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05.07.2012 14:50

Rudern gegen Krebs: Benefiz-Regatta am 14. Juli in Dresden – Sport und Infos unterstützen Genesung

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Auch bei ernsten Erkrankungen wie Krebs können körperliche Aktivitäten den Genesungsprozess unterstützen. Um Gelder für entsprechende Aktivitäten sammeln und in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Bedürfnisse Krebskranker zu stärken, findet am Sonnabend, dem 14. Juli, zum zweiten Mal die Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ auf der Elbe oberhalb der Blauen Wunders statt. Zentraler Startpunkt ist das Sportzentrum Dresden-Blasewitz (Oehmestraße 1), auf dessen Gelände ein ganztägiges Programm mit Informationsständen, Vorführungen, Kindervergnügungen sowie Essen und Trinken angeboten wird.

    Ausrichter des von der Dresden International University (DIU) sowie des Universitätsklinikum Carl Gustav Carus initiierten und koordinierten Benefiz-Wettbewerbs ist der Sächsische Elbe-Regattaverein e.V.. Diesjährige Schirmherrin ist Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz.

    „Mit dieser Benefiz-Regatta möchten wir ein Zeichen setzen und mit einem Vorurteil aufräumen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums. „Denn Krebs ist in vielen Fällen heute heilbar oder mit einer langen Überlebenszeit verbunden. Damit ist es für die Patienten wichtig, während oder nach der Krankheit wieder zu einem normalen Leben zurückzufinden. Und dazu ist Sport hervorragend geeignet.“ Deshalb nehmen regelmäßig auch Krebspatienten an den bundesweit ausgerichteten Regatta-Veran¬staltungen teil – einem Sport, der den Körper sehr gleichmäßig belastet.

    „Ziel der Stiftung ‚Leben mit Krebs‘ ist, die Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen zu verbessern“, sagt DIU-Geschäftsführer Dr. Reinhard Kretzschmar. Die Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ unterstützt das Anliegen, in dem ein Teil der Teilnehmerbeiträge der Stiftung zu Gute kommt und vor sowie während der Veranstaltungen Spenden gesammelt werden. Damit fördert die Stiftung ‚Leben mit Krebs‘ vor allem Sportprojekte. Allein bei der ersten Dresdner Benefiz-Regatta im vergangenen Jahr kamen 10.000 Euro zusammen. Zu den diesjährigen Spendern gehören Abgeordnete des Sächsischen Landtags: Dessen 2. Vizepräsident, Horst Wehner, wird am Regattatag einen Scheck überreichen. Mit den diesjährigen Spenden möchte die Stiftung in diesem Jahr erstmals Initiativen unterstützen, die in Dresden Sportangebote für Krebspatienten anbieten.

    Ein Beispiel der ersten Stunde dafür ist der Sonnenstrahl e.V. – Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche. „Unser Sportprojekt hilft diesen Kindern dabei, körperlich wieder neue Stärke und Kraft zu schöpfen, einen gesunden Bezug zum eigenen Körper zu erlangen und psychisch wieder Selbstbewusstsein zu finden“, sagt Timotheus Hübner, Geschäftsführer des Sonnenstrahl e.V.. Während der Regatta am 14. Juli zeigt der Verein, wie sich mit Zumba – einem sportlichen Tanz zu lateinamerikanischen Rhythmen – Kinder wie Erwachsene mit großem Spaß bewegen. Parallel informiert der Verein über seine Angebote für krebskranke Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern und Geschwister. Mit Infoständen sind auch das Uniklinikum, die Dresden International University und weitere Institutionen vertreten.

    Oberbürgermeisterin als Schirmherrin und Gewichtheber als Moderator
    Das Anliegen der Benefiz-Regatta hat auch Dresdner Prominente überzeugt: So unterstützt Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz die Aktion: „Für diese Veranstaltung habe ich gern die Schirmherrschaft übernommen. Sportprogramme für Krebspatienten sind ein wichtiger Beitrag für deren Genesung. Außerdem ist es wichtig, dass Veranstaltungen wie diese das Thema Krebserkrankung auf eine andere Art und Weise ins öffentliche Bewusstsein bringen, denn jeder kann davon betroffen sein. Jeder kann aber seinen Körper mit Sport und Fitness gesund halten. Als Oberbürgermeisterin drücke ich natürlich den beiden städtischen Rudermannschaften besonders die Daumen. Letztendlich sind aber alle Teilnehmer Gewinner, denn sie sind aktiv auf der Elbe unterwegs und das für einen guten Zweck.“

    Unterstützung für „Rudern gegen Krebs“ gibt es auch aus der Welt des Leistungssports. Bereits zum zweiten Mal wird Mark Huster, mehrmaliger Weltmeister im Gewichtheben, an der Seite des Sportkommentators Ron Ringguth die einzelnen Rennen der Regatta live kommentieren. Angesichts des neuneinhalbstündigen Wettbewerbs – die Läufe finden im Wechsel mit Passagen der Berufsschifffahrt statt – ist das ein Moderations-Marathon.

