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06.06.2012 12:02

Dresdner Universitätsklinikum steuert auf neuen Geburten-Jahresrekord zu

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Baby Nr. 1.000 ist bereits zweieinhalb Wochen eher als 2011 da! / Geburtenhoch setzt sich auch 2012 fort / Screening nimmt Eltern Sorgen vor Schwangerschaftskomplikationen

    Noch einmal zweieinhalb Wochen früher als 2011 kam gestern (5. Juni) im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden das 1000. Baby des Jahres 2012 zur Welt. Maximilian (51 Zentimeter groß, 3.260 Gramm schwer) heißt das 2012er Millenniumsbaby. Damit hat der Zuwachs an Neugeborenen weiter an Fahrt gewonnen. Die Zahlen der vergangenen Monate sind jeweils die höchsten in der Geschichte des 1993 neu gegründeten Universitätsklinikums.

    6. Juni 2012
    Im Mai erblickten 204 Kinder in der Uni-Frauenklinik das Licht der Welt – das sind doppelt so viele wie noch 2007. In den ersten fünf Monaten des Jahres verzeichneten die im Universitäts Kinder-Frauen­zentrum (UKF) arbeitenden Hebammen ein klares Plus von 15 Prozent gegenüber denselben Monaten des Vorjahres.

    Vom 1. Januar bis 31. Mai 2011 erblickten 845 Babys das Licht der Welt, im entsprechenden Zeitraum dieses Jahres waren es 971. Dieses Gesamtplus von 15 Prozent übertraf der einzelne Monat März 2012 deutlich: Hier lag der Zuwachs zum Vorjahresmonat bei 30 Prozent. Die März-Zahl von 208 Babys verfehlte der Mai 2012 mit 204 Neugeborenen nur knapp. Bemerkenswert an dieser Statistik ist auch, dass die monatlichen Schwankungen der Geburtszahlen in den Vorjahren einem nahezu konstanten Wert gewichen sind. Während 2011 die Zahlen zwischen 150 (Februar) und 223 (September) Geburten schwankten, wurde in diesem Jahr bereits zwei Mal die 200er Marke übertroffen. Nur im Januar blieb die Zahl mit 176 deutlich unter diesem Wert. „Die seit 2007 fast kontinuierlich steigende Zahl der Geburten ist ein Beleg für das große Vertrauen, das die Eltern in Dresdens größte Geburtsklinik und besonders in die Arbeit unserer Ärzte, Hebammen und Schwestern setzen“, sagt der Medizinische Vorstand, Prof. Michael Albrecht. „Dieser erneut so deutlich ausfallende Zuwachs ist sicher das schönste Abschiedsgeschenk, das die Dresdner dem Ende dieses Monats in den wohlverdienten Ruhestand wechselnden Klinikdirektor Prof. Wolfgang Distler machen konnten.“ Der Medizinische Vorstand ist überzeugt, dass sich der positive Trend auf dem aktuellen Niveau stabilisiert und so am Ende des Jahres ein neuer Geburtenrekord stehen wird.

    Das Kinder-Frauenzentrum des Uniklinikums ist als Perinatalzentrum Dresden erster Ansprechpartner für werdende Mütter aus ganz Ostsachsen, bei denen Ärzte eine Risikoschwangerschaft diagnostizierten. Das ist unter anderem der Fall, wenn die Mutter beispielsweise unter bestimmten Erkrankungen leiden oder sich Mehrlinge ankündigen. Aber auch für viele Dresdnerinnen mit einer risikolos verlaufenden Schwangerschaft ist die Uni-Frauenklinik erste Wahl: „Neben der Universitätsmedizin und der unmittelbaren Nähe zur Kinderklinik mit ihrer Neugeborenenstation geben sicherlich unsere modernen Stationen mit den hellen Zwei-Bett-Zimmern den Ausschlag“, sagt Klinikdirektor Prof. Wolfgang Distler. Hier ist nicht nur Platz für Mutter und Kind: Wenn Väter es wünschen, können sie auch nach der Geburt ganz nahe bei Partnerin und Kind bleiben.

    Screening-Angebot nimmt Eltern Sorge um das Baby
    Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland bíetet der Bereich Pränatalmedizin eine Erst-Trimester-Kliniksprechstunde für Frauen in der elften bis 14. Schwangerschaftswoche an. In diesem Rahmen bieten die Ärzte ein erweitertes Screening vor allem für Patientinnen mit erhöhten Komplikationsrisiken an: Dies ist vor allem für werdende Mütter wichtig, die bei vorhergehenden Schwangerschaften eine Präeklampsie – im Volksmund Schwangerschaftsvergiftung – erlitten oder beispielsweise an Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen leiden. „Diese Frauen können wir dank der Ergebnisse des erweiterten Screenings besser und umfassender beraten. Häufig ist es sogar möglich, ihnen die Sorgen um Komplikationen zu nehmen“, erklärt Prof. Wolfgang Distler. So errechnen die Ärzte bestimmte Risiken – etwa für schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck oder die Präeklampsie. Dies ist besonders effektiv für deren schwere Frühform: Bei etwa 90 Prozent der Schwangerschaften, die diese Frühform entwickeln werden, können die Experten der Uni-Frauenklinik das entsprechende Risiko erkennen. Die betroffenen Mütter erhalten dann eine unmittelbar nach den Untersuchungen beginnende individuelle Betreuung.

    „Für etwa 85 Prozent der Schwangeren können wir damit bereits in diesem Stadium Entwarnung für einen Großteil der Schwangerschaftskomplikationen geben“, erklärt Dr. Gabriele Kamin, Oberärztin für die Geburtshilfe der Uni-Frauenklinik. Bei allen jetzt angebotenen Screening-Methoden wird nicht in den Körper der Schwangeren eingegriffen: Die Spezialisten Dr. Gabriele Kamin und Dr. Robert Lachmann nutzen lediglich so genannte nichtinvasive Verfahren. Damit bergen diese Untersuchungen selbst keine erhöhten Risiken für Fehlgeburten oder andere Schwangerschaftskomplikationen.

    Serviceangebote der Frauenklinik sind sehr beliebt
    Um den werdenden Eltern erste Informationen zur Geburt im Klinikum zu geben und die Schwangeren bis zur Geburt zu beraten, bietet die Uni-Frauenklinik eine Hebammen-Sprechstunde an. Abgestimmt auf die in dieser Zeit der Schwangerschaft oft noch berufstätigen Mütter stehen die Hebammen für individuelle Sprechstunden zur Verfügung. Interessierte können sich dafür telefonisch unter 0351 / 458 23 65 anmelden oder jeden 2. und 4. Dienstag im Monat zum Informationsabend für werdende Eltern ins Universitäts Kinder-Frauenzentrum kommen. Auf der Internetseite der Uni-Frauenklinik (http://www.uniklinikum-dresden.de/gyn) können sich die Interessierten vorab schon auf einen virtuellen 360-Grad-Rundgang durch die Entbindungsräume begeben.

    Kontakt
    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
    Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
    Direktor: Prof. Wolfgang Distler
    Tel. 0351/ 4 58 34 20
    Fax 0351/ 4 58 43 29
    E-Mail: frauenklinik@uniklinikum-dresden.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uniklinikum-dresden.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
    Deutsch


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