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27.10.2012 07:17

Klinik für Tumorbiologie Freiburg setzt internationale pflegerische Handlungsleitlinien um

Prof. Dr. Hans Helge Bartsch, Ärztlicher Direktor u. Vorstandssprecher Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Klinik für Tumorbiologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

    Als Modelleinrichtung der klinischen Krebsforschung mit eigenen Forschungsbereichen beteiligt sich die Freiburger Klinik für Tumorbiologie an der Weiterentwicklung patientenorientierte Pflege- und Qualitätskonzepte. Zielsetzung ist es auf der Grundlage wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse eine weitere Verbesserung in der Betreuung von Tumorpatienten zu erreichen. Die Klinik für Tumorbiologie ist die einzige Einrichtung im deutschsprachigen Raum, die jetzt im Rahmen eines Projektes der European Oncology Nursing Society (EONS) die evidenzbasierten Handlungsleitlinien der US-amerikanischen Oncology Nursing Society (ONS) umsetzt.

    Dabei geht es im Wesentlichen darum wissenschaftlich-pflegerische Erkenntnisse in strukturierter Form zusammenzufassen und damit die Basis für eine einheitliche und professionelle Pflege zu schaffen.

    Nach einer intensiven Schulung der europaweit 12 teilnehmenden Kliniken zu den 5 Themenfeldern Atemnot, Schmerz, Lymhödem, strahlenbedingte Hautveränderung und periphere Polyneuropathie (Mißempfindungen an Händen und Füßen) erfolgt ab Oktober in einer ersten Phase die Umsetzung der Empfehlungen aus den Themengebieten Dyspnoe (Atemnot) und Schmerz. Atemnot wird, anders als Luftmangel, als Lebensbedrohung akuter Stufe empfunden. Da sich insbesondere die Pflege nach dem individuellen Krankheitserleben richtet muss eine individuell auf den Patienten angepasste Vorgehensweise entwickelt werden, die ihm helfen soll, mit dem Problem der Atemnot künftig besser umgehen zu können. Bis zu 90 Prozent der Tumorpatienten leiden unter Schmerzen, die ihre Lebensqualität deutlich verringern. Im Sinne ihres ganzheitlichen therapeutischen Ansatzes setzt die Klinik für Tumorbiologie auf die konsequente Schmerzbehandlung durch speziell in der Schmerztherapie ausgebildete Fachkräfte innerhalb interdisziplinärer Teams. Fachärzte, Pflegekräfte („Pain Nurses“), Psychologen, Seelsorger und weitere Spezialisten arbeiten gemeinsam mit dem Patienten an individuellen Lösungsansätzen. Dabei wird in besonderem Maße das den Schmerz und den Patienten als Ganzes begreifende „biopsychosoziale Krankheitsmodell“ berücksichtig. Die Umsetzung der anderen Themenfelder wird nach einer gemeinsamen Auswertung der teilnehmenden Krankenhäuser für 2013 angestrebt.

    Für die Stationsteams werden regelmäßig Gesundheits- und Krankenpflegerinnen (m/w) mit Interesse für die besonderen fachlichen, menschlichen und ethischen Anforderungen der Pflege in einem Onkologiezentrum gesucht. Interessierte werden auf die vielfältigen Einsatzfelder im Bereich Internistische Onkologie, Palliative Care, Clinical Trial Unit sowie Onkologische Rehabilitation, mit einem strukturierten Einarbeitungskonzept und einem fundierten Fort- und Weiterbildungsangebot inkl. Teilnahme an Supervisionen vorbereitet und kontinuierlich gestützt.

    „Die bestmögliche Pflege entsteht durch einen dynamischen Prozess, der sich in der persönlichen Beziehung zwischen den Beteiligten entwickelt. Sie ist individuell und auf die Bedürfnisse des Patienten ausgerichtet und orientiert sich an den aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen“, betont Christian Wylegalla, Direktor Pflegedienst und Pflegeforschung der interessierten Bewerbern für persönliche Rückfragen auch persönlich zur Verfügung steht (Telefon 0761/206-1811 , pdir@tumorbio.uni-freiburg.de).


    Weitere Informationen:

    http://www.tumorbio.uni-freiburg.de/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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