    Rahmenprogramm mit Infoständen, Kinder-Unterhaltung und Tombola
    Während die Rennen der Benefiz-Regatta zwischen 9 bis 18.20 Uhr angesetzt sind – es werden insgesamt 50 Läufe ausgetragen – findet ein breit angelegtes Rahmenprogramm statt. Neben den Informationsständen gibt es jede Menge Spiel und Spaß für Kinder – unter anderem ein Bereich, in dem Kinder Spielzeug-Enten aus dem Wasser angeln können, eine Hüpfburg sowie einen Kinder-Schminktisch. Für die Erwachsenen wird es spannend, wenn es um die Tombola der Veranstaltungsagentur Intercom geht. Hier gibt es unter anderem Theaterkarten, eine Hotelübernachtung und Sprachkurse zu gewinnen. Zwei bunt kostümierte Stelzenläufer werden auf dem Elberadweg bereits von weitem sichtbar auf das Ereignis aufmerksam machen.

    Elb-Rudervereine haben großen Anteil am Erfolg der Benefiz-Regatta
    Als unverzichtbar für den Erfolg der Regatta ist deren ehrenamtliche Organisation und Durchführung durch mehrere entlang der Elbe ansässige Rudervereine – von Pirna über Dresden bis Meißen: „Ohne die Kompetenz dieser Vereine und das Engagement von rund 90 ehrenamtlichen Rudersportlern wäre die Regatta nicht möglich“, betont DIU-Geschäftsführer Dr. Reinhard Kretzschmar. Insgesamt treten in diesem Jahr 75 Teams, die in den Kategorien „Frauen“, „Männer“, „Mixed“ und „Klinik-Cup-Dresden“ an. Die Vereine haben im Vorfeld nicht nur den sportlichen Teil organisiert. Sie stellen auch die Boote und trainieren im Vorfeld die 300 Ruderer – die meisten haben vorher noch nie in einem solchen Boot gesessen. Die Rudersportler stellen jeweils den Steuermann, der Viererboote und sorgen so für die Sicherheit der Teilnehmer.

    Kontakte

    Dresden International University
    Marketing und Kommunikation
    Stefan Erbe
    0351 / 40 470 106
    stefan.erbe@di-uni.de
    www.dresden-international-university.com

    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
    Pressestelle
    Holger Ostermeyer
    Tel.: 0351/ 4 58 41 62
    E-Mail: pressestelle@uniklinikum-dresden.de
    www.uniklinikum-dresden.de

    Hintergrundinformationen

    Die Rolle von Sport bei Krebserkrankungen
    Bewegung gilt heute als wichtiger Faktor in der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Problemen, sie schützt vor Knochen- und Muskelabbau, Diabetes und vielen weiteren Erkrankungen. Regelmäßige körperliche Aktivität beugt auch einigen Krebsarten vor. Menschen, die sich viel bewegen, erkranken statistisch gesehen seltener als die Durchschnittsbevölkerung an Dick- und Enddarmkrebs oder Brustkrebs. Bei weiteren Tumorarten besteht ebenfalls ein Zusammenhang, wenn auch weniger ausgeprägt. Angepasstes Bewegungstraining verbessert beispielsweise Erschöpfungszustände, das sogenannte Fatigue-Syndrom. Darunter leiden viele Patienten noch lange nach der Therapie. Wer sich stark erschöpft fühlt, dem fällt der Einstieg in ein regelmäßiges Training allerdings oft besonders schwer. Gemeinsam mit ihrem Arzt können Betroffene am besten herausfinden, welches Pensum an körperlicher Aktivität für sie machbar ist.

    Wissenschaftliche Studien belegen zudem den positiven Einfluss von Bewegung auf die psychische Situation von Krebspatienten. Sport beugt Depressionen und Ängsten bei vielen Betroffenen vor oder drängt die psychischen Probleme zurück. Auch bei weniger starken Einschränkungen wirken sich Bewegung und Sport insgesamt positiv auf die Lebensqualität von Patienten aus. Da viele Betroffene durch körperliche Aktivität fitter und belastbarer werden, gewinnen sie ein Stück Alltagsleben und Zutrauen in die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers zurück.

