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24.10.2012 15:01

30 Jahre Allergietherapie in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde des Dresdner Uniklinikums

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Die Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden bietet seit nunmehr 30 Jahren eine spezialisierte Versorgung von Patienten mit unterschiedlichen Allergien an. Hierzu wurde im Herbst 1982 eine Spezialambulanz gegründet. Dieses Jubiläum wird am heutigen Mittwoch (24. Oktober) im Medizinisch-Theoretischen Zentrum der Medizinischen Fakultät mit einem wissenschaftlichen Symposium gefeiert. Hierzu kommen führende Allergologen aus Berlin, Köln, München und Tübingen nach Dresden.

    Die deutliche Zunahme von allergischen Erkrankungen sowie die dafür verfügbaren Methoden der Diagnostik und Therapie haben in den vergangenen Jahren zu einer Ausweitung des Versorgungsangebots am Dresdner Uniklinikum geführt, das vor zwei Jahren im Universitäts AllergieCentrum (UAC) gebündelt wurde. In diesem Rahmen arbeiten die Kliniken für Dermatologie, für HNO-Heilkunde, für Kinder- und Jugendmedizin sowie des Bereichs Pneumologie (Lungenheilkunde) der Medizinischen Klinik I interdisziplinär zusammen. Dr. Bettina Hauswald, Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde war es, die bereits in den 80er und Anfang der 90er Jahre Pionierarbeit auf diesem Gebiet leistete. Sie trug zum Beispiel maßgeblich dazu bei, Akupunktur als Therapie für bestimmte Formen der Allergie zu erforschen und in der ärztlichen Praxis zu etablieren. Der erfolgreiche Einsatz der Nadeln beispielsweise gegen Heuschnupfen und Hausstaubmilbenallergie bewahrte seitdem zahlreiche Künstler davor, ihren Bühnenberuf gesundheitsbedingt aufgeben zu müssen. Im Mittelpunkt des Behandlungsangebots steht jedoch die auf Medikamenten beruhende spezifische Immuntherapie, die bei den meisten Allergien erfolgreich eingesetzt wird. Neben den allergischen Reaktionen auf Pollen behandelt Dr. Hauswald damit unter anderem auch Allergien gegen Mehlstaub oder Tierhaare, so dass sie viele Bäcker und Tierärzte vor der Berufsunfähigkeit bewahren konnte.

    Die Allergieabteilung der HNO-Klinik hat neben dieser komplementären Therapie eine Vielzahl weiterer Methoden zur Diagnose und Behandlung von Allergien weiterentwickelt. Hierzu gehört der Nasenprovokationstest oder das Dresdner Schema der sogenannten Ultra-Rush-Hyposensibilisierung. Die große Zahl der Patienten und die langjährige Erfahrung der Dresdner Allergologie trugen ebenso zum international guten Ruf der Einrichtung bei, die regelmäßig als Standort wissenschaftlicher Studien ausgewählt wird.

    Die Dresdner Allergologen spielen auch eine wichtige Rolle bei der Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses. Allein die Allergologieabteilung der HNO-Klinik hat in den letzten 30 Jahren 32 Promotionsarbeiten betreut, etwa 65 Allergologen ausgebildet, zahlreiche Allergie- und Akupunkturkurse sowie Weiterbildungsveranstaltungen organisiert, an denen Ärzte aus ganz Deutschland teilnahmen.

    Kontakt
    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
    Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
    Funktionsbereich Allergologie
    Dr. med. Bettina Hauswald
    Tel. 0351/ 4 58 21 30
    E-Mail: bettina.hauswald@uniklinikum-dresden.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uniklinikum-dresden.de/hno


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Organisatorisches, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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