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16.08.2012 14:53

Ingwer hilft bei Diabetes

Sabine Ranke-Heinemann Pressestelle
Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann

    Laut einer Studie der University of Sydney könnte das Gewürz und alte asiatische Heilmittel Ingwer erhöhte Blutzuckerwerte regulieren und so Komplikationen bei Diabetes-Langzeitpatienten entgegenwirken.

    Die Studie wurde Anfang August in der renommierten Wissenschaftszeitschrift "Planta Medica" veröffentlicht und beschäftigt sich mit der möglichen Regulierung des Blutzuckerspiegels durch die Einnahme von Ingwer und seiner Nutzung von Muskelzellen.

    Basil Roufogalis, Professor für pharmazeutische Chemie, leitete die Untersuchung und fand heraus, dass die aus Ingwer gewonnenen Extrakte die Aufnahme von Glukose in die Muskelzellen unabhängig von einer Insulingabe unterstützen. "Dadurch könnten erhöhte Blutzuckerwerte kontrolliert werden, die gerade bei Diabetes-Langzeitpatienten Komplikationen hervorrufen. Außerdem könnten Zellen so auch unabhängig von einer Insulingabe arbeiten", betonte Professor Roufogalis.

    "Die für diese erhöhte Glukose-Aufnahmefähigkeit verantwortlichen Komponenten heißen Gingerole, bei denen es sich um die größte Gruppe phenolischer Substanzen der Ingwerwurzel handelt", erklärte Professor Roufogalis.

    Die Forscher extrahierten ganze Ingwerwurzeln aus dem australischen Ort Buderim und stellten fest, dass nur ganz bestimmte Teile der Wurzel die Glukoseaufnahme in die Muskelzellen effektiv erhöhten. Dr. Colin Duke und Dr. Van Tran von der Pharmazeutischen Fakultät der Universität analysierten diese Teile und fanden heraus, dass sie einen sehr hohen Anteil an Gingerolen -- vor allem 6- und 8-Gingerole -- enthielten.

    Außerdem untersuchten die Forscher, wie Gingerole die Aufnahme von Glukose beeinflussten und stellten eine Erhöhung der Oberflächenverteilung des Proteins GLUT4 fest. Wenn sich das Protein auf die Muskelzellenoberfläche setzt, ermöglicht es so den Glukose-Transport in die Zellen.

    Bei Typ-2-Diabetespatienten ist die Gkukose-Aufnahmefähigkeit der Skelettmuskulatur aufgrund einer gestörten Insulin-Signalübertragung und einer Unwirksamkeit des Proteins GLUT4 deutlich reduziert. Wir hoffen daher, dass diese viel versprechenden Forschungsergebnisse hinsichtlich der Regulierung des Blutzuckerspiegels in klinischen Studien weiter untersucht werden, so Professor Roufogalis.

    Weitere Informationen:

    Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
    Pressestelle
    Friedrichstr. 95
    10117 Berlin
    Email: berlin@ranke-heinemann.de
    Tel.: 030-20 96 29 593

    oder

    Victora Hollick
    University of Sydney
    victoria.hollick@sydney.edu.au

    Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist das gemeinnützige Studierendensekretariat aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Europa, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.


    Weitere Informationen:

    http://www.ranke-heinemann.de
    http://www.ranke-heinemann.at
    http://www.ranke-heinemann.tv


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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