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25.10.2012 08:27

Wie wandern Stammzellen in das erkrankte Organ?

Ingrid Rieck Presse und Kommunikation
Universität Rostock

    Rostocker Mediziner liegt diese Frage am Herzen

    Für die Herzgeneration haben Wissenschaftler der Universitätsmedizin Rostock schon in verschiedenen klinischen Anwendungen humane Knochenmarkstammzellen zum Einsatz gebracht. Den Forschern stellt sich dabei die Frage, in welchem Ausmaß die applizierten Stammzellen aus dem Gefäßsystem in das geschädigte Organ bzw. Gewebe einwandern können. „Nur so können die Stammzellen ihre Wirkung entfalten“, erläutert Dr. Peter Donndorf vom Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie an der Universität Rostock. „Wichtige Schritte sind dabei das „Rollen“ (Abbremsen) und „Anheften“ der Stammzellen auf der Gefäßoberfläche.“

    Während einer laufenden Herzoperation gewann Dr. Peter Donndorf zusammen mit seinem Team der Universitätsmedizin Rostock Knochenmark aus dem Brustbein, aus denen anschließend eine bestimmte Stammzellpopulation isoliert wurde. Die Versuche zeigten, dass aus Knochenmark isolierte humane CD 133+-Stammzellpopulationen zur spezifischen Gefäßanheftung fähig sind. „Damit wird eine Grundvoraussetzung erfüllt, um regenerative Effekte an das geschädigte Gewebe vermitteln zu können“, freut sich Dr. Donndorf, dessen Forschungsergebnisse kürzlich in der Zeitschrift „Cell Transplantation“ publiziert wurden. Link: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23051098

    Infokasten: Stammzellen als „Reparaturreserve" des Körpers

    Stammzellen sind eine Art „Reparaturreserve" des Körpers. Sie sind noch nicht differenziert und können sich verschieden entwickeln. Sie können eine Vielzahl von Zelltypen bilden. Die diesjährigen Nobelpreisträger für Medizin haben die Zellbiologie revolutioniert. Der 78-jährige John B. Gurdon von der britischen University of Cambridge und der 50-jährige Shinya Yamanaka von der Kyoto University haben herausgefunden, dass aus jeder Haut-, Nerven- oder Herzzelle wieder eine Stammzelle werden kann. Mittlerweile können Forscher auch ausgereifte Zellen so umprogrammieren, dass sie wieder die Eigenschaften einer Stammzelle besitzen.

    Universitätsmedizin
    Klinik für Herzchirurgie
    Prof. Dr. Gustav Steinhoff
    T: 0381-494 6100
    Mail: gustav.steinhoff@med.uni-rostock.de
    http://www.med.uni-rostock.de/index.php?id=789


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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