idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
25.10.2012 15:16

Ethikrat traf Abgeordnete in Berlin

Ulrike Florian Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Ethikrat

    Am gestrigen Mittwoch hat der Deutsche Ethikrat seinen zweiten Parlamentarischen Abend im laufenden Jahr in Berlin veranstaltet, um über den Stand der Beratungen zu aktuellen Themen zu berichten und mit den Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu diskutieren.

    Im Namen des Präsidiums des Deutschen Bundestages dankte Vizepräsidentin Petra Pau in ihrem Grußwort dem Ethikrat für seine intensive Politikberatung durch Stellungnahmen und den Austausch mit den Abgeordneten des Parlaments.

    Christiane Woopen, die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, berichtete in ihrer Begrüßungsansprache, dass sich der Ethikrat zurzeit mit einer Fülle von Themen auseinandersetzt. Sie betonte, dass es dem Ethikrat besonders wichtig ist, mit den Abgeordneten im Gespräch zu sein und die Arbeit so abzustimmen, dass die Diskussion zur richtigen Zeit in der richtigen Weise im politischen Prozess berücksichtigt werden kann.

    Im Anschluss stellte Michael Wunder, Sprecher der ratsinternen Arbeitsgruppe zum Thema „Demenz und Selbstbestimmung“, Eckpunkte und Empfehlungen der gleichlautenden Stellungnahme vor, die der Rat im April dieses Jahres veröffentlicht hatte. Das Besondere an dieser Stellungnahme, so Wunder, sei der Perspektivwechsel, den der Ethikrat mit seinem Blick auf die Potenziale, die individuellen Erlebnisweisen und Teilhabeformen von Menschen mit Demenz auch bei vorangeschrittener Erkrankung sowie die jeweils noch mögliche Selbstbestimmung vollzogen hat.

    Die anschließenden Fragen der Abgeordneten bezogen sich in erster Linie auf lebenspraktische Aspekte des Umgangs mit von Demenz betroffenen Personen: die Wertigkeit von Patientenverfügungen einst einwilligungsfähiger Menschen gegenüber aktuellen Willensbekundungen im Stadium der Einwilligungsunfähigkeit, die Probleme bei der medizinischen Versorgung der meist multimorbiden Patienten, die Notwendigkeit, professionelle und ehrenamtliche Betreuung miteinander zu verschränken und Fortbildungsangebote für das medizinische Personal nahezu aller Fachrichtungen zu schaffen und parallel dazu die Versorgungsforschung zu intensivieren.

    Weitere Diskussionsschwerpunkte des Abends waren der Stand der Beratungen bezüglich der Stellungnahmen zu den Themen „Zukunft der genetischen Diagnostik“, „Sterben, Tod und Organtransplantation“, „Biosicherheit und Forschungsfreiheit“ sowie „Inzestverbot“.


    Weitere Informationen:

    http://www-ethikrat.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Philosophie / Ethik, Recht
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).