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04.07.2012 14:43

Uniklinikum Heidelberg mit erstem Lehrstuhl für Gefäßchirurgie in BaWü: Symposium am 7. Juli

Dr. Annette Tuffs Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Heidelberg

    Vor 50 Jahren etablierte das Uniklinikum Heidelberg als eine der ersten Universitätskliniken in Deutschland die Gefäßchirurgie als eigenständiges Fach. Nun hat es einen Lehrstuhl für Gefäßchirurgie eingerichtet und feiert dies mit einem Lehrstuhl-Symposium am 7. Juli in der Chirurgischen Universitätsklinik. Lehrstuhlinhaber Professor Dr. Dittmar Böckler, Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie innerhalb der Chirurgischen Klinik, begrüßt dabei renommierte Experten, die Einblicke in aktuelle Themen zu Forschung und Patientenversorgung in der Gefäßmedizin geben. Die Veranstaltung von 8.30 bis 16 Uhr ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

    Vor 50 Jahren etablierte das Universitätsklinikum Heidelberg als eine der ersten Universitätskliniken in Deutschland die Gefäßchirurgie als eigenständiges Fach. Nun hat es einen Lehrstuhl für Gefäßchirurgie eingerichtet und feiert dies mit einem Lehrstuhl-Symposium am 7. Juli 2012 im Großen Hörsaal der Chirurgischen Universitätsklinik. Lehrstuhlinhaber Professor Dr. Dittmar Böckler, Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie innerhalb der Chirurgischen Klinik begrüßt dabei renommierte Experten, die Einblicke in aktuelle Themen zu Forschung und Patientenversorgung in der Gefäßmedizin geben. Die Veranstaltung von 8.30 bis 16 Uhr ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. Kongresssekretariat: 06221 56-6249, E-Mail: Sabine.Bader-Titze@med.uni-Heidelberg.de

    Deutschlandweit gibt es insgesamt nur sechs Lehrstühle für dieses Fach; in Baden-Württemberg ist Heidelberg der einzige Standort. „Mit dieser Aufwertung der Gefäßchirurgie in Heidelberg wird einer Disziplin Rechnung getragen, die in der Versorgung immer älter werdender Patienten zunehmend an Bedeutung gewinnt“, so der 46-jährige Lehrstuhlinhaber.

    Planungssicherheit für langfristige Forschungsprojekte

    Mit Einrichtung des Lehrstuhls kann sich die Heidelberger Gefäßchirurgie nun insbesondere auf wissenschaftlicher Ebene und in der Lehre weiterentwickeln: Nur mit dem offiziellen Auftrag zu Lehre und Forschung, der an einen Lehrstuhl gebunden ist, erhält die Klinik zusätzliche Mittel für Studentenunterricht, wissenschaftliches Personal und Equipment, hat Anrecht auf Laborräume und kann Fördergelder des Landes einwerben. „Wir haben auch vorher schon gelehrt und geforscht, die Finanzierung war allerdings schwierig und die Räumlichkeiten sehr begrenzt“, erklärt Professor Böckler, der seit 2007 die Klinik für Gefäßchirurgie leitet.

    Trotzdem steht die Klinik im deutschlandweiten Vergleich bereits gut da: Mit mehr als 100 viel beachteten Fachartikeln in den letzten fünf Jahren nimmt Heidelberg unter den eigenständigen Abteilungen für Gefäßchirurgie an deutschen Universitätskliniken eine Spitzenposition ein. „Nun wollen wir zeigen, was wir noch leisten können – nicht nur in der klinischen Forschung, sondern auch in der Grundlagenforschung“, sagt dazu Böckler. Welche molekularen Mechanismen verursachen Arteriosklerose und Alterung von Gefäßen und führen zu Aortenerkrankungen? Wie lässt sich das Risiko einer Aufweitung der Bauchschlagader optimal abschätzen? Diese und weitere Themen erforscht er mit seinem Team in zahlreichen nationalen und internationalen Kooperationen.

