idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
11.07.2012 09:37

Max-Planck-Forscher für Beiträge zur Auswertung biologischer Daten geehrt

Dr. Patricia Marquardt Pressestelle
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik

    Martin Vingron wird Fellow der International Society for Computational Biology

    Martin Vingron, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin, ist zum Fellow der International Society for Computational Biology (ISCB) gewählt worden. Die ISCB ist die führende Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich mit der Untersuchung von lebenden Systemen durch computergestützte Methoden beschäftigen. Die Auszeichnung wird am 15. Juli 2012 im Rahmen der ISMB - Intelligent Systems for Molecular Biology-Konferenz 2012 überreicht.

    Vingron gehört zu den weltweit führenden Wissenschaftlern für die rechnergestützte Analyse und Verarbeitung biologischer Informationen. Der Mathematiker entwickelt Computerverfahren, mit denen große Mengen an molekularbiologischen Daten systematisch ausgewertet werden können. Sein besonderes Interesse gilt der Regulation der Genaktivität im Zusammenhang mit der Struktur und Entstehung von Säugetiergenomen. In seiner Abteilung arbeiten Mathematiker und Informatiker gemeinsam mit experimentell tätigen Biologen, um grundlegende Fragen zur Steuerung der Genaktivität und Regulation von einzelnen Genen zu beantworten.

    Als ISCB Fellows werden seit 2009 Forscher geehrt, die herausragende Beiträge auf dem Gebiet der Bioinformatik geleistet haben. Von den etwa 3.000 ISCB-Mitgliedern aus insgesamt 70 Ländern wurden bislang erst 17 als Fellows ausgezeichnet. In diesem Jahr kommen weitere sechs hinzu. Vingron ist der erste in Deutschland tätige Wissenschaftler, der diese Auszeichnung erhält. Mit ihm geehrt werden Bonnie Berger, Peter Karp, Jill Mesirov und Pavel Pevzner aus den USA, Ron Shamir aus Israel und Gunnar von Heijne aus Schweden.

    Martin Vingron wurde am 5.10.1961 in Wien geboren. Er studierte Mathematik an der Universität Wien und promovierte anschließend am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) und der Universität Heidelberg. Von 1991 bis 1993 forschte er an der University of Southern California in Los Angeles. Es folgten Aufenthalte am Forschungszentrum Informationstechnik in St. Augustin bei Bonn und am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. 2000 wurde Vingron zum Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und Leiter der Abteilung Bioinformatik berufen. Seit 2001 ist er zudem Honorarprofessor am Fachbereich Mathematik und Informatik der Freien Universität Berlin. Seit 2006 ist er außerdem Direktor am CAS-MPG Partner Institute for Computational Biology in Shanghai, China, an dem er jedes Jahr mehrere Wochen verbringt. 2004 wurde Vingron zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt. Ebenfalls in 2004 erhielt er gemeinsam mit Eugene W. Myers den Max Planck Forschungspreis.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie, Informationstechnik, Mathematik, Medizin
    überregional
    Personalia, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).