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24.09.2012 15:24

In Hildesheim entsteht ein Modell zur Online-Beratung für Seniorinnen und Senioren

Sabine zu Klampen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

    Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert HAWK-Projekt mit 280.000 Euro / enge Kooperation mit regionalen Einrichtungen und internetnutzenden Seniorinnen

    Die wachsende Zahl immer älter werdender Menschen wird Beratungsstellen, Ärztinnen, Ärzte oder ergotherapeutische beziehungsweise physiotherapeutische Praxen über kurz oder lang vor Probleme stellen. Lange Wartezeiten oder kostenintensives, zusätzliches Personal – beides ist für niemanden wünschenswert oder finanzierbar. Mit Hildesheim als Modellregion startet die HAWK jetzt ein Forschungsprojekt, das die traditionellen vis-à-vis-Beratungsangebote sinnvoll mit Internet gestützter Online-Beratung kombinieren und regional vernetzt arrangieren will.

    Entwickelt wird ein Konzept, das auf andere Regionen übertragbar sein soll. „Das ist eine echte Herausforderung“, betont Projektleiterin Prof. Dr. Ulrike Marotzki, Professorin für Ergotherapie an der Hildesheimer HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, „denn es geht darum herauszufinden, welche Themen für die Online-Beratung von Seniorinnen und Senioren überhaupt geeignet sind und wie das Netz von Online-Beratung zu persönlicher Beratung und sinnvoll gestaltet werden kann.“

    Dafür müssen zunächst Beratungsverläufe existierender Online-Beratungsangebote im Internet analysiert und die Übertragbarkeit überprüft werden. Beratungsstellen sollten zukünftig noch stärker zusammenarbeiten als bisher. Außerdem sollen in der Erprobungsphase Aufwand, Nutzen und Abstimmungsprozesse zwischen den Einrichtungen kontinuierlich ausgewertet werden, denn das Konzept muss auch betriebswirtschaftlichen Regeln standhalten. Dazu werden die Erfahrungen aller Beteiligten systematisch einbezogen.

    Kooperationspartner und -partnerinnen sind die „SeniorInnenberatungsstellen“ der Stadt und des Landkreises Hildesheim, der Hildesheimer Seniorenbeirat, der Hausarztverband Hildesheim, der Caritasverband, die Evangelische Familien-Bildungsstätte, ergo- und physiotherapeutische Praxen sowie die „hi-seniors“, ein Zusammenschluss von Seniorinnen und Senioren der Volkshochschule Hildesheim, der sich mit allen Fragen rund um Computer und Internet beschäftigt. Laut ARD/ZDF Onlinestudie 2009 werden schließlich die größten Wachstumspotenziale in der Internetnutzung vor allem bei älteren Nutzerinnen und Nutzern prognostiziert. Erste Erfahrungen mit Online-Beratung hat schon der Bundesverband der AWO in Berlin mit seinem Portal OPuS gemacht. Als Kooperationspartner wird die AWO wichtige Impulse für Hildesheim geben können, ebenso wie der Anbieter einer Softwarelösung für Online-Beratung (beranet) „zone35“.

    Finanziert wird das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt mit dem Titel „Für SeniorInnen on- und offline Beratungsangebote arrangieren (SooBa)“ mit rund 280.000 Euro im Rahmen des Förderprogrammes "Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter" (SILQUA-FH) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Eingerichtet werden davon zwei Promotionsstellen in Kooperation mit der Universität Hildesheim.

    Zum Projektteam unter der Leitung von HAWK-Professorin Marotzki gehören weiterhin Dr. Barbara Betz, Professorin für Betriebswirtschaftslehre, Dr. Maria Huchthausen, Verwaltungsprofessorin für Lehre und Bildung und Dr. Corinna Ehlers, Professorin für Gerontologie der Fachhochschule Nordhausen. Prof. Stefan Wölwer, der an der HAWK-Fakultät Gestaltung Interaction Design lehrt, wird das Vorhaben ebenso begleiten wie Prof. Dr. Stephan Wolf von der Universität Hildesheim, der die kooperativen Promotionsverfahren betreut.

    Eine Auftaktveranstaltung mit allen Kooperationspartnerinnen und -partnern findet Ende November statt. Im nächsten Schritt werden von den Expertinnen gemeinsam mit Praktikerinnen/Praktikern und zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern Beratungsszenarien erarbeitet, die anschließend im Rahmen von sogenannten Fokusgruppen diskutiert, ergänzt und durchgespielt werden. Die Fokusgruppen setzen sich zusammen aus Beraterinnen und Beratern der ausgewählten Einrichtungen sowie aus Seniorinnen und Senioren, die das Internet nutzen.


    Weitere Informationen:

    http://www.hawk-hhg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Informationstechnik, Medizin, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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