besser toleriert werden können – die spezielle therapeutische Praxis lässt erkennen, dass Achtsamkeitsübungen erfolgreich z. B. bei einem Burn-Out-Syndrom, einer Depressionen oder einer Sucht, eingesetzt werden können. Eine besondere Bedeutung hat dabei diePrävention, auch mit dem Ziel, nich wieder in alte Schemata zurückzufallen.

    Die Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege lädt am 23. Mai 2012 zu einer Fachtagung mit dem Thema „Achtsamkeit in der Arbeit mit suchtgefährdeten und abhängigen Menschen Zugänge, Methoden und Wirkungen ein. der Hochschule Esslingen am Standort Flandernstraße “ Neben Fachvorträgen zeigen anschließende Workshops den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf, wie breit der Nutzen von Achtsamkeitsübungen sein kann, sei es für Klienten oder Patienten oder für Berater oder Therapeuten. Es referieren die auf dem Gebiet der Achtsamkeit ausgewiesenen Experten Prof. Dr. Johannes Michalak, Universität Hildesheim, Privatdozentin Dr. Gabriele Dlugosch, Universität Landau, Prof. Dr. Thomas Heidenreich, Hochschule Esslingen und andere.

    „Trotz ermutigender Befunde ist bislang noch weitgehend ungeklärt, wie die Methoden und Prinzipien von Achtsamkeit in der Arbeit mit suchtgefährdeten und suchtmittelabhängigen Menschen breitere Anwendung finden können. Ziel der Fachtagung ist es, über den aktuellen Forschungsstand bezüglich erprobter Anwendungsbereiche und deren Ergebnisse zu informieren und eine Diskussion über mögliche Zugänge in der Praxis anzustoßen“, so die Professorin Marion Laging zum Ziel des Fachtages.

    Termin: 23. Mai 2012

    Ort: Hochschule Esslingen, Flandernstraße 101, Aula


    Weitere Informationen:
    Hochschule Esslingen
    Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege
    Projekt „Achtsamkeit im Suchtbereich“
    Projektleitung: Prof. Dr. Marion Laging und Prof. Dr. Thomas Heidenreich
    Flandernstr. 101
    73732 Esslingen
    E-Mail: fachtag.achtsamkeit@hs-esslingen.de

    Text: Hans Alfred Feiler


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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