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31.05.2012 16:16

Erfolgreiche Geburt: MHH feiert die ersten Absolventinnen des Hebammenstudiengangs

Stefan Zorn Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Medizinische Hochschule Hannover

    Virtueller „Hörsaal“ ermöglicht europaweites Studieren in der Hebammenwissenschaft

    Der älteste Frauenberuf der Welt – für viele sogar der schönste – hat zwei Akademikerinnen mehr. Die ersten zwei Absolventinnen des Europäischen Masterstudiengangs für Hebammenwissenschaft an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durften heute bei der Examensfeier ihre Urkunden entgegen nehmen. Mit dem rasanten Wissenszuwachs in der Medizin steigen auch die Anforderungen in der Hebammengeburtshilfe. Darum verlangt diese Ausbildung zunehmend eine Akademisierung und Professionalisierung, um hohe qualitative Standards in Forschung, Wissenschaft und Lehre setzen zu können. Mit der Gründung ihres Onlinestudiengangs für Hebammenwissenschaft hat die MHH vor drei Jahren darauf reagiert. Schirmherrin Dr. Wiebke Rösler lobte das innovative Studium. „Ich habe selbst von den Fähigkeiten guter Hebammen profitiert, daher weiß ich, wie wichtig eine exzellente Ausbildung in der Geburtshilfe ist. Der Masterstudiengang ist eine tolle Möglichkeit für ambitionierte begabte Frauen, über ihre Berufsausbildung hinaus einen hochqualifizierten akademischen Abschluss zu erlangen“, sagte Dr. Wiebke Rösler. Sie habe einen großen Respekt vor der Leistung der Absolventinnen, die neben ihrer Berufstätigkeit erfolgreich studiert hätten.

    Seit dem Wintersemester 2009/2010 bietet die MHH gemeinsam mit fünf Universitäten in Glasgow, Maastricht, Lausanne und Ljubljana in Slowenien den Masterstudiengang an – derzeit in Deutschland die einzige Möglichkeit, einen Masterabschluss in Hebammenwissenschaft zu erhalten. „Die Nachfrage nach Masterabsolventinnen in der Hebammengeburtshilfe ist schon jetzt sehr groß. Als Lehrkräfte in den Bachelorstudiengängen, in Leitungsfunktionen sowie in der klinischen Praxis werden sie dringend benötigt“, betont Privatdozentin Dr. Mechthild Groß, Leiterin des Europäischen Masterstudiengangs für Hebammenwissenschaft. Die Studienleistungen erbringen die Studierenden über internetbasierte Lernplattformen. In dem virtuellen „Hörsaal“ können sie ihr Studium weitestgehend zeit- und ortsunabhängig absolvieren. Der Masterstudiengang ist eine international anerkannte Zusatzqualifikation, mit der die Absolventinnen auf Leitungsfunktionen, Hebammenforschung, Lehrtätigkeiten und neu entstehende Berufsfelder vorbereitet werden. Das Fernstudium dauert vier Semester.

    Die beiden Masterabsolventinnen, die heute geehrt wurden, haben bereits Erfahrungen in ihrem Beruf sammeln können. Ursula Böhme, geboren 1970, arbeitet seit 17 Jahren in der Schweiz in der klinischen Geburtshilfe sowie freiberuflich als Hebamme. Sie machte ihren Bachelor of Science in Midwifery von 2006 bis 2009 an der Glasgow Caledonian University in Schottland. Seit diesem Jahr arbeitet sie als Hebammenexpertin in der Gebärabteilung des Universitätsspitals in Zürich. „Hebammen betrachten Frauen ganzheitlich, um sie optimal betreuen zu können. Das ist ein anderer Fokus als der von Ärzten. Mit dem Studium der Hebammenwissenschaft können wir nun durch Forschung das untermauern, was wir Jahrhunderte lang traditionell angewendet haben“, sagt sie. Zukünftig möchte sie in der klinischen Praxis Pionierarbeit leisten, um dort die Stellung der Hebammen zu stärken.

    Michaela Michel-Schuldt, geboren 1977, studierte von 2008 bis 2009 ebenfalls an der Glasgow Caledonian University und machte dort ihren Bachelor of Science in Midwifery. Nach beruflichen Stationen unter anderem in Myanmar und Thailand sowie Studienaufenthalten in Neuseeland und Südafrika arbeitet sie seit Mai dieses Jahres als wissenschaftliche Hilfskraft an der Entwicklung der E-Learning-Plattform des Hebammenstudiengangs. „Ich habe im Ausland für verschiedene Hilfsorganisationen gearbeitet. Mein Schwerpunkt als Hebamme ist die Entwicklungsarbeit. Ohne einen internationalen Abschluss in meinem Fach ist eine Karriere im Ausland nicht möglich“, betont Michaela Michel-Schuldt. Zudem schätzt sie die große Flexibilität des Onlinestudiengangs sowie das internationale Netzwerk, das sich daraus ergeben hat.

    Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leiterin des Hebammenstudiengangs, Privatdozentin Dr. Mechthild Groß, Telefon (0511) 532-6116, Gross.Mechthild@mh-hannover.de.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Organisatorisches, Studium und Lehre
    Deutsch


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