idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
06.09.2012 13:21

BÄK setzt 60-Std.-Geriatrie-Curriculum um

Nina Meckel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

    (06.09.12) Meilenstein für die geriatrische Hausarztmedizin: Nach jahrelangen Vorarbeiten setzte am 22.08.2012 der Senat für Fortbildung der Bundesärztekammer den Vorschlag der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) e.V. für ein 60-Std.-Curriculum „Geriatrische Grundversorgung“ in Kraft. Nachdem der erste Kurs in Thüringen bereits gelaufen ist, will die DGG dieses Curriculum ab sofort gemeinsam mit allen Landesärztekammern anbieten. Das Curriculum ist praxisnah gestaltet, mit interaktiven Anteilen, Falldarstellungen und Erfahrungsaustausch in Gruppen.

    Die Geriatrie wird damit führbare Bezeichnung im Hausarztbereich und ist bei einer zukünftigen Modifizierung Voraussetzung für die Abrechnung noch zu definierender, geriatrischer EBM-Ziffern. Das Curriculum ist auch als Grundlage für gesonderte Vergütungen von ärztlichen Leistungen im Pflegeheim in der Diskussion.
    Das Curriculum könnte für langjährig tätige Hausärzte – so die künftige Musterweiterbildungsordnung ebenfalls entsprechend überarbeitet wird – eine Voraussetzung für den Erwerb der Zusatzweiterbildung Geriatrie (nach Abschnitt C der Weiterbildungsordnung) werden. Gehen die Pläne der Verantwortlichen auf, sind noch drei Monate Hospitationen vorgesehen, z. B. berufsbegleitend bei ermächtigten Geriatern in Praxen oder Krankenhäusern.

    Der entscheidende, erste Schritt

    Dr. Michael Meisel, WB-Beauftragter der DGG, sagt dazu: „Das von der BÄK verabschiedete Curriculum ist der entscheidende, erste Schritt in diese Richtung. Hausärzte fordern schon seit langem praktikable Weiterbildungsmöglichkeiten ein.“

    Keine Alleingänge der Bundesländer

    Vehement wehrt sich DGG-Präsident PD Dr. Werner Hofmann gegen einen aktuellen Beschluss der LÄK Rhein-Pfalz vom 2. September: „Rheinland-Pfalz wendet sich mit überholten Konzepten einer Fachkundevergabe und Schwerpunktbezeichnung „light“ für die Geriatrie gegen bundesweit anerkannte und EU konforme Weiterbildungswege und rühmt sich damit, es allen leichter machen zu wollen. Dieser Lokalpatriotismus ist er aber Sand im Getriebe des seit Jahren von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie geforderten, sinnvollen Fort- und Weiterbildungskonzeptes, dessen erste Früchte wir gerade ernten. Wir brauchen gemeinsame Versorgungsmodelle und keine Alleingänge!“

    Altersmediziner treffen sich vom 12. bis 15. September in Bonn
    Pressekonferenz am Donnerstag den 13. Dezember um 12.00 Uhr

    Vom 12. bis 15. September 2012 findet im World-Conference Center in Bonn, dem ehemaligen Bundestag, das im deutschsprachigen Raum größte Treffen zum Thema Krankheit und Gesundheit im Alter statt.
    Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) lädt alle Medienvertreter ein, sich auf einer Pressekonferenz am Donnerstag den 13. September um 12.00 Uhr über neue Entwicklungen und Empfehlungen der Altersmedizin zu informieren.

    Die Themen der Pressekonferenz sind:

    • Demenz im Krankenhaus – die Herausforderung der Zukunft.
    Ab 2020 wird jeder fünfte Krankenhauspatient unter einer Demenz leiden. Die Krankenhäuser sind mit diesen Patienten häufig hoffnungslos überfordert.
    Ansprechpartner Priv.-Doz. Dr. Werner Hofmann, Präsident der DGG.

    • Mangelernährung im Alter – das unterschätzte Problem
    Ansprechpartner: Der Kongresspräsident und künftige Präsident der DGG, Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz, Köln.

    • Arzneimitteltherapie im Alter: Was nützt und was schadet?
    Ansprechpartner: Prof. Dr. Renteln-Kruse, Hamburg, und Dr. Ulrich Thiem, Bochum. Prof. Renteln Kruse koordiniert in Hamburg das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte sogenannte LUCAS-Projekt und wird neue Zahlen zur Arzneiversorgung älterer Menschen vorstellen. Dr. Thiem ist Mitautor der sogenannten PRISCUS-Liste, die Arzneimittel enthält, die für alte Menschen problematisch sind.

    • Besonders für Bildjournalisten interessant: Zum Thema Ernährung und Arzneimittel stellt die DGG einen so genannten Instant-Aging-Anzug bereit. Spontan um 50 Jahre gealtert, wird deutlich, was „Gebrechlichkeit“ bedeutet und welche Probleme alte Menschen im Alltag zum Beispiel mit Tablettenverpackungen und Medikamentenzubereitungen haben können.

    Ort: Bonn Conference Center, Platz der Vereinten Nationen 2, 53113 Bonn

    Journalistenakkreditierung/ Pressekontakt:
    Nina Meckel
    medXmedia Consulting
    Nymphenburger Str. 19
    80335 München
    Tel: +49 (0)89 / 230 69 60 69
    Fax: +49 (0)89 / 230 69 60 60
    E-Mail: presse@dggeriatrie.de

    Weitere Informationen zur Geriatrie, dem Jahreskongress oder weitere Pressemeldungen finden Sie unter www.dggeriatrie.de


    Weitere Informationen:

    http://www.dggeriatrie.de/presse/434-baek-setzt-60-std-geriatrie-curriculum-um.h...


    Anhang
    attachment icon PM: BÄK setzt 60-Std.-Geriatrie-Curriculum um

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende
    Medizin, Politik
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).