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02.09.2012 20:06

Neu ans Dresdner Uniklinikum berufener Klinikdirektor baut das Spektrum der VTG-Chirurgie aus

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    An diesem Montag (3. September) nimmt Professor Jürgen Weitz seine Arbeit als neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie (VTG) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden auf. Der vom Heidelberger Universitätsklinikum nach Dresden gewechselte Chirurg löst Professor Hans-Detlev Saeger ab, der die Klinik und das Behandlungsspektrum in knapp 20 Jahren aufgebaut hat. Prof. Weitz verfügt über ein umfassendes Know-how insbesondere bei Operationen des Verdauungstraktes – das sind vor allem Speiseröhre, Magen und Darm, Bauspeicheldrüse, Galle sowie Leber, wobei der Schwerpunkt auf der Tumorchirurgie sowie schonenden OP-Techniken liegt.

    Auch als Spezialist der Transplantationschirurge wird Prof. Weitz das bereits heute breite Behandlungsangebot der Klinik und des Uniklinikums weiter ausbauen. Mit der Berufung des Chirurgen werden zusätzliche Arzt- und Professorenstellen geschaffen, um das Klinikspektrum zu erweitern und künftig mehr Patienten versorgen zu können. Der Arzt und Wissenschaftler bringt auch Forschungsprojekte mit nach Dresden – zum Beispiel ein Vorhaben, das den Weg vom erstmals auftretenden Darmtumor bis zur Entstehung von Metastasen aufklären will. Durch dieses von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Projekt entstehen weitere neue Arbeitsplätze an der Medizinischen Fakultät.

    „Wenn sich ein Patient für eine Operation entscheidet, bringt er dem Chirurgen großes Vertrauen entgegen – das ist mir sehr bewusst. Diesem Vertrauensvorschuss wollen wir in jedem einzelnen Fall gerecht werden“, sagt Prof. Weitz. Das ist für ihn kein unverbindliches Versprechen, sondern lässt sich an klar definierten Fakten festmachen: „Die Qualität eines Eingriffs ist sehr gut belegbar – etwa an einer geringen Zahl an Komplikationen nach einer Operation, der vollständigen Entfernung eines Tumors und auch dem Allgemeinbefinden des Patienten“, so der neue Klinikdirektor. Bei Krebserkrankungen ist die Operation oft Teil einer fachübergreifenden Behandlung. Je schneller der Patient sich von dem Eingriff erholt, umso eher kann mit einer eventuell notwendigen Chemo- oder Strahlentherapie begonnen werden. Diese zeitnahe Abfolge begünstigt in vielen Fällen den Erfolg der Therapien ebenso wie deren Ausführungsqualität. Auch die Frage ob eine Geschwulst überhaupt entfernbar ist, hängt sehr von der Erfahrung des Chirurgen und des gesamten Teams ab. „Prof. Weitz´ beeindruckender Erfahrungsschatz in der Krebschirurgie hat den Ausschlag für seine Berufung gegeben“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinscher Vorstand des Universitätsklinikums: „Ich bin mir sicher, dass er einen wichtigen Beitrag dazu leisten wird, das schon heute auch international exzellente Niveau der Krebstherapie am Universitäts KrebsCentrum im Bereich der Chirurgie weiter auszubauen.“

    „Wir müssen so komplikationsarm wie möglich operieren und trotzdem den Tumor komplett entfernen“, betont Prof. Weitz, der die Zusatzausbildung in der onkologischen Chirurgie im weltweit größten und angesehensten Krebszentrum, dem „Memorial Sloan-Ketterin Cancer Center“ in New York absolvierte. Um dieses Ziel zu erreichen, verantwortet der Chirurg auch zahlreiche Forschungsvorhaben von denen einige künftig in Dresden bearbeitet werden. Hierzu gehört beispielsweise die von der DFG finanzierte Klinische Forschergruppe KFO 227 mit dem Titel „Das kolorektale Karzinom: Der Weg vom Primärtumor zur Metastase“. In dem Projekt geht es darum, das Entstehen von Tochtergeschwülsten zu klären, die bei bestimmten Darmkrebsarten die Hauptursache für den tödlichen Verlauf der Erkrankung darstellt. Diese Metastasen haben ihren Ursprung in Tumorzellen, die die Fähigkeit besitzen, in die Blutbahn und / oder das Lymphsystem auszuwandern und sich in anderen Organen wieder einzunisten beziehungsweise zu einem Tumor auszuwachsen.

