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15.06.2012 15:22

Exzellenzinitiative: Erneut herausragender Doppelerfolg der Universität Gießen

Lisa Dittrich Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Justus-Liebig-Universität Gießen

    Kulturwissenschaftliche Graduiertenschule GCSC und Herz-Lunge-Exzellenzcluster ECCPS werden auch in der zweiten Runde gefördert – Gießen steht in den Kulturwissenschaften und in den Lebenswissenschaften bundesweit mit an der Spitze

    Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) kann sich in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder, dem härtesten deutschen Wettbewerb um Forschungsförderung, über die erneute Bewilligung von erheblichen Mitteln für ihre seit 2006 geförderten Exzellenzprojekte freuen: Die bisherigen Erfolge und die Zukunftspläne der kulturwissenschaftlichen Graduiertenschule (International Graduate Centre for the Study of Culture, GCSC) und des Herz-Lunge-Exzellenzclusters (Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System, ECCPS) haben die Gutachterinnen und Gutachter überzeugt. Damit wird die JLU auch in den kommenden fünf Jahren sowohl in der ersten als auch in der zweiten Förderlinie der Exzellenzinitiative eine umfangreiche Förderung erhalten. Das GCSC hat für die zweite Runde (2012 bis 2017) knapp 11 Millionen Euro Förderung beantragt, das ECCPS etwa 32,5 Millionen Euro (gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim und der Goethe-Universität Frankfurt).

    „Heute ist ein Freudentag für die JLU. Der erneute Doppelerfolg in der Exzellenzinitiative ist die Bestätigung unserer Profilbildung; wir stehen in den Kultur- und Lebenswissenschaften bundesweit mit an der Spitze“, betonte JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern danke ich sehr herzlich für ihr herausragendes Engagement.“ Die Vizepräsidentin für Forschung, Prof. Dr. Katja Becker, schloss sich diesem Dank an und fügte hinzu: „Damit hat sich auch die internationale Netzwerkbildung im GCSC und im ECCPS mehr als ausgezahlt.“

    Der JLU-Präsident bedankte sich auch beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst für die ideelle und materielle Unterstützung bei beiden Projektanträgen – bis hin zur persönlichen Präsenz der Ministerin und des Staatssekretärs bei den Begutachtungen. „Das war zusätzlicher Rückenwind für uns“, sagte Prof. Mukherjee.

    Die „großartige Mannschaftsleistung des GCSC-Teams“ hob Prof. Dr. Ansgar Nünning, Direktor des GCSC hervor. „Mit unserem hervorragenden Abschneiden haben wir bewiesen, dass die Justus-Liebig-Universität kulturwissenschaftlich in der Champions League spielt.“ Mindestens ebenso groß ist die Begeisterung beim Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System: „Die Entscheidung für die weitere Förderung des ECCPS unterstreicht erneut den Stellenwert Gießens als internationales Lungenzentrum“, betonte der Sprecher Prof. Dr. Werner Seeger, der gleichzeitig auch das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) mit Sitz in Gießen leitet. „Dieser Erfolg ist zudem ein besonderer Ansporn, die wissenschaftliche und klinische Netzwerkbildung im Bereich der Herz- und Lungenmedizin in Mittelhessen zugunsten der betroffenen Patientinnen und Patienten weiter auszubauen“, ergänzte Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Mitglied im Vorstand des ECCPS und des Universities of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC). „Das ist ein weiterer Beweis für die besondere Leistungsfähigkeit der medizinischen Forschung in Gießen“, unterstrich der Dekan des Fachbereichs Medizin, Prof. Dr. Trinad Chakraborty.

    International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)

    Das International Graduate Centre for the Study of Culture hat ein innovatives kulturwissenschaftliches Forschungsprofil und eine ganzheitliche Strategie der Graduiertenausbildung entwickelt und dabei auf den Erfahrungen des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften (GGK) aufgebaut, der ersten deutschen Graduiertenschule in den Geisteswissenschaften. Das GCSC unterstützt die JLU maßgeblich in zwei zentralen Säulen der Exzellenz: Graduiertenausbildung und kulturwissenschaftliche Forschung. Außerdem hat es sich in den letzten Jahren zu einem Knotenpunkt für internationale Netzwerke entwickelt.

    Die Hauptziele des GCSC sind auch weiterhin die Etablierung idealer Bedingungen für Promovierende durch strukturbildende Maßnahmen, die Entwicklung neuer kulturwissenschaftlicher Ansätze und Methoden, die Förderung des Transfers von Konzepten zwischen verschiedenen Disziplinen und Wissenschaftskulturen, das Erlangen einer Vorreiterrolle in der internationalen Forschung sowie der Aufbau langfristiger Kooperationen mit renommierten internationalen Graduiertenschulen und Netzwerken. Das GCSC will in der zweiten Förderphase seinen Erfolg in der Graduiertenausbildung und der kulturwissenschaftlichen Forschung ausbauen sowie seine Rolle als Zentrum internationaler Kooperationen weiter stärken.

    Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System (ECCPS)

    Herz- und Lungenerkrankungen stellen weltweit die häufigsten Todesursachen mit hoher sozioökonomischer Belastung und immer noch unzureichenden Behandlungsmöglichkeiten dar. Das Exzellenzcluster Cardio-Pulmonales System (ECCPS) der Universitäten Gießen und Frankfurt und des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim vereinigt Grundlagenforschung mit klinischer Forschung. ECCPS-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler haben zahlreiche grundlegende Beiträge zur Entwicklung der cardio-pulmonalen Forschung geleistet, belegt durch hochrangige Publikationen und die Koordination großer nationaler und internationaler Forschungsverbünde.

    Hervorzuheben ist die Übertragung innovativer Konzepte in die klinische Anwendung, dokumentiert durch erfolgreiche sowie laufende Phase-II/III-Studien und zahlreiche Patente. In den kommenden Jahren will das ECCPS unter anderem eine neue internationale Forschungsplattform mit dem Imperial College, London, und globalen Partnern zur Erforschung und Behandlung von pulmonalvaskulären Erkrankungen mit hoher gesundheitlicher Bedeutung in Ländern der Dritten Welt gründen. Außerdem ist die Errichtung einer langfristig angelegten Technologieplattform geplant, welche den Zugang aller ECCPS-Mitglieder zu neuesten Technologien sicherstellt. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses soll eine ECCPS-Akademie eingerichtet werden, um die erfolgreich laufenden Graduiertenkollegs durch Postdoktorandenprogramme und Programme der Karriereentwicklung zu komplettieren.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen
    Ludwigstraße 23, 35390 Gießen
    Telefon 0641 99-12001

    Prof. Dr. Ansgar Nünning, Direktor des GCSC
    Telefon: 0641 99-30180 / 99-30041

    Prof. Dr. Werner Seeger, Sprecher des ECCPS
    Telefon: 0641 985-42350 /-42351


    Weitere Informationen:

    http://gcsc.uni-giessen.de
    http://eccps.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Kulturwissenschaften, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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