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15.06.2012 16:57

Jubel im Exzellenzcluster Entzündungsforschung

Dr. Ann-Kathrin Wenke Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Exzellenzcluster Entzündungsforschung

    Heute, 15. Juni, ist die Entscheidung über die zweite Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefallen. Auch der schleswig-holsteinische Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces“ wird weiter gefördert.

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat heute, 15. Juni, über die zweite Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder entschieden. Der Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces“ wird für weitere fünf Jahre gefördert.

    „Wir sind überglücklich, dass unser Antrag für die zweite Förderperiode so hervorragend begutachtet und bewilligt wurde“, freut sich Professor Stefan Schreiber, Sprecher des Exzellenzclusters. „Schleswig-Holstein braucht junge, gute Leute in den Lebenswissenschaften, die exzellente Forschung und Lehre in einem interdisziplinären Umfeld betreiben.“ Das Ziel für die nächsten fünf Jahre sei insbesondere die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler. „So wollen wir den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein weiter nachhaltig stärken“, so Schreiber.

    In der ersten Förderperiode haben die beiden Trägeruniversitäten des Exzellenzclusters, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und die Universität zu Lübeck, zusammen mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), dem Leibniz Forschungszentrum Borstel, dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, Plön, sowie der Muthesius Kunsthochschule Kiel bereits bewiesen, dass interdisziplinäre Zusammenarbeit auch über die Institutsgrenzen hinaus möglich ist. Der Forschungscluster „Inflammation at Interfaces“ habe bereits bisher exzellente Arbeit geleistet und zukunftsweisende Ergebnisse erbracht, die wissenschaftlich Bestand haben, sagte Professor Peter Dominiak, Präsident der Lübecker Universität, nach der Bekanntgabe der Ergebnisse. „Es ist einer anspruchsvollen und eingehenden Begutachtung unterzogen und seine Fortführung ist jetzt bewilligt worden. Das freut uns ganz außerordentlich und ist uns eine wichtige Bestätigung der gemeinsamen und interdisziplinären Anstrengungen. Schleswig-Holstein zeigt, dass es zur ersten Forschungsliga gehört. Wir haben hier auf einem faszinierenden Gebiet noch viel zu erwarten“, ergänzt Dominiak.

    In die Freude stimmte auch CAU-Präsident Professor Gerhard Fouquet ein: „Angesichts der starken Konkurrenz freut mich das besonders für unseren wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Zukunft der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist jetzt gesichert.“ Im Antrag für die zweite Förderperiode des Exzellenzclusters sind etwa 50 Stellen für Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdocs vorgesehen.
    In den letzten fünf Jahren hat der Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces“ 38 neue Cluster-Professuren an den Universitäten Kiel und Lübeck eingerichtet. Von ihnen sind inzwischen mehr als die Hälfte verstetigt. Exzellente junge Professorinnen und Professoren an den beiden Universitäten haben gemeinsam standortübergreifend das Graduiertenkolleg „Genes Environment and Inflammation“ eingeworben. Ein besonderes Augenmerk gilt der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung: es sind 25 Nachwuchsforschergruppen eingerichtet, mehr als 150 Doktorandinnen und Doktoranden forschen im Cluster.

    Hintergrundinformationen zum Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces“:
    Der Exzellenzcluster verfolgt einen einzigartigen interdisziplinären Forschungsansatz, um die Ursachen von chronischen Entzündungen, wie Morbus Crohn oder Neurodermitis, zu entschlüsseln und Therapien zur Heilung zu entwickeln. Das gemeinsame Ziel von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Forschung, Lehre und Klinik ist es, Entzündungsprozesse kontrollieren zu können anstatt den Krankheitsverlauf nur zu verlangsamen.

    Mit der Einrichtung des Comprehensive Centers of Inflammation Medicine (CCIM) auf dem Campus des UKSH hat der Exzellenzcluster in der ersten Phase der Exzellenzinitiative bereits ein wichtiges interdisziplinäres klinisches Forum gegründet. Das CCIM verknüpft die Arbeit an Patientinnen und Patienten mit der Grundlagenforschung. Für komplexe Krankheitsfälle entwickeln Expertinnen und Experten in institutionalisierten Diskussionsrunden individuelle Therapieempfehlungen und therapeutische Experimente. Neben dem CCIM hat der Exzellenzcluster in der vergangenen Phase auch zwei zentrale Interaktionsplattformen gegründet: das Institut für Experimentelle Medizin (IEM) in Kiel und das Institut für Systemische Entzündungsforschung (ISEF) in Lübeck. Zusätzlich wurde das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB) als gemeinsame Infrastrukturplattform an der Kieler Universität eingerichtet, das molekulare Hochdurchsatz-Technologien zur Sequenzierung von DNA bereit stellt und die umfangreiche Biodatenbank popgen beherbergt.

    Exzellenzcluster Entzündungsforschung
    Presse und Kommunikation, Dr. Ann-Kathrin Wenke
    Postanschrift: Christian-Albrechts-Platz 4, D-24118 Kiel
    Telefon: (0431) 880-4839, Telefax: (0431) 880-4894
    e-mail: akwenke@uv.uni-kiel.de, Internet: www.inflammation-at-interfaces.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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