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07.11.2012 12:04

Erkenntnisse aus Freiburg begeistern tausende Nierenforscher

Doreen Winkler Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Freiburg

    Freiburger Arzt erhält einen der international renommiertesten Preise in der Nierenheilkunde.

    Während der Jahreskonferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Nierenheilkunde in San Diego erhielt Prof. Dr. Tobias Huber, Nephrologe am Universitätsklinikum Freiburg, den Young Investigator Award 2012.

    Dieser Wissenschaftspreis wird einmal im Jahr an einen herausragenden Wissenschaftler vergeben und gilt weltweit als die bedeutendste Auszeichnung für Nierenforscher unter 45 Jahren. Sie wurde bisher nur zweimal ins Ausland vergeben - am vergangenen Sonntag nun an Prof. Dr. Tobias Huber, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Nephrologie und Allgemeinmedizin. Prof. Huber leitet dort seit mehreren Jahren eine sehr erfolgreiche Forschergruppe, die sich mit der Struktur und den Erkrankungen der Nierenfiltereinheiten befasst. Die Nieren bestehen aus etwa einer Million mikroskopisch kleiner Filtereinheiten. In diesen werden im Blut gelöste Stoffe durch einen hochkomplexen mehrschichtigen Filter gepresst. Der Filterprozess sorgt letztlich für die Ausscheidung von schädlichen Substanzen und Stoffwechselprodukten. Fortschreitende Erkrankungen dieses hochsensiblen Nierenfiltersystems stellen die häufigste Ursache für ein chronisches Nierenversagen und eine Dialysepflicht dar.

    Ausgezeichnet wurde Prof. Huber für die bahnbrechenden Beiträge zur Aufklärung der Struktur und Funktion des Nierenfilters, die er gemeinsam mit seinem Team erarbeitet hat. Er entwickelte teilweise völlig neue Techniken, so ist es ihm beispielsweise gelungen, menschliche Nierenmoleküle in sogenannte Modellorganismen wie den Fadenwurm und die Fruchtfliege einzubringen. Diese Erkenntnisse haben zu einem neuen Verständnis von Nierenerkrankungen geführt und sollen, so hofft der Wissenschaftler, zu innovativen Therapieansätzen für Patienten mit Nierenerkrankungen führen.

    „Was Tobias Huber da mit seinem Team herausgefunden hat, hilft uns nicht nur verschiedene Krankheitsprozesse besser zu verstehen, sondern zeigt auch, warum wir mit zunehmendem Alter immer mehr Nierenfunktion verlieren“, so Prof. Dr. Gerd Walz, Ärztlicher Direktor der Freiburger Nephrologie. „Es war wirklich sehr beeindruckend, wie Tobas Huber mit seinen Arbeiten 14.000 Nephrologen aus aller Welt in San Diego begeistern
    konnte – für viele waren die vorgestellten Ergebnisse das Highlight der diesjährigen Jahrestagung“, freut sich sein Mentor.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Tobias B. Huber
    Abteilung für Nephrologie und Allgemeinmedizin
    Universitätsklinikum Freiburg
    Tel. +49-761-270-35590
    E-mail: tobias.huber@uniklinik-freiburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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