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25.09.2012 14:30

Historisches Wissen mit aktuellen Befunden koppeln

Dr. Annette Tuffs Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Heidelberg

    Bei der internationalen Konferenz „Medizin und Gewalt“ vom 3. bis 5. Oktober 2012 befassen sich Wissenschaftler mit Gewalt im Krieg und im Alltag /
    Symposium zum 50. Geburtstag des Heidelberger Instituts für Medizingeschichte

    Am 1. Oktober 1961 wurde an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg ein Lehrstuhl für Geschichte der Medizin eingerichtet und zugleich das Institut für Geschichte der Medizin gegründet. Aus Anlass des nunmehr über 50-jährigen Bestehens veranstaltet das Heidelberger Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, das seit 1992 von Professor Dr. Wolfgang U. Eckart geleitet wird, vom 3. bis 5. Oktober 2012 eine internationale Konferenz zum Thema „Medizin und Gewalt“ im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg.

    Nicht zuletzt der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr hat das Thema Medizin und Gewalt zum Gegenstand tagesaktueller Medienberichterstattung gemacht. „Gewalt“ ist in den aktuellen gesundheits- und gesellschaftspolitischen Debatten in Deutschland präsent. Es befindet sich an der Schnittstelle von Medizin- und Kulturgeschichte. „Daher erstaunt es, dass die Medizingeschichte - im Unterschied zur allgemeinen Geschichte - das Thema „Gewalt“ selten in das Zentrum ihrer Aufmerksamkeit gerückt hat, weder in Deutschland noch international“, erklärt Professor Eckart. „Gewalt-Themen“ der Medizingeschichte seien bislang nur die Beziehungen von Medizin und Krieg und die Auswirkung biologistischer Ideologien gewesen.

    Interdisziplinär Lösungsstrategien gegen Gewalt entwickeln

    Die Tagung eröffnet einen interdisziplinären Diskurs: Neben den Historikern und Ethikern kommen die Vertreter aus Medizin und Psychologie zu Wort. Der vielstimmige Dialog soll die Reflexion zum Thema Gewalt in den medizinischen Fächern vertiefen und Anstöße zu neuen Forschungsprojekten geben. Geschichtswissenschaftler kommen mit Ärzten ins Gespräch, um historisches Wissen mit aktuellen Befunden zu koppeln. “Durch die Verknüpfung historischer Expertise mit professionellem Wissen aus dem Gesundheitswesen und dem Pflegebereich kann ein Beitrag zur Entwicklung von Lösungsstrategien für aktuelle Fragestellungen geleistet werden“, so Professor Eckart.

    Thematische Schwerpunkte sind „Gewalt“ und „Gewaltforschung“ sowie die Gewalterfahrung von Soldaten im Kriegseinsatz und innerhalb der eigenen sozialen Gruppe. Weitere Themen sind die „Gewalt gegen Kinder“ und die geschlechterspezifische Alltagsgewalt mit ihren Auswirkungen, schließlich soll der Blick auf die Tabuthemen „Gewalt in der Psychiatrie“ und „Gewalt in der Kranken- und Altenpflege“ gelenkt werden.

    Die aus der Bundesrepublik, aus Großbritannien und Kanada, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz eingeladenen Referenten und Diskutanten garantieren eine nationale Grenzen überschreitende Ausrichtung der Tagung. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

    Krimilesung mit Wolfgang Schorlau am 3. Oktober um 19.30 Uhr

    Um dem gesellschaftlich relevanten Thema ein größeres Publikum zu verschaffen, findet am 3. Oktober um 19.30 Uhr eine öffentliche Abendveranstaltung im Hörsaal des Instituts für Medizinische Psychologie, Bergheimer Straße statt: eine Literaturlesung des Schriftstellers Wolfgang Schorlau. In seinem neuen Kriminalroman „Brennende Kälte“ geht es um die Traumatisierung von Soldaten in Afghanistan und ihren Auswirkungen, einem zentralen Thema auch der Tagung „Medizin und Gewalt“. Der Eintritt ist frei.

    Veranstalter:
    Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart und Mitarbeiter, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

    Programm und weitere Infos:
    http://www.medizinische-fakultaet-hd.uni-heidelberg.de/Aktuelles.111156.0.html

    Kontakt:
    Dr. Maike Rotzoll (maike.rotzoll@histmed.uni-heidelberg.de)
    Dr. Philipp Osten (philipp.osten@histmed.uni-heidelberg.de)
    Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
    Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
    Tel. (Sekr.): 06221 - 54 82 12

    Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
    Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
    Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

    Bei Rückfragen von Journalisten:
    Dr. Annette Tuffs
    Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
    des Universitätsklinikums Heidelberg und der
    Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
    Im Neuenheimer Feld 672
    69120 Heidelberg
    Tel.: 06221 56-4536
    Fax: 06221 56-4544
    E-Mail: annette.tuffs@med.uni-heidelberg.de

    Julia Bird
    Referentin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
    des Universitätsklinikums Heidelberg und der
    Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
    Im Neuenheimer Feld 672
    69120 Heidelberg
    Tel.: 06221 56-7071
    Fax: 06221 56-4544
    E-Mail: julia.bird@med.uni-heidelberg.de

    Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

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    114 / 2012

    AT


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Geschichte / Archäologie, Medizin, Philosophie / Ethik, Psychologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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