idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
05.09.2012 14:43

Zwei Millionen Euro für dermatologische Forschung in Osnabrück und Göttingen

Dr. Utz Lederbogen Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Universität Osnabrück

    OSNARÜCK. Das Forschungsvorhaben OCCUDERM, das von Osnabrücker und Göttinger Dermatologen durchgeführt wird, erhält aus dem VW-Vorabprogramm zwei Millionen Euro. Gegenstand ist die Erforschung einer Vielzahl von Einflussfaktoren auf Hauterkrankungen am Arbeitsplatz. Das Forschungsvorhaben ist das Initialprojekt für die Einrichtung des Niedersächsischen Instituts für Berufsdermatologie (NIB), das am Montag, 12. November, in Osnabrück von Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka offiziell eröffnet wird.

    Hauterkrankungen gehören zu den häufigsten berufsbedingten Gesundheitsgefahren in Europa. Bei den bis 25-Jährigen machen sie sogar 90 Prozent aller Erkrankungen am Arbeitsplatz aus. »Die Erkenntnisse aus dem Forschungsvorhaben werden wesentlich dazu beitragen, langfristig persönliches Leid der betroffenen Beschäftigten und damit aber auch Arbeitsausfall in den Unternehmen durch Hauterkrankungen und Allergien zu senken«, so apl. Prof. Dr. Swen Malte John, Leiter des Fachgebietes Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie an der Universität Osnabrück und gleichzeitig Sprecher des Projektes.

    Auch zielt das Projekt darauf ab, die Versorgung der Betroffenen und die Beratung von Berufsanfängern zu verbessern. Zu den Projektnehmern gehört das Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, die renommierte Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen und der Informationsverbund dermatologischer Kliniken (IVDK) an der Universität Göttingen.

    Im Zentrum des Vorhabens steht eine Studie mit Auszubildenden in Metallberufen, die parallel in Osnabrück und Göttingen durchgeführt und ausgewertet wird. Auch die Effekte gesundheitspädagogischer Interventionen werden analysiert, so der Osnabrücker Dermatologe. Speziell gehe es um die Fragestellung, ob bei Menschen mit besonderer Hautempfindlichkeit durch eine spezifische Gesundheitsförderung das Entstehen von beruflichen Hauterkrankungen und Allergien vollständig vermieden werden kann. Ziel ist ein optimaler Haut- und Arbeitsschutz. Heute ist etwa ein Fünftel der jungen Menschen besonders hautempfindlich, der Anteil wächst weiter.

    »Eine derart breite interdisziplinäre Bearbeitung dieser sozialpolitisch drängenden und wissenschaftlich aktuellen Thematik ist nur möglich durch den Zusammenschluss mehrerer hochspezialisierter Institutionen«, so der Osnabrücker Forschungsleiter. »Die Gründung des Niedersächsischen Instituts für Berufsdermatologie (NIB) wird dazu ein ganz wichtiger Baustein sein. Es ist die weltweit größte derartige Institution zur Erforschung von Hauterkrankungen am Arbeitsplatz.«

    Weitere Informationen:
    Apl. Prof. Dr. med. Swen M. John, Universität Osnabrück
    Fachbereich Humanwissenschaften
    Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie
    Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation an der Universität Osnabrück (iDerm)
    Sedanstraße 115, D-49069 Osnabrück
    Tel. +49 541 969 2502, Fax +49 541 969 2445
    E-Mail: johnderm@uni-osnabrueck.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).