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25.10.2012 13:33

Entscheidung beim Architektenwettbewerb für die Portalklinik des Klinikums der Universität München

Philipp Kressirer Kommunikation und Medien
Klinikum der Universität München

    Beim Architekten-Wettbewerb für die neue Portalklinik im Herzen Münchens stehen die Preisträger fest. Ein 47-köpfiges Preisgericht benannte den Sieger-Entwurf und weitere Preisträger für den geplanten Klinikneubau an der Ecke Nußbaum-/Ziemssenstraße. Dieser soll in direkter Nachbarschaft und mit Anbindung an die Medizinische Klinik und Poliklinik IV in der Ziemssenstraße gebaut werden. Die Portalklinik ist Voraussetzung für eine Neuordnung der LMU-Universitätsmedizin. Teile der am Campus Innenstadt angesiedelten Kliniken sollen in der interdisziplinären Portalklinik zusammengeführt werden, andere medizinische Bereiche finden am Campus Großhadern ein neues Zuhause. Ein Novum bei der Portalklinik ist die Bauherreneigenschaft des Klinikums der Universität München bei einem derart großen Vorhaben. Alle eingereichten Arbeiten und Modelle können von 24.10. bis 4.11.2012 im Foyer des Hörsaaltraktes in Großhadern täglich zwischen 9.00 und 18.00 Uhr besichtigt werden.

    Den ersten Platz belegte der Entwurf des Architekturbüros Nickl & Partner aus München. Auf den weiteren Plätzen landeten die Vorschläge von GMP aus Aachen, von Wörner + Partner aus Frankfurt sowie von RRP aus München. Prof. Dr. Thomas Jocher, Vorsitzender des Preisgerichtes: „Der Siegerentwurf zeichnet sich aus durch einen respektvollen, poetischen Umgang mit dem Altbau in einem klugen städtebaulichen Konzept. Es entsteht eine angenehme Atmosphäre von Offenheit und Transparenz.“ Im nächsten Schritt ist beabsichtigt einen der Preisträger im Rahmen eines VOF Verfahrens mit der weiteren Planung zu beauftragen. „Ziel des Verfahrens ist es, eine Lösung zu finden, die sämtliche Belange – insbesondere Patientenorientierung, Medizin, Pflege, Stadtplanung und Wirtschaftlichkeit – berücksichtigt“, betont Gerd Koslowski, Kaufmännischer Direktor des Klinikums der Universität München. „Beim Wettbewerb wurden ausgezeichnete Entwürfe eingereicht. Ich bin sicher, dass wir am Ende eine gute Lösung finden werden.“

    Die neue Portalklinik in der Münchner Innenstadt

    In der geplanten Portalklinik sollen Patienten in Zentrumslage ambulant oder kurzfristig stationär versorgt werden. Für komplexere Fälle ist eine Weiterbetreuung am Campus Großhadern geplant. Die Portalklinik wird Ambulanzen und eine Notaufnahme sowie 200 interdisziplinär genutzte Betten umfassen. Die Ambulanz ist auf ca. 50.000 Fälle jährlich ausgelegt. „Die Portalklinik sichert die Akut- und Notfallversorgung von internistischen und chirurgischen Patienten am Standort. Die Organisation der Klinik soll krankheits- bzw. organbezogen auf die Sorgen der Patienten hin konzipiert werden: Zum Beispiel sind u.a. organsystem-übergreifende Portale etwa für die Betreuung von Patienten mit Hormonstörungen und rheumatischen Erkrankungen geplant. Es sollen zielgruppenorientiert auch ein Geburtszentrum mit rund 2.000 Geburten jährlich und ein Senioren-Portal eingerichtet werden“, so der Ärztliche Direktor, Prof. Burkhard Göke.

    Der Bauplatz für die Portalklinik erstreckt sich planmäßig vom Parkplatz neben dem Ziemssenblock über den Altbau des Bettenhauses bis hin zur angrenzenden Klinik für Psychiatrie. „Die Planungen sehen derzeit eine zweijährige Planungsphase und vier Jahre Bauzeit in zwei Bauabschnitten vor, so dass der erste Bauabschnitt der Portalklinik ab 2016/2017 eröffnet werden könnte“, sagt Gerd Koslowski.

    Klinikum der Universität München

    Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2011 an den Standorten Großhadern und Innenstadt 466.909 Patienten ambulant, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 45 Fachkliniken, Institute und Abteilungen sowie 35 interdisziplinäre Zentren verfügen über mehr als 2.200 Betten. Von insgesamt über 10.000 Beschäftigten sind rund 1.800 Mediziner und 3.400 Pflegekräfte. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2011 rund 75 Millionen Euro an Drittmitteln verausgabt und ist seit 2006 Anstalt des öf-fentlichen Rechts.
    Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität ist das Klinikum der Universität München an fünf Sonderforschungsbereichen der DFG (SFB 455, 571, 596, 684, 914), an drei Transregios (TR 05, 127, 128), zwei Forschergruppen (FOR 535, 809) sowie an zwei Graduiertenkollegs (GK 1091, 1202) beteiligt. Hinzu kommen die vier Exzellenzcluster „Center for Integrated Protein Sciences“ (CIPSM), „Munich Center of Advanced Photonics“ (MAP), „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM) und „Munich Cluster for Systems Neurology“ (SyNergy) sowie die Graduiertenschulen „Graduate School of Systemic Neurosciences“ (GSN-LMU) und „Graduate School of Quantitative Biosciences Mu-nich (QBM)“.


    Weitere Informationen:

    http://www.klinikum.uni-muenchen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Bauwesen / Architektur, Medizin
    regional
    Organisatorisches, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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