idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
19.06.2012 11:34

Dresdner Uniklinikum informiert am 23. Juni: Fehlende Zähne lassen den Kieferknochen schwinden

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Unter dem Titel „Rund um das Zahnimplantat“ informieren die Direktoren und Ärzte der Klinik für Mund-, Gesichts- und Kieferchirurgie sowie der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden über die Möglichkeiten des modernen, auf Implantaten beruhenden Zahnersatzes. Der Informationstag findet statt am Sonnabend, dem 23. Juni, von 10 bis 15 Uhr im Gebäude der UniversitätsZahnMedizin (Haus 28). Interessierte sind herzlich zu Vorträgen, Rundgängen durch die Kliniken sowie individuellen Beratungsgesprächen mit den auf Implantologie spezialisierten Ärzten der beiden Kliniken eingeladen.

    Zahnverlust hat nicht nur ästhetische Folgen: Auch der die Zähne stützende Unterkiefer leidet darunter, dass beim Kauen der Druck vor allem der Zahnwurzel fehlt. „Innerhalb von zehn Jahren kann ein Kieferknochen durchaus fünf Millimeter von seiner Höhe verlieren“, sagt Prof. Günter Lauer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Davor schützt auch ein einfacher, auf Zähnen oder Schleimhaut aufgesetzter Zahnersatz nicht. Deshalb empfehlen die Implantologen, nach dem Verlust eines Zahns zeitnah über ein Implantat nachzudenken. Wer in früheren Jahren den Aufwand dafür gescheut hat und bei wem sich deshalb der Kieferknochen bereits deutlich zurückgebildet hat, kann trotzdem hoffen: „Dank besonders schmaler oder kurzer Implantate können wir heute vielen Patienten helfen, die früher nicht mit dieser Form des Zahnersatzes versorgt werden konnten“, sagt Prof. Michael Walter, Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik. Neben den besonderen Größen der Implantate gibt es auch die Möglichkeit, den zurückgebildeten Kieferkochen wieder aufzubauen. Dies ist durch den Einsatz patienteneigener
    Knochensubstanz, mit speziellen Materialien sowie durch das Strecken des Knochens möglich.

    Ein Implantat sorgt nicht nur für ein vollständiges und dauerhaft festsitzendes Gebiss, sondern fördert die Stabilität des Kieferknochens: „Dadurch, dass der Kiefer auch an dieser Stelle wieder belastet wird, setzen dort Umbauprozesse ein, der Knochenabbau wird gestoppt“, sagt Prof. Lauer. Auch wenn die optimale Versorgung bei Zahnverlust darin besteht, jeden einzelnen Zahn als Implantat zu ersetzen, gibt es auch weniger aufwändige Möglichkeiten der Versorgung, über die beispielsweise Prof. Walter auf dem Informationstag berichtet: „Auch bei mehreren oder größeren Lücken sowie beim zahnlosen Kiefer gibt es verschiedene Formen des implantatgestützten Zahnersatzes. Er bietet in den meisten Fällen die Möglichkeit einer funktionell und ästhetisch hochwertigen Versorgung.“ Viele Menschen sind unsicher, was auf sie zukommt, wenn Sie sich für ein Implantat entscheiden. Darauf geht Prof. Lauer bei dem Informationstag in seinem Vortrag „ist die Zahnimplantation schlimmer als Zahnziehen?“ ein. Der Klinikdirektor erläutert dabei auch den Aufwand und die Risiken eines Implantats und stellt die Voraussetzungen und die verschiedenen Methoden beim Einsetzen von künstlichen Zahnwurzeln vor: „In vielen Fällen übersteigt die Belastung des Patienten nicht die, die beim Entfernen eines Zahnes auftritt“, erklärt Prof. Lauer.

    Veranstaltungsort
    UniversitätsZahnMedizin, Fiedlerstraße 23, 013097 Dresden (Haus 28)
    Vorträge: Hörsaal der UniversitätsZahnMedizin, (Erdgeschoss)
    Individuelle Beratung: Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, (2. Etage, Räume 303, 314, 304)

    Programm
    10.00 bis 10.10 Uhr: Begrüßung durch Prof. Michael Walter und Prof. Günter Lauer
    10.10 bis 10.30 Uhr: Vortrag Prof. Michael Walter: „Zahnimplantate: Mehr Lebensqualität mit den Dritten Zähnen“
    10.30 bis 10.50 Uhr: Vortrag Prof. Günter Lauer: „Ist die Zahnimplantation schlimmer als Zahnziehen?“
    10.50 bis 11.00 Uhr: Fragen an die Referenten
    11.15 bis 15.00 Uhr: Möglichkeit zur Besichtigung der UniversitätsZahnMedizin mit Gelegenheit zur individuellen Beratung. Während der Besichtigung wird die computergestützte Planung von Implantationen live demonstriert. Verschiedene Implantate und Zahnersatzformen auf Modellen stehen „zum Anfassen“ bereit. Die Führung findet je nach Bedarf in verschiedenen Durchgängen statt. Die individuelle Beratung ist parallel dazu ab 11.15 Uhr möglich.

    Kontakte
    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
    Klinik für Mund-, Gesichts- und Kieferchirurgie
    Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Günter Lauer
    Tel. 0351/ 4 58 33 82
    E-Mail: mkg-chirurgie@uniklinikum-dresden.de
    http://www.uniklinikum-dresden.de/mkg

    Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
    Prof. Dr. med. dent. Michael Walter
    Tel. 0351/ 4 58 27 06
    E-Mail: zahnprothetik@uniklinikum-dresden.de
    http://www.uniklinikum-dresden.de/zap


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).