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11.10.2012 11:45

Immer weniger Herztote in Deutschland – Herzinfarkt ist Männersache, Herzinsuffizienz Frauensache

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    Vom 11. – 13. Oktober 2012 findet in Hamburg die Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) statt

    „Die Sterblichkeit an den am weitesten verbreiteten Herz-Kreislauf-Krankheiten ist in Deutschland stark rückläufig, außerdem nimmt der Anteil tödlicher Herzkrankheiten an allen Krankheiten laufend ab“, berichtet Prof. Dr. Georg Ertl (Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik Würzburg), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie anlässlich der Herbsttagung der DGK und der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie in Hamburg. „Zwischen dem Ende der 1990er-Jahre und 2010 ist in Deutschland die Sterblichkeit bei akutem Herzinfarkt und den ischämischen Herzkrankheiten (Krankheiten als Folge schlechter Durchblutung) um rund 20 Prozent gesunken.“

    Deutlich weniger Todesfälle durch akuten Herzinfarkt und ischämische Herzkrankheiten

    Im Detail: An chronischen ischämischen Herzkrankheiten verstarben 1998 in Deutschland 95.000 Menschen (11,1 Prozent aller Todesfälle), zuletzt waren es 72.700 (8,5 Prozent). Am akuten Herzinfarkt verstarben 1998 noch 76.000 Menschen (8,9 Prozent), heute sind es 55.500 (6,5 Prozent).

    Herzinfarkt ist Männersache, Herzinsuffizienz ist Frauensache

    Es gibt allerdinge eine Reihe von Differenzierungen: Männer versterben in Deutschland wesentlich häufiger an akutem Herzinfarkt: 30.650 (7,5 Prozent) jährlich, gegenüber 25.000 (5,5 Prozent) Frauen.

    Bei der Herzinsuffizienz ist das Verhältnis umgekehrt: Daran verstarben jährlich 32.500 Frauen (7,2 Prozent) und 15.800 (3,9 Prozent) Männer.

    Sterblichkeit bei Herz-Kreislauf-Krankheiten schwankt stark je nach Region

    „Die Sterblichkeit bei Herz-Kreislauf-Krankheiten schwankt stark je nach Region“, bilanziert der DGK-Präsident: Sie beträgt zum Beispiel – gemessen an allen Todesfälle – in Baden-Württemberg bei chronisch ischämischen Herzkrankheiten 7,2 Prozent und bei akutem Herzinfarkt 6,5 Prozent, in Sachsen-Anhalt hingegen 11,3 Prozent bzw. 8,5 Prozent. (2010)

    Evidenz-basierte Medizin: DGK begleitet Innovationen wissenschaftlich

    Der generelle Rückgang der Sterblichkeit bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist untrennbar mit den beeindruckenden Entwicklungen in der Kardiologie und Herzchirurgie verbunden, die auf dem Herbstkongress der DGK präsentiert werden. „Der Umgang mit solchen innovativen Behandlungsmethoden setzt einen vernünftigen und effizienten Einsatz voraus, bei dem es um Fragen der Qualitätssicherung, der Kosteneffektivität und der Evidenz-Basierung geht“, so Prof. Ertl. Sicherheit und Nutzen und der Akut- und Langzeit-Erfolg müssen belegt werden. Das wird durch den konsequenten Einschluss der Patienten in klinische Studien und Register gesichert. Die DGK sieht eine ihrer Aufgaben darin, solche therapeutischen Innovationen wissenschaftlich zu begleiten.“

    Kontakt:
    Pressestelle der DGK
    Achenbachstraße 43
    40237 Düsseldorf
    Tel.: 0211 / 600692 - 51
    Fax: 0211 / 600692 - 10
    Prof. Dr. Eckart Fleck (Pressesprecher, Berlin)
    E-Mail: fleck@dhzb.de
    Christiane Limberg (Pressereferentin, Düsseldorf)
    E-Mail: limberg@dgk.org

    Während des Kongresses:
    Kongress-Pressebüro: Tel.: 040 / 3569-5300
    B & K Medien- und Kommunikationsberatung: 0049-(0)621-41065005

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 8000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


    Weitere Informationen:

    http://www.dgk.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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