idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
10.10.2012 10:23

MHH-Forscher tritt Heisenberg-Professur an

Stefan Zorn Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Medizinische Hochschule Hannover

    Herzschwächeforscher Professor Heineke wird für herausragende Leistungen ausgezeichnet

    Professor Dr. Jörg Heineke hat von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Heisenberg-Professur zuerkannt bekommen und diese zum 1. Oktober 2012 in der Klinik für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) angetreten. Die DFG finanziert mit dem Programm exzellente Wissenschaftler als Hochschullehrer für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren, anschließend übernimmt die MHH die Finanzierung der Professur. „Hier kommen drei Dinge zusammen: Ein exzellenter Arzt und Wissenschaftler, eine exzellente Forschungsförderung in Form der Heisenbergprofessur der DFG und ein exzellentes wissenschaftliches Umfeld in der MHH. Das Resultat ist ein maximaler Synergiegewinn“, sagt MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann.

    Der 38-jährige Wissenschaftler erforscht Krankheitsmechanismen der chronischen Herzinsuffizienz, einer Erkrankung, an der europaweit etwa zehn Millionen Menschen leiden und die mit hoher Sterblichkeit einhergeht. „Die Heisenberg-Professur ermöglicht mir weiterhin, unabhängig zu forschen. Ich habe nun die Möglichkeit, meine Arbeitsgruppe zu erweitern und so effektiver in unserem spannenden Forschungsgebiet voranzukommen“, sagt Professor Heineke. „Das hohe Renommee des Heisenberg-Programms erhöht darüber hinaus unsere nationale und internationale Sichtbarkeit und weckt so Interesse an unserer Arbeit.“

    Heinekes Arbeitsgruppe ‚Kardiale Angiogenese, Regeneration und Remodeling’ beschäftigt sich mit dem krankhaften, übermäßigen Herzwachstum. „Das Ziel meines Teams ist es, neue therapeutische Ansatzpunkte zu finden und so die Entwicklung beziehungsweise das Fortschreiten einer Herzinsuffizienz zu verhindern“, erläutert Professor Heineke. „Darüber hinaus interessieren wir uns für das Zusammenwirken der verschiedenen Zelltypen im Herzmuskel.“ Die Forscher der Arbeitsgruppe, die Teil des Exzellenzcluster REBIRTH (Von Regenerativer Biologie zu Rekonstruktiver Therapie) ist, untersuchen zum Beispiel die Interaktion zwischen Herzmuskelzellen und Zellen der Blutgefäße sowie deren Steuerung durch zentrale Regulatoren (sogenannte Transkriptionsfaktoren). „Hier gibt es Hinweise, dass diese Mechanismen im insuffizienten Herzmuskel grundlegend gestört sind“, erklärt Professor Heineke.

    „Wir sind froh, dass wir Herrn Professor Heineke, einen ganz herausragenden jungen Wissenschaftlicher, trotz Angebote anderer Universitäten weiter an die MHH binden konnten. Seine vielversprechenden experimentellen Befunde werden auch in translationalen Ansätzen den Patienten der Klinik für Kardiologie und Angiologie zugute kommen“, sagt Professor Dr. Johann Bauersachs, Direktor der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie. Professor Heineke studierte Medizin an der MHH und ging nach dreijähriger überwiegend klinischer Tätigkeit in der Klinik für Kardiologie und Angiologie für vier Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das „Cincinnati Children’s Hospital Medical Center“ der Universität in Cincinnati, Ohio. 2007 kehrte er nach Hannover zurück und leitet seitdem die „Junior Research Group Cardiac Angiogenesis, Regeneration and Remodeling“ an der MHH.

    Weitere Informationen erhalten Sie bei Professor Dr. Jörg Heineke, Telefon (0511) 532-3079, Heineke.Joerg@mh-hannover.de.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Personalia
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).