    Sonnenstrahl e.V.: Sport hilft krebskranken Kindern in den Alltag zurück
    Der Sonnenstrahl e.V. Dresden – Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche begleitet krebskranke Kinder und Jugendliche während der schweren Zeit der Intensivtherapie und der Nachsorge - oft über Jahre hinweg. Viele erkrankte Kinder leiden unter den zum Teil schweren Folgen der Krebstherapie und stehen vor einem langen Weg zurück in einen normalen Alltag. Das Sportprojekt des Vereins hilft diesen Kindern dabei, körperlich wieder neue Stärke und Kraft zu schöpfen, einen gesunden Bezug zum eigenen Körper zu erlangen und psychisch wieder Selbstbewusstsein zu finden. „Wir freuen uns sehr, dass die Benefiz-Regatta ‚Rudern gegen Krebs‘ unser Anliegen in der körperlichen Förderung betroffener Kinder und Jugendlicher unterstützt und werden interessierten Gästen der Veranstaltung an unserem Informationsstand gerne Rede und Antwort zu den Vereinsprojekten stehen“, sagt Timotheus Hübner, Geschäftsführer des Sonnenstrahl e.V.. Weitere Informationen über den Verein können über die Website http://sonnenstrahl-ev.org abgerufen werden.

    Rudern gegen Krebs
    Die Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ ist eine Initiative der „Stiftung Leben mit Krebs“ und wird seit 2005 bundesweit ausgetragen. Bis heute fanden 27 Regatten statt, in deren Rahmen insgesamt 1,8 Millionen Euro an Spenden gesammelt werden konnten. Ziel der Stiftung ist, die Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen durch therapieunterstützende, palliativmedizinische und wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Sie Stiftung ermöglichte über 800 Krebspatienten die Teilnahme an Sporttherapien, sowie weiteren Patienten eine Maltherapie. Dabei stellte sich heraus, dass unter den Teilnehmern die Rate der medizinisch nicht erklärbaren Heilungen überdurchschnittlich hoch ist. – Für die Stiftung Anstoß dafür, drei wissenschaftliche Studien finanziell zu unterstützen, die sich mit der Wirkung sportlicher Aktivitäten auf Krebspatienten beschäftigen. Durch die Regatta „Rudern gegen Krebs“ soll die Öffentlichkeit über diese Initiative informiert und Spenden für weitere Sportprogramme gesammelt werden. Die Regatta wird jeweils mit Unterstützung von lokalen Rudervereinen und onkologischen Therapieeinrichtungen veranstaltet und bietet den Teilnehmern aus der Region die Möglichkeit, durch ihren sportlichen Einsatz die gute Sache zu fördern. Sinnbildlich legen sich die Aktiven „in die Riemen“, um den Krebspatienten zu helfen. Weitere Informationen sind über die Website www.stiftung-leben-mit-krebs.de abrufbar. Spenden sind jederzeit möglich: Empfänger: Stiftung Leben mit Krebs, Deutsche Bank Wiesbaden, Kto.-Nr. 0 14 60 01 09, BLZ 510 700 21, Verwendungszweck: „Rudern gegen Krebs – Dresden“.

    Spitzenmedizin für Dresden: Uniklinikum erobert Top-Position in deutschem Krankenhaus-Ranking
    Deutschlands größter Krankenhausvergleich des Nachrichtenmagazins „Focus“ bescheinigt dem Universitätsklinikum Carl Gustav Dresden eine hervorragende Behandlungsqualität. Noch vor den renommierten Universitätsklinika Heidelberg, Tübingen und Hamburg-Eppendorf erreichte die Dresdner Hochschulmedizin Platz drei dieses Rankings. Nur das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München und die Charité in Berlin erhielten noch bessere Bewertungen.

    Das sehr gute Abschneiden des Dresdner Uniklinikums belegt die überdurchschnittliche Qualität seiner 21 Kliniken, die von Gesundheitsexperten sowie insgesamt 18.000 deutschen Ärzten beurteilt worden sind. Sie haben dabei auch die großen Anstrengungen honoriert, die das Klinikum für die Sicherheit ihrer Patienten und die Behandlungsqualität unternimmt. Im Krankenhausvergleich des Focus ragen die Kliniken für Neurologie und für Urologie besonders heraus. Bei den Krankheitsbildern Parkinson und Prostatakrebs erhalten beide Kliniken des Dresdner Uniklinikums Top-Noten und erreichen jeweils Platz zwei. Unter den Top fünf ist nochmals die Neurologie mit der Behandlung von Multipler Sklerose vertreten. Zudem erreichten die Klinik für Viszeral-. Gefäß- und Gefäßchirurgie mit der Versorgung von Darmkrebspatienten sowie die Klinik für Psychiatrie mit der Therapie von Depressionen Top-Plätze in dem Ranking.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


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