    Darüber hinaus gibt der Lehrstuhl Planungssicherheit – z.B. für groß angelegte Projekte und multizentrische Studien. Als Lehrstuhlinhaber kann Böckler jetzt zudem junge Ärzte, die eine akademische Laufbahn anstreben, habilitieren, sie also neben der medizinischen Weiterbildung zum Gefäßchirurgen oder Phlebologen bis zur eigenen Lehrbefugnis begleiten. Das mache die Heidelberger Gefäßchirurgie auch für den medizinischen Nachwuchs attraktiver, ist sich Professor Böckler sicher.

    Fachgesellschaften bescheinigen hohe Behandlungsqualität

    An der Patientenversorgung ändert sich unmittelbar nichts. Schon jetzt sind Patienten mit Gefäßerkrankungen am Interdisziplinären Gefäßzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg hervorragend aufgehoben: 2010 bescheinigten die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) und die Deutsche Radiologische Gesellschaft (DGG) dem Zentrum eine hohe Qualität in Diagnose, Therapie und interdisziplinärerer Zusammenarbeit und bestätigen damit die Zertifizierung von 2003. Im Jahre 2011 gründete Prof. Böckler zusammen mit Prof. Karck, Ärztlicher Direktor der Klinik für Herzchirurgie das Aortenzentrum. Die Behandlung von Erkrankungen der menschlichen Hauptschalgader (Aorta) stellt einen wichtigen Schwerpunkt des gefäßchirurgsichen Standortes in Heidelberg dar.

    "Wir sind auf das gesamte Spektrum an Gefäßerkrankungen, auch als Notfälle, vorbereitet", erklärt Professor Böckler, Sprecher des Zentrums. Hier arbeiten erfahrene Fachärzte für Gefäßchirurgie, Radiologie und Angiologie mit weiteren Spezialisten eng zusammen. Die Therapiemöglichkeiten reichen von der medikamentösen Behandlung über Kathetereingriffe bis zur offenen Operation, so dass für jeden Patienten die beste Behandlung ausgewählt werden kann. Seit 2010 verfügt das Zentrum mit dem neuen „Hybrid-OP“ über einen der modernsten Operationssäle Europas: In diesem Hightech-Operationssaal können hochkomplexe Eingriffe gleichzeitig sowohl minimal-invasiv über die Gefäße als auch am geöffneten Brustkorb vorgenommen werden. Das Team betreut jährlich mehr als 4.000 Patienten ambulant und rund 1.300 stationär, nimmt rund 1.600 Operationen und über 800 Katheter-unterstütze Eingriffe vor.

    Informationen im Internet:
    Lehrstuhl-Symposium:
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/Chirurgie/Gefaesschirurgie/Veran...

    Universitätsklinik für Gefäßchirurgie
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Home.104613.0.html

    Bildergalerie Hybrid-Operationssaal Chirurgische Klinik:
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Hybrid-Operationssaal.118636.0.html

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. med. Dittmar Böckler
    Ärztlicher Direktor
    Universitätsklinik für Gefäßchirurgie
    Tel.: 06221 / 56-6249 (Sekretariat)
    E-Mail: dittmar.boeckler@med.uni-heidelberg.de

    Kongresssekretariat:
    Tel.: 06221 56-6249
    E-Mail: Sabine.Bader-Titze@med.uni-Heidelberg.de

    Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
    Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
    Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

    Bei Rückfragen von Journalisten:
    Julia Bird
    Referentin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
    des Universitätsklinikums Heidelberg und der
    Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
    Im Neuenheimer Feld 672
    69120 Heidelberg
    Tel.: 06221 56-7071
    Fax: 06221 56-4544
    E-Mail: julia.bird@med.uni-heidelberg.de

    Dr. Annette Tuffs
    Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
    des Universitätsklinikums Heidelberg und der
    Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
    Im Neuenheimer Feld 672
    69120 Heidelberg
    Tel.: 06221 56-4536
    Fax: 06221 56-4544
    E-Mail: annette.tuffs@med.uni-heidelberg.de

    Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

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    83 / 2012

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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Personalia, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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