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21.06.2012 11:41

Am 27. Juni: „Deutsches Zentrum für Infektionsforschung“ wird in Braunschweig gegründet

Manfred Braun Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

    Mit vereintem Know-how gegen Krankheitserreger

    32 führende Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland vereinen ihre Expertise: Im „Deutschen Zentrum für Infektionsforschung“ (DZIF) wollen sie künftig gemeinsam gegen Infektionen vorgehen. Ziel und Auftrag des eingetragenen Vereins DZIF e.V. wird es sein, in Gemeinschaftsprojekten tiefergehende Erkenntnisse über Krankheitserreger zu gewinnen, um daraus neue Strategien gegen sie zu entwickeln und in die Klinik zu bringen.

    Vertreter der beteiligten Hochschulen, Kliniken und Forschungszentren werden am 27. Juni am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig zusammenkommen, um das DZIF zu gründen und seinen Vorstand zu wählen. Am HZI wird künftig auch die gemeinsame DZIF-Geschäftsstelle angesiedelt sein.

    „Infektionskrankheiten sind eine der Haupttodesursachen weltweit“, sagt Prof. Martin Krönke, Köln, der derzeitige Sprecher des DZIF. „Immer wieder treten neue, bislang unbekannte Krankheitserreger in Erscheinung. Und weil viele Bakterien gegen unsere gängigen Antibiotika unempfindlich geworden sind, hat sich das Problem in jüngerer Zeit sogar noch verschärft.“

    Hier wollen die im DZIF organisierten Forscher gezielt gegensteuern: Mit dem gebündelten Know-how der herausragenden Köpfe und einem Netzwerk moderner Labor- und Analysetechnik wollen sie Ansätze für neue Therapien, Medikamente, Impfstoffe und Impfverfahren finden. Im Mittelpunkt steht dabei die so genannte Translation, der verbesserte Fluss von Erkenntnissen und Innovation aus der Grundlagenforschung in die Klinik.

    Schon bald nach der Gründung wird das DZIF mit der Arbeit an seiner Mission beginnen. Erste Projekte sind bereits gestartet: Aufbauend auf der großen Expertise der DZIF-Partnerstandorte sollen beispielsweise translationale Forschungsprojekte die Entwicklung von neuen Behandlungsstrategien für Langzeitfolgen der HIV-Infektion vorantreiben. „Hier greifen die Grundlagenforschung und die klinische Anwendung eng ineinander“, so Prof. Hans-Georg Kräusslich, Standortkoordinator des DZIF in Heidelberg und Koordinator des Forschungsbereichs HIV.

    Neben der translationalen Forschung steht die Ausbildung im Fokus des DZIF. „Junge Wissenschaftler und Ärzte für die Infektionsforschung zu gewinnen und ihnen ein optimales Rüstzeug für ihre Karriere zu vermitteln ist die Aufgabe der neu gegründeten DZIF-Akademie “ sagt Prof. Ulrike Protzer aus München, Koordinatorin der DZIF Akademie.

    Die Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung

    Das DZIF ist Teil des Konzeptes der „Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung“, mit denen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Bekämpfung der bedeutendsten Volkskrankheiten vorantreiben will.

    Neben dem DZIF wurden auf der Basis von Gutachter-Empfehlungen auch Forschungs-Verbünde zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenkrankheiten und Krebs ins Leben gerufen. Bereits im Jahr 2009 waren ein Deutsches Zentrum für Diabetesforschung sowie ein Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen gegründet worden.

    Ein international besetztes unabhängiges Gutachter-Gremium hatte Ende 2010 die leistungsstärksten Einrichtungen aus einer Vielzahl von Bewerbern für das DZIF ausgewählt.

    „Wir freuen uns, dass wir das DZIF bei uns beherbergen und es mit unserer Infrastruktur unterstützen können“, sagt Prof. Dirk Heinz, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI in Braunschweig. Der wissenschaftliche Beitrag des HZI werde neben der Arbeit an infektionsbiologischen Fragestellungen vor allem auf dem Sektor der Wirkstoffforschung liegen, erklärt Heinz.

    Pressetermin bei der Gründungsveranstaltung

    Gelegenheit zu einem Gespräch mit führenden Vertretern des DZIF einschließlich des neu gewählten Vorstands besteht im Anschluss an die Gründungsveranstaltung am Donnerstag, 27. Juni, um 15.30 Uhr. Wir bitten die Vertreter der Medien, sich vorher bei der Pressestelle des HZI anzumelden (0531-6181-1401, presse@helmholtz-hzi.de).

    Partnerstandorte des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF):

    Bonn-Köln
    Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
    Universitätsklinikum Bonn
    Universität zu Köln
    Universitätsklinikum Köln

    Gießen-Marburg-Langen
    Justus-Liebig-Universität Gießen
    Phillips-Universität Marburg
    Paul-Ehrlich Institut, Langen
    Technische Hochschule Mittelhessen

    Hamburg-Lübeck-Borstel
    Universität Hamburg
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (Leibniz Gemeinschaft)
    Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie
    Universität Lübeck
    Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften

    Hannover-Braunschweig
    Medizinische Hochschule Hannover
    Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
    Twincore - Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung
    Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
    Leibniz-Institut DSMZ - Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
    Technische Universität Braunschweig

    Heidelberg
    Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
    Universitätsklinikum Heidelberg
    Deutsches Krebsforschungszentrum

    München
    Ludwig-Maximilians-Universität München
    Klinikum der Universität München
    Technische Universität München
    Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
    Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
    Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr

    Tübingen
    Eberhard Karls Universität Tübingen
    Universitätsklinikum Tübingen
    Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie


    Ihre Ansprechpartner:
    Manfred Braun (Tel 0531 6181-1400)
    Dr. Timo Jäger (Tel 0531 6181-2011)

    Fax 0531 6181-1499
    presse@helmholtz-hzi.de


    Weitere Informationen:

    http://www.helmholtz-hzi.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


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