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05.06.2012 10:46

Forschung, die unter die Haut geht

Christian Martin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Einstein Stiftung Berlin

    Die Einstein Stiftung Berlin fördert das interdisziplinäre Forschungsvorhaben „HautScan“. Das gemeinsame Projekt von Spitzenwissenschaftlern der Charité-Universitätsmedizin Berlin und der Technischen Universität Berlin stellt die Haut ins Zentrum der Diagnostik. Damit eröffnet es der Medizin eine völlig neue Perspektive.

    Erfahren was im Inneren des Körpers passiert, ohne die Risiken von Operationen oder Radiologie in Kauf nehmen zu müssen – das ist bisher noch eine medizinische Utopie. Professor Jürgen Lademann, Leiter des Bereichs Hautphysiologie an der Charité-Universitätsmedizin Berlin, könnte sie wahr werden lassen. Gemeinsam mit Günther Tränkle, Professor für Mikrowellen- und Optoelektronik an der Technischen Universität Berlin, will Jürgen Lademann im interdisziplinären Forschungsprojekt „HautScan“ herausfinden, was Substanzen im Schweiß und im Talg über den Gesundheitszustand innerer Organe verraten. Die Einstein Stiftung Berlin fördert HautScan als „Einstein-Forschungsvorhaben“.

    Auf welchen Wegen Stoffe aus dem Körper auf die Haut vordringen, ist bisher kaum erforscht. In der bedeutenden medizinischen Literaturdatenbank „Medline“ sind nur drei Publikationen aus den letzten fünf Jahren zu diesem Thema verzeichnet – zwei von ihnen stammen aus der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Jürgen Lademann und Günther Tränkle werden in dem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt unter anderem untersuchen, wie Chemotherapeutika auf die Hautoberfläche gelangen. Außerdem sollen in Zusammenarbeit mit dem Ferdinand-Braun-Institut kompakte spektroskopische Geräte entwickelt werden, mit denen Ärzte unkompliziert Schweiß und Talg auf die darin enthaltenen Stoffe untersuchen können.

    „Kein Wissenschaftsstandort weltweit bietet für dieses Vorhaben bessere Bedingungen als Berlin“, betont Jürgen Lademann. „Die Charité verfügt über eine einzigartige Ausstattung mit optischen und mikroskopischen Gerätschaften, die speziell für die Hautanalyse entwickelt wurden – unter anderem in Kooperation mit der TU Berlin.“ Das Fachgebiet Mikrowellen- und Optoelektronik der TU Berlin gehört zu den international führenden Entwicklern optischer Systeme.

    Im Rahmen des Programms „Einstein-Forschungsvorhaben“ unterstützt die Einstein Stiftung Berlin international herausragende Kooperationsprojekte der Berliner Universitäten und der Charité. Der Schwerpunkt liegt dabei auf wagemutigen, hochinnovativen Vorhaben, die nicht auf einen Fachbereich beschränkt sein müssen.

    Die Einstein Stiftung Berlin wurde 2009 vom Land Berlin eingerichtet, um Wissenschaft und Forschung in Berlin auf internationalem Spitzenniveau zu fördern.


    Weitere Informationen:

    http://www.einsteinfoundation.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Elektrotechnik, Medizin, Physik / Astronomie
    regional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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