    Neue OP-Verfahren für eine individualisierte Therapie
    Größere Eingriffe in den Magen-Darmtrakt stellen eine starke Belastung des Organismus dar, die das Allgemeinbefinden des Patienten zum Beispiel in Form von Schmerzen beeinträchtigen. Durch minimalinvasive Operationstechniken lassen sich unter anderem große Schnitte im Bauchbereich vermeiden. „Stattdessen sind nur noch mehrere kleine Schnitte zum Einführen der OP-Instrumente notwendig“, so der Klinikdirektor, der am Universitätsklinikum die Laparoskopie auch in einem seiner Spezialgebiete, der Pankreas- und Leberchirurgie etablieren wird. Auch können Bauch-OPs künftig in bestimmten Fällen über natürliche Körperöffnungen erfolgen. – Dies ist mit dem positiven Nebeneffekt verbunden, dass sich sichtbare Operationsnarben fast komplett vermeiden lassen. „Durch diese zusätzlichen Optionen können wir den Patienten eine individualisierte Therapie anbieten, die dessen körperlichen Gegebenheiten wie auch seinen Bedürfnissen gerecht werden“, sagt Prof. Weitz.

    Um dies erweiterte Operationsspektrum an der Klinik etablieren zu können, ohne die bisher vorgenommenen Eingriffe zurückzufahren, baut Prof. Weitz sein Team weiter aus – zum Teil mit Kollegen, die ihm aus Heidelberg folgen. Hierdurch werden auch weitere Spezialgebiete, wie beispielsweise die metabolische Chirurgie, die Chirurgie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen und die endogene Chirurgie am Uniklinikum ausgebaut. „Das Dresdner Chirurgenteam und besonders Prof. Saeger haben in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Der anstehende personelle Ausbau der Klinik ist ein wichtiger Schritt, diese Entwicklung fortsetzen zu können“, erklärt der neue Klinikdirektor. Verstärkt wird die Klinik in den kommenden Monaten auch durch zwei zusätzliche Professuren in den Bereichen Gefäß- sowie Thoraxchirurgie. Der exzellente Ruf seines Vorgängers wird auch durch das gute Abschneiden der Klinik beim diesjährigen Krankenhausvergleich des Nachrichtenmagazins „Focus“ bestätigt. Hier hat das Chirurgenteam bei der Behandlung von Darmkrebs im deutschlandweiten Vergleich einen Platz unter den Top fünf erreicht.

    Kontakt
    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
    Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie
    Direktor: Prof. Dr. med. Jürgen Weitz
    Tel. 0351/ 4 58 27 42
    E-Mail: juergen.weitz@uniklinikum-dresden.de
    http://www.uniklinikum-dresden.de

    Spitzenmedizin für Dresden: Uniklinikum erobert Top-Position in deutschem Krankenhaus-Ranking
    Deutschlands größter, 2012 erschienener Krankenhausvergleich des Nachrichtenmagazins „Focus“ bescheinigt dem Universitätsklinikum Carl Gustav Dresden (UKD) eine hervorragende Behandlungsqualität. Die Dresdner Hochschulmedizin erreichte Platz drei im deutschlandweiten Ranking. Dies ist ein weiterer Beleg für die überdurchschnittliche Qualität der 21 Kliniken des UKD. Gesundheitsexperten sowie insgesamt 18.000 Ärzte hatten Kliniken aus ganz Deutschland beurteilt. Sie honorierten dabei die großen Anstrengungen des Dresdner Uniklinikums in den Bereichen Behandlungsqualität und Patientensicherheit. Beim Focus-Vergleich erreichte das Dresdner Uniklinikum vor allem Top-Noten für die Therapie von Parkinson und Prostatakrebs. Damit belegen die Kliniken für Neurologie beziehungsweise Urologie jeweils Platz zwei. Unter den Top fünf ist nochmals die Neurologie mit der Behandlung von Multipler Sklerose vertreten. Top-Plätze im Ranking erreichten zudem die Klinik für Viszeral- Thorax- und Gefäßchirurgie mit der Versorgung von Darmkrebspatienten sowie die Klinik für Psychiatrie mit der Therapie von Depressionen.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Organisatorisches, Personalia
    Deutsch


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