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06.11.2012 12:38

Neuer Geburtenrekord am Dresdner Uniklinikum: 2.000. Baby des Jahres schon da!

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Der deutliche Aufwärtstrend bei den Geburtenzahlen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden setzt zu einem neuen Rekord an. Während 2011 die Zahl der Neugeborenen leicht unter dem Rekordjahr 2010 blieb, wird es in diesem Jahr mit Sicherheit eine neue Bestmarke geben: Vor zwei Jahren hat das 2.000. Baby am 23. November im Universitäts Kinder-Frauenzentrum das Licht der Welt erblickt, in diesem Jahr war es bereits am 5. November soweit: um 8.47 Uhr wurde Matteo Noah Richol (3.150 Gramm schwer und 51 Zentimeter groß) in einem der fünf Kreißsäle der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe geboren.

    Dass sich das Dresdner Uniklinikum weiter auf Rekordkurs befindet, zeichnete sich bereits im Frühjahr ab. Von Januar bis März 2012 wurden insgesamt 573 Neugeborene gezählt – zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 18 Prozent. Den größten Zuwachs verzeichneten die Hebammen im März mit 208 Neugeborenen – so viele wurden hier noch nie im dritten Monat des Jahres geboren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (160 Babys) bedeutet das ein Plus von 30 Prozent.

    Die Uni-Frauenklinik rechnet für dieses Jahr mit knapp 2.400 Babys – eine Zahl, die seit Einführung einer offiziellen Statistik noch nie erreicht wurde. Auch Zwillingsgeburten wird es 2012 wahrscheinlich mehr geben: Bereits Anfang November steht die Frauenklinik bei 92 Zwillingspärchen, im gesamten Vorjahr waren es insgesamt 106 Zwillingsgeburten, 2010 kamen 98 Zwillingspaare zur Welt. „Die hohe Zahl der Zwillingsgeburten steht für den großen Erfolg der Kinderwunschbehandlung an unserer Klinik“, sagt Prof. Pauline Wimberger, die im Juli die Leitung der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe übernommen hat. Es ist vor allem die sogenannte Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), die in Dresden die bundesweit höchste Erfolgsquote hat. 2011 stellte sich bei über der Hälfte dieser künstlichen Befruchtungen Nachwuchs ein – sehr oft sind dies Zwillinge. Bei der ICSI wird ein Spermium des Mannes direkt in die Eizelle gespritzt, statt dass – wie in der regulären künstlichen Befruchtung – die Spermien selbst in die Eizelle eindringen müssen. Diese Spermieninjektion wird dann angewandt, wenn vorhergehende Kinderwunschbehandlungen erfolglos blieben oder der Mann eine schlechte Spermienqualität aufweist.

    Wenn sich Mehrlingsgeburten ankündigen, ist das Universitäts Kinder-Frauenzentrum ebenso ein hochkompetenter Partner der werdenden Eltern wie bei zu früh oder krank geborenen Kindern. Als einziges Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) in Ostsachsen bietet das Zentrum einen großen Erfahrungsschatz in der Therapie und Pflege dieser Kinder und verfügt über eine optimale Ausstattung. Hier arbeiten die Kliniken für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie für Kinder- und Jugendmedizin eng zusammen und stellen so die lückenlose Versorgung der Mütter und Kinder in Schwangerschaft, bei der Geburt sowie in der Zeit danach sicher: Beide Bereiche sind Tür an Tür im selben Gebäude untergebracht. Vom Kreißsaal bis zur Intensivstation für Früh- und Neugeborene auf derselben Ebene sind es nur wenige Meter.

    Die Geburtshilfe des Uniklinikums ist aber auch bei vielen Dresdnerinnen mit einer risikolos verlaufenden Schwangerschaft erste Wahl: „Neben der Universitätsmedizin und der unmittelbaren Nähe zur Kinderklinik mit ihrer Neugeborenenstation geben unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie modernen Stationen mit den hellen Zwei-Bett-Zimmern den Ausschlag“, sagt Klinikdirektorin Prof. Pauline Wimberger. Hier ist nicht nur Platz für Mutter und Kind: Wenn Väter es wünschen, können sie auch nach der Geburt ganz nah bei Partnerin und Kind bleiben.

    Hebammen-Sprechstunde sichert engen Kontakt zur Klinik
    Die Hebammen-Sprechstunde eröffnet werdenden Müttern, die keine weitergehende medizinische Betreuung benötigen, bereits im Vorfeld der Geburt einen engen Kontakt zur Uni-Frauenklinik. Abgestimmt auf die Bedürfnisse der in dieser Zeit oft noch berufstätigen Mütter stehen die Hebammen für individuelle Gespräche auch an Nachmittagsstunden zur Verfügung. Interessierte können sich unter 0351/458 23 65 telefonisch anmelden oder jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat zum Informationsabend für werdende Eltern in die Uni-Frauenklinik kommen. Die Hebammen haben auch die älteren Geschwister im Blick: In einem einstündigen Kurs erfahren die Kinder alles rund um die Schwangerschaft ihrer Mütter und die anstehende Geburt ihrer Schwester oder ihres Bruders. Außerdem lernen sie, wie Babys getragen, gefüttert und gepflegt werden.

    „FamilieNetz“ – auch Eltern Frühgeborener bedürfen spezieller Betreuung
    Die nachgeburtliche Betreuung von zu früh oder krank geborenen Kindern in der Uni-Kinderklinik bezieht ausdrücklich deren Eltern mit ein: Denn die Mütter und Väter haben einen wichtigen Anteil daran, dass sich Frühgeborene psychisch und physisch optimal entwickeln können. Hierzu rief der Fachbereich Neonatologie/Pädiatrische Intensivmedizin das Projekt „FamilieNetz“ ins Leben. Im Mittelpunkt steht das Anliegen, die Eltern-Kind-Bindung zu fördern. Aufgrund der langen Zeit im Krankenhaus sowie häufig auch wegen physischer und psychischer Einschränkungen sind diese Bindungen oftmals nicht so intensiv wie bei Kindern, die nach der Geburt keiner so speziellen Versorgung bedürfen.

    Kontakt
    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
    Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
    Direktorin: Prof. Pauline Wimberger
    Tel. 0351/ 4 58 34 20
    Fax 0351/ 4 58 43 29
    E-Mail: frauenklinik@uniklinikum-dresden.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uniklinikum-dresden.de/gyn


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


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