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20.09.2012 14:40

HNO-Operateure trainieren funktionell-ästhetische Chirurgie

Dr. Uta von der Gönna Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Jena

    OP-Kurs vom 27. bis 29. September am Uniklinikum Jena/ Schwerpunkte: Wiederherstellung der Nasenatmung und Rekonstruktion von Weichteildefekten im Gesicht

    Die Begradigung der Nasenscheidewand gehört zu den häufigsten Operationen in der Hals-, Nasen- Ohrenheilkunde. Der verbogene oder fehlende Knorpel führt zu einer Behinderung der Nasenatmung mit Begleiterscheinungen wie häufigen Infekten und Nebenhöhlenentzündungen. Abhilfe schafft hier nur der operative Eingriff, der jährlich etwa 200 Mal an der Jenaer HNO-Klinik des Jenaer Uniklinikums durchgeführt wird.

    „Obwohl diese Operation damit zu unseren täglichen Aufgaben gehört, stellt der Eingriff auf Grund der unterschiedlichen Ursachen für eine Nasenscheidewandverbiegung, die angeboren, wachstumsbedingt oder unfallbedingt sein können, den Operateur immer wieder vor sehr individuelle Situationen“, erklärt dazu Oberärztin Dr. Gerlind Schneider.

    Die Grundlage jeder funktionellen Nasenoperation, die Korrektur der Nasenscheidewand (Septumplastik), steht daher in diesem Jahr im Mittelpunkt des ersten Teils des 10. Jenaer Kurses für funktionell-ästhetische Chirurgie. Etwa 40 operierende HNO-Ärzte aus ganz Deutschland werden zu diesem dreitägigen Kurs vom 27. September bis zum 29. September am Universitätsklinikum Jena erwartet, bei dem auch praktisch geübt wird. Dafür stellt das Institut für Anatomie Präparate bereit, an denen die Teilnehmer unter Anleitung erfahrener Referenten verschiedene Operationstechniken trainieren können. Am Freitag werden die gezeigten Techniken in Live-Operationen demonstriert. Im zweiten Kursteil am Samstag haben die Teilnehmer dann die Möglichkeit, die Grundlagen der Weichteilrekonstruktion im Gesicht am Modell praktisch zu üben.

    Die häufigste Ursache für Operationen im Bereich der Gesichtsweichteile ist das Basaliom, der so genannte weiße Hautkrebs. Besonders betroffen sind ältere Patienten. „Zur Heilung ist die vollständige Tumorentfernung notwendig, und gerade im Gesichtsbereich ist eine ästhetisch optimale Rekonstruktion dieser Defekte unbedingt anzustreben“, so Dr. Schneider, Leiterin der Spezialsprechstunde für funktionell-ästhetische Chirurgie an der Jenaer HNO-Klinik weiter. „Dafür möchten wir mit unserem diesjährigen Kurs die Grundlagen legen. Gemeinsam mit der Firma 3di GmbH entwickelten wir dazu Gesichtsmodelle, die eine strukturierte Ausbildung mit praktischer Umsetzung dieser komplexen Rekonstruktionen gestatten.“

    Terminhinweis:
    10. Jenaer Kurs für funktionell-ästhetische Chirurgie,
    27. – 29. September
    Hörsaal der HNO-Klinik des Uniklinikums Jena, Lessingstraße 2, Jena
    Veranstaltungsflyer: http://www.hno.uniklinikum-jena.de/hno_media/Downloads/Veranstaltungen/2012/12_flyer_funkchirurgie.pdf

    Ansprechpartner:
    OÄ Dr. Gerlind Schneider
    HNO-Klinik des Universitätsklinikums Jena
    Tel. 03641/935015
    E-Mail: Gerlind.Schneider[at]med.uni-jena.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    regional
    